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    MugelloMotorrad-WM: Bradl 2. in Mugello - Cortese im Pech

    Den Assen-Sturz verkraftet und Platz zwei eingefahren - das Heimspiel auf dem Sachsenring kann für Stefan Bradl kommen. Beim Grand Prix von Italien in Mugello kam der Zahlinger in der Moto2-Klasse auf Platz zwei, Sandro Cortese dagegen erlebte ein rabenschwarzes Wochenende.

    Siegerehrung
    Marc Marquez (m) steht bei der Siegerehrung zwischen Stefan Bradl (l) und Bradley Smith.
    Foto: DPA

    Bradl verteidigte mit 52 Punkten Vorsprung souverän seine Gesamtführung vor dem nun dreimaligen Saisonsieger Marc Marquez aus Spanien. Der dürfte im Kampf um den WM-Titel wohl der einzige Konkurrent für Bradl werden. «Einfach macht's mir der Kerl nicht», meinte der Bayer.

    Knapper Sieg
    Marc Marquez (l) rast knapp vor Stefan Bradl über die Ziellinie
    Foto: DPA

    Völlig daneben ging die Generalprobe für den Deutschland-Grand Prix für Sandro Cortese in der 125-Kubikzentimeter-Klasse. Der Berkheimer fand nie den Rhythmus, fuhr als Achter über den Zielstrich, wurde aber wegen einer völlig überflüssigen Behinderung mit einer 20-Sekunden-Strafe belegt und damit nur Zwölfter. Den Sieg holte sich WM-Spitzenreiter Nikolas Terol aus Spanien. Da auch der bisherige WM-Zweite Jonas Folger stürzte und ausschied, fielen die beiden Deutschen in der Gesamtwertung auf die Ränge vier und fünf zurück.

    Zweiter
    Stefan Bradl ist in Mugello auf den zweiten Platz gefahren.
    Foto: DPA

    Das Rennen der «Königsklasse» MotoGP gewann Weltmeister Jorge Lorenzo aus Spanien. Dder Yamaha-Pilot verkürzte damit den Rückstand auf den Australier Casey Stoner in der gesamtwertung auf 19 Punkte.

    Moto-GP-Sieger
    Der Spanier Jorge Lorenzo jubelt bei der Siegerehrung in der «Königsklasse».
    Foto: DPA

    Ein leerer Tank hatte Bradl im Qualifying die nächste Pole Position gekostet. So musste er von Platz sieben aus das Rennen aufnehmen. Mit einem starken Start ging er den Positionskämpfen aus dem Weg, ordnete sich als Fünfter ein und war in der zweiten Runde bereits Zweiter. Mit einer erneut taktisch hervorragenden Fahrt versuchte er seine Konkurrenten zu beeindrucken.

    Vorn
    Souverän behauptet Jorge Lorenzo die Führung in der Klasse Moto GP.
    Foto: DPA

    Das gelang, nur Marquez hielt dagegen. «Ich habe bis zum Ziel gepuscht und alles versucht. Eine Siegchance war da, aber im Infield ist es sehr schwer zum Überholen. Ich denke, ich habe dennoch einen guten Job gemacht», meinte Bradl.

    Im Ziel
    Jorge Lorenzo sieht in der Klasse Moto GP als erster Pilot die Zielflagge.
    Foto: DPA

    Zum Sachsenring am 17. Juli kommt er nun als klarer Spitzenreiter. Dort ist er einem neuen, ungewohnten Erwartungsdruck ausgesetzt. «Wir sind vorbereitet», meinte er. Auch die MZ-Fahrer um den Stollberger Max Neukirchner, der Platz acht und damit sein bestes WM-Ergebnis holte. «Es war ein Wahnsinnsrennen von Rang 20 aus. Ich hatte mindestens vier Feindberührungen, auf meiner Kombi sind mehrere schwarze Streifen. So kann es aber weitergehen», sagte Neukirchner.

    Mittelfeld
    Moto-GP-Pilot Valentino Rossi hängt im Feld fest und wird Sechster.
    Foto: DPA

    Genau das hofft Cortese für sich nicht. «Es war eine Katastrophe», stammelte der Aprilia-Pilot. Er hatte auf die falschen Reifen gesetzt und fand die richtige Abstimmung nicht. Dazu kam die Dummheit auf der Zielgeraden gegen Sergio Gadea, den er bewusst behinderte. «Die Aktion war hart und sicher nicht richtig», sagte Cortese und fügte hinzu: «Normalerweise macht man sowas nicht. Ich war aber über mich so verärgert, da kann es passieren.»

    Er rutschte in der Wertung auf Platz fünf ab. Immerhin hat er möglicherweise einen Vorteil in Sachen Abstimmung beim Deutschland-Rennen, da er bei einen Gaststart im Juni in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft bereits auf dem Sachsenring gefahren war.

    Beim heimischen Grand Prix wollen auch der in Mugello gestürzte Folger und Marcel Schrötter (Pflugdorf) angreifen. «Mir war die Gashand eingeschlafen, ich hatte kein Gefühl mehr. Es hätte sicher schneller gehen können, aber ich habe das nicht gemerkt», sagte Schrötter, der auf Mahindra einen guten elften Platz belegte.

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