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    HochfilzenNeuner Dritte - Ständchen und Rang vier für Henkel

    Für Andrea Henkel gab es vor dem vierten Platz in der Verfolgung ein Geburtstagsständchen ihrer Kolleginnen, Magdalena Neuner bleibt in ihrer Abschiedssaison Dauergast auf dem Podest und freute sich über Rang drei.

    Podiumsplatz
    Magdalena Neuner kam in der Verfolgung von Hochfilzen auf Platz drei.
    Foto: Barbara Gindl - DPA

    Auch wenn die Rekordweltmeisterin im Verfolgungswettkampf von Hochfilzen ihren 27. Weltcup-Sieg um 3,1 Sekunden verpasste, war die 24 Jahre junge Biathletin über Rang drei hinter der Weißrussin Darja Domratschewa und Olga Saizewa aus Russland nicht unzufrieden. «Die Power hat einfach gefehlt zum Schluss. Aber ich habe ja gesagt, dass ich noch nicht in Topform bin», sagte sie. «Aber insgesamt kann ich echt zufrieden sein. Ein dritter Platz ist ja nicht schlecht.»

    Geburtstagskind Andrea Henkel wurde über die zehn Kilometer Vierte. Die nun 34-Jährige schaffte damit ihre beste Saisonplatzierung. «Wenn es so weiter geht, ist es in Ordnung», sagte die Doppel-Olympiasiegerin von Salt Lake City. Nach dem Rennen hatte sie nur noch ein Ziel: «Ich muss jetzt erstmal einkaufen, damit wir heute Abend anstoßen können.»

    Tina Bachmann wurde mit vier Schießfehlern 14., Carolin Hennecke landete nach zwei Strafrunden in ihrem zweiten Weltcuprennen auf Rang 26. Miriam Gössner schoss gleich sechs Fahrkarten und kam als 38. ins Ziel. Die schwangere Kathrin Hitzer beendete nach dem dritten Schießen den Wettkampf.

    Beim Verfolgungssieg des Norwegers Emil Hegle Svendsen vor seinem Landsmann Tarje Boe und dem Schweizer Benjamin Weger war Florian Graf als Achter nach zwei Schießfehlern bester deutscher Skijäger. Graf lag 22,1 Sekunden zurück. Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer kam nach einer Strafrunde auf Platz neun. Vom 27. auf den zwölften Rang lief Michael Rösch vor. Andreas Birnbacher kam auf Rang 15, einen Platz vor Simon Schempp. Der dreimalige Turin-Olympiasieger Michael Greis beendete als 20. das Verfolgungsrennen. «Körperlich passt alles», sagte Greis, der in der Vorbereitung sechs Wochen verletzt pausieren musste.

    Magdalena Neuner, die am 6. Dezember ihren Rückzug zum Saisonende angekündigt hatte, schaffte in diesem Winter in den ersten fünf der insgesamt 26 Weltcup-Rennen zwei Siege und wurde dreimal Dritte. Zunächst hatte alles nach dem dritten Erfolg ausgesehen. Nach ihrem Sprintsieg rannte die zehnmalige Weltmeisterin lange an der Spitze des Feldes. Bei jedem ihrer Treffer am Schießstand wurde sie von den knapp 10 000 Zuschauern bejubelt. Das Echo hallte lautstark durch das Tal. Und die Stadionsprecher in Hochfilzen heizten die Stimmung weiter an. Erst forderten sie totale Stille, dann sollten die Neuner-Fans so richtig Lärm machen. Die Kuhglocken läuteten und die Anhänger feierten ihren Liebling frenetisch.

    Ein Geburtstagsständchen sangen die deutschen Mädels im Stadion für Andrea Henkel: «Happy Birthday». Zehn Minuten vor dem Start ließen ihre Teamkolleginnen sie hochleben. Kurz zuvor hatte Magdalena Neuner dem Stadionsprecher noch Rede und Antwort gestanden und ihre Lockerheit gezeigt. «Ich versuche einfach mein Rennen zu machen. Vielleicht wird es am Schießstand entschieden. Da fühle ich mich sicher.»

    Hätte sie beim vierten Schießen nicht zwei Scheiben verfehlt und in die Strafrunde gemusst, wäre ihr der Sieg nicht zu nehmen gewesen. «Beim letzten Schießen habe ich schon kurz gedacht, hey viermal Null, das wäre cool, aber ich war ein bisschen nervös», sagte sie. Neuner führt die Gesamtwertung im Weltcup weiter an.

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