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    ErfurtPechstein in Erfurt gefeiert: Weltcup-Norm gepackt

    Sie konnte vor Erschöpfung kaum den Arm zum Jubel heben, die Fans feierten Claudia Pechstein nach ihrem gelungen Comeback jedoch ausgiebig.

    Überglücklich
    Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und ihr Trainer Joachim Franke freuen sich über das gelungene Comeback.

    In 4:10,05 Minuten knackte die 38-jährige Olympiasiegerin vier Tage nach Ablauf ihrer Zweijahressperre wegen erhöhter Blutwerte in Erfurt über 3000 Meter die Norm des Weltverbandes ISU und darf nun beim Eisschnelllauf-Weltcup in Salt Lake City an den Start gehen. Drei Stunden später schaffte sie in 2:01,22 Minuten auch über 1500 Meter die Weltcup-Qualifikation.

    «Ich bin wieder da. Das ist der größte Sieg in meiner Karriere. Ich bin glücklich, diese Norm geknackt zu haben, denn unter diesem Druck zu laufen, war alles andere als leicht», schilderte Pechstein vor mehr als 80 Medienvertretern und sieben Kamerateams ihre Gefühle nach dem Rennen. Rund 1500 Zuschauer hatten sich in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle eingefunden, um Pechstein anzufeuern. Artig bedankte sich die Berlinerin via Mikrofon für die Unterstützung bei ihren Anhängern, die sie mit dem Transparent «Schön, dass Du wieder da bist, Claudi» begrüßt hatten.

    «Alle, die gehofft hatten, dass ich es nicht schaffe, haben sich eines Besseren belehren lassen müssen. Ich habe bewiesen, dass ich es noch kann», meinte die fünfmalige Olympiasiegerin, der man die Erleichterung anmerkte, dass die schier endlose Zeit ohne Rennen ein Ende hat. «Im Prinzip bin ich nie sehr überschwänglich. Aber heute war ich sehr glücklich, dass sie das geschafft hat», meinte ihr Trainer Joachim Franke erfreut. «Sie hat etwas geschafft, was noch im Juli vorigen Jahres noch fast unlösbar schien», sagte der 70-jährige.

    In Salt Lake City startet Pechstein nun beim Weltcup über 5000 Meter zum Auftakt in der B-Gruppe und muss dort versuchen, eine Zeit von 7:00 Minuten zu laufen, um über einen der acht über das Zeitranking vergebenen Plätze für die WM in Inzell (10. bis 13. März) zu erkämpfen. Sollte sie das in Utah nicht schaffen, hat sie nun aber auch die Chance, vom deutschen Verband für die Team-Konkurrenz in Inzell nominiert zu werden.

    «Ich bin fit. Und ich fühle mich überhaupt nicht so alt, wie ich bin», meinte sie scherzend auf ihr Alter von fast 39 Jahren anspielend. Drei Stunden später lief sie auch über 1500 Meter sicher in den erhofften Norm-Bereich von 2:03,5 Minuten und wies eine solide Form trotz nicht optimaler Vorbereitung nach. Sie hatte wegen der Sperren nur etwa 50 Prozent ihrer Umfänge trainieren können und musste sich ohne Trainingslager und Teamgefährten vorbereiten.

    «Das war ein kompetenter Leistungsnachweis und ein guter Start in die neue Karriere. Aber jetzt muss sie sich die Voraussetzungen erarbeiten, um auch gegen internationale Konkurrenz bestehen zu können», meinte Gerd Heinze, der Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG. «Mit Ablauf der Sperre war sie wieder Mitglied der Nationalmannschaft. Jetzt hat sie den Beleg erbracht, dass sie dort auch hineingehört und im Weltcup starten darf», meinte DESG-Sportdirektor Günter Schumacher.

    Vor dem Rennen, bei dem vom nationalen Verband eine Doping-Kontrolle beantragt wurde, hatte sie sich selbst freiwillig Blut abnehmen lassen, das mit eine Kühlbox nach Berlin transportiert wurde. Dort steht das nächste Advia-Messgerät, mit dem auch die ISU ihre Testergebnisse erstellt. Sie wird die Resultate in den kommenden Tagen öffentlich machen. Pechstein geht davon aus, dass sie auch weiter schwankende Retikulozytenwerte aufweisen wird. Sie fürchtet aber, dass die ISU diese verschweigen könnte, weil eine erneute Sperre per indirektem Beweis aufgrund der neuen WADA-Richtlinien nicht mehr möglich ist und sie damit nachträglich vom Weltverband rehabilitiert wäre.

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