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    LeipzigRhein-Neckar Löwen schlagen Sarajevo

    Handball-Bundesligist Rhein-Neckar-Löwen hofft auf Losglück, Schiedsrichter Siarhei Repkin auf eine erfolgreiche Operation: Dem Referee aus Weißrussland riss beim 30:24 (13:11) im Champions-League-Gruppenspiel der Badener gegen RK Bosna Sarajevo die Achillessehne.

    Im Normalfall ist nach so einer schweren Verletzung der Einsatz beendet - nicht so bei Repkin. Der 31-Jährige wurde von Löwen-Physiotherapeut Sven Raab notdürftig versorgt. Humpelnd und unter Schmerzen brachte Repkin das Spiel zu Ende. «Ich weiß nicht, wie er das macht», sagte Raab staunend über den Unparteiischen, der nach dem Abpfiff zu weiteren Untersuchungen nach Heidelberg gebracht wurde, wo er operiert werden soll.

    Spaßeshalber hatte sich Nationalspieler Oliver Roggisch angeboten, für Repkin einzuspringen und das Spiel zu leiten. Der Abwehrchef des Bundesliga-Fünften hatte Zeit: Er war in der bedeutungslosen Partie von Löwen-Trainer Ola Lindgren ebenso geschont worden wie der zuletzt überragende Uwe Gensheimer, Olafur Stefansson, Karol Bielecki, Andrej Klimovets und Patrick Groetzki.

    Bei den Gastgebern, die bereits vor dem letzten Vorrundenspiel als Gruppenzweiter feststanden und das Achtelfinale der Königsklasse erreicht haben, feierte dafür Spielmacher Grzegorz Tkaczyk nach siebenmonatiger Verletzungspause sein Comeback. Bester Torschütze der Löwen war in Bjarte Myrhol (6) ein weiterer Akteur, der nach einer Nackenverletzung in den Kader zurückgekehrte. «Ich bin zufrieden, weil meine Vorstellungen umgesetzt wurden», meinte Trainer Lindgren. «Wir wollten gewinnen, einige Jungs schonen und Tkaczyk und Myrhol sollten Spielpraxis sammeln.» Am 9. März werden in Wien die Achtelfinals ausgelost, der Bundesligist bekommt es dabei mit einem Tabellendritten der drei anderen Gruppen zu tun.

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