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    BerlinNur 96 freut sich - keine Siege zum Europa-League-Start

    Rudi Völler monierte fehlenden «Killerinstinkt», Gladbach beklagte einen fatalen Last-Minute-Fehlschuss, beim VfB droht interner Zoff - nur Hannover 96 feierte das Remis zum Auftakt der Europa League wie einen Sieg.

    Remis
    Hannover 96 und Twente Enschede trennten sich 2:2.
    Foto: Friso Gentsch - DPA

    Mit vier Unentschieden ist das Bundesliga-Quartett in die Gruppenphase gestartet und hat den starken Eindruck der deutschen Fußball-Elite mit den drei Auftaktsiegen in der Champions League nicht bestätigen können.

    Von einer Krise wollten die Verantwortlichen bei Bayer Leverkusen nach dem 0:0 gegen Metalist Charkow und zwei Liga-Niederlagen nichts wissen. «Man darf sich die Dinge auch nicht einreden. Es steht der vierte Spieltag bevor und es gibt noch viele Spiele», sagte Sportdirektor Rudi Völler vor der Partie bei Borussia Mönchengladbach. Der einstige Vollblutstürmer litt besonders. «Wir sind enttäuscht. Ein Unentschieden ist nicht das, was man sich zu Hause vorstellt. Es fehlte der Killerinstinkt», sagte Völler.

    Beim sonntäglichen Gegner fehlte vor allem die Präzision und Konzentration in allerletzter Sekunde. Oscar Wendt hatte die große Chance, den Selbstfindungsprozess der Gladbacher mit einem positiven Erlebnis voranzutreiben. Der Schwede aber schoss den Ball wenige Sekunden vor dem Abpfiff aus elf Metern an die Lattenunterkante. Das 0:0 bei der Premiere des fünfmaligen deutschen Meisters in der Europa League und damit zweifelsfrei auch ein Fehlstart waren perfekt.

    «Wenn ich zwei Millimeter niedriger treffe, ist er drin und wir jubeln alle», sagte Wendt. Der Fehlschuss kann bittere Folgen haben. «Wenn wir weiterkommen wollen, hätten wir hier einen Sieg erreichen müssen», sagte Chefcoach Lucien Favre nach dem torlosen Remis in Nikosia gegen Zyperns Meister AEL Limassol, Außenseiter der Gruppe C mit den Top-Vereinen Fenerbahce Istanbul und Olympique Marseille. Favre sprach von «zwei verlorenen Punkten».

    Nicht so gewohnt spiel- und offensivfreudig war auch Hannover 96. Die Niedersachsen konnten sich am Ende bei Torwart Ron-Robert Zieler bedanken. Der Nationalkeeper rettete mit Weltklasse-Paraden in der Schlussphase das 2:2 bei Twente Enschede. Die Niederländer gestatteten dem Gast zunächst eine Aufholjagd zum 2:2 und scheiterten in den letzten Minuten zweimal an Zieler. Der parierte gegen Luc Castaignos glänzend - und sagte später lapidar: «Es ist schön, wenn man zum Schluss noch zweimal 1:1-Situationen hat.»

    Zwei Tore erzielte auch der VfB Stuttgart gegen Steaua Bukarest - darunter ein spätes in der 85. Minute. Doch am Ende kamen die Schwaben nicht über ein 2:2 vor eigenem Publikum hinaus. Das Remis offenbarte Abwehrprobleme und mangelnde Alternativen - und provozierte ersten internen Ärger, der am Freitag öffentlich wurde.

    «Klar war da auch Frust dabei, keine Frage», sagte Verteidiger Georg Niedermeier nachdem er mit zwei Tritten gegen die Werbebande, lautem Gebrüll und grimmigem Blick sein spätes Ausgleichstor «gefeiert» hatte. «Wer meine Situation mitverfolgt hat, der weiß, dass ich momentan sehr enttäuscht bin.»

    Statt wie in der Rückrunde fester Bestandteil der Mannschaft zu sein, spielt Niedermeier jetzt nur eine Nebenrolle. «Ich habe eine ordentliche Vorbereitung gehabt, dann so eine sportliche Entscheidung - das war wie ein Schlag ins Gesicht.» Diese Aussage gefiel Fredi Bobic gar nicht. «Irgendwann ist eine Grenze erreicht, und dann muss man aufpassen», warnte der Sportdirektor. Die Spieler müssten darauf achten, «dass der eine oder andere sich selbst nicht überschätzt».

    Wer nach außen hin so selbstbewusst auftrete, der solle «das auf dem Platz auch mal zeigen». In das Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen am Sonntag geht der VfB nun mit dem Druck aus fünf sieglosen Pflichtspielen nacheinander.

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