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    LondonKerber: «Kim Clijsters war mal mein Vorbild»

    Seit dem Abschied von Steffi Graf 1999 ist Angelique Kerber die höchstplatzierte deutsche Tennisspielerin. Zu großen Druck lässt sich die Weltranglisten-Achte aus Kiel deswegen aber nicht aufbürden.

    Zusammentreffen
    Angelique Kerber trifft in Kim Clijsters nun auf ihr früheres Vorbild.
    Foto: Jonathan Brady - DPA

    Ehe sie am Montag in ihrem ersten Achtelfinale in Wimbledon auf Kim Clijsters trifft, fuhr sie am traditionell spielfreien Sonntag rein in die Londoner City. «Etwas relaxen, einen Kaffee trinken, vielleicht ein bisschen shoppen - ich brauche meine Freizeit, um mal ein paar Stunden nicht an Tennis zu denken», sagte die 24-Jährige im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

    Ihre nächste Gegnerin Clijsters ist nicht irgendwer. Die vierfache Grand-Slam-Turniersiegerin aus Belgien ist hier Publikumsliebling und auf ihrer Abschiedstour. Ist es besonders, gegen sie zu spielen?

    Kerber: «Es freut mich natürlich. Ich hatte bisher noch keine Chance, gegen sie zu spielen. Ich werde das Spiel genießen. Ich glaube, dass sie eigentlich die Favoritin ist. Ich werde mir keinen großen Druck machen. Sie ist eine Supersportlerin, hat so viel geleistet und war früher mein Vorbild - zusammen mit Steffi Graf.»

    Stichwort Steffi Graf: Sie sind seit kurzem die bestplatzierte Deutsche seit dem Abschied vom Steffi Graf. Wie geht man damit um?

    Kerber: «Natürlich ist das ein gutes Gefühl. Ich hab' das jetzt auch so langsam realisiert. Aber ich werde weiter versuchen, mein Ding zu machen. Und ich denke nicht, dass - bei all dem, was Steffi Graf geleistet hat - eine von uns in ihre Fußstapfen steigen kann. Wir werden unser bestes versuchen, aber sie ist einfach eine Legende.»

    Vor einem Jahr kannte Sie hier kaum jemand. Wie würden Sie die heutige «Angie» mit der damals vergleichen? Und wie ist das, wenn Sie nun auch Komplimente von Größen wie Martina Navratilova bekommen?

    Kerber: «Als Mensch habe ich mich nicht verändert. Als Tennisspielerin bin ich reifer geworden und mich nehmen viel mehr Leute wahr - beim Gehen über die Anlage werde ich nun beobachtet. Und ich bin natürlich stolz, dass mich jetzt auch die Top-Spieler von früher loben - das ist immer noch verrückt für mich. Aber das ist ein besseres Gefühl als letztes Jahr, als ich hier in der ersten Runde verloren habe und gleich nach Hause fliegen konnte.»

    Aber auf dem Weg in die separate Wimbledon-Umkleide für die Spitzen-Spielerinnen haben Sie sich in diesem Jahr verlaufen...

    Kerber: «Ich wusste im Vorfeld, dass es da eine extra Umkleide für die Top-16-Spielerinnen gibt, aber ich hatte keine Ahnung, wo die ist. Am ersten Tag war ich einfach in der normalen - bis ich dann nach 100 Mal fragen die richtige gefunden habe. Und die ist echt viel schöner. Es ist viel ruhiger da, es herrscht kein Chaos, man kann da gut entspannen vor den Matches. Bei den Physiotherapeuten kommst du sofort dran und kriegst Massagen und so weiter.»

    Und es gibt eine Badewanne, oder?

    Kerber: «Badewannen - nicht nur eine!»

    Wenn man da so neben den absoluten Superstars sitzt - einer Scharapowa oder den Williams-Schwestern - wie sind die so?

    Kerber: «Die sind ganz normal. Ich bin jetzt schon langsam in das alles reingewachsen. Am Anfang war's für mich noch etwas ganz Neues. Die Williams in der Umkleide neben mir das war so ein Wow-Effekt! Mittlerweile spreche ich ganz normal mit denen und die auch mit mir - das sind ganz normale Leute, und die sind alle ganz nett.»

    Welche Ziele haben Sie noch für dieses Jahr? Sie scheinen ja auf dem Weg zum WTA-WM der besten Acht am Jahresende kaum noch zu stoppen...

    Kerber: «Ich gucke überhaupt nicht auf die Rangliste. Meine Ziele sind, mich bei den großen Turnieren gut zu zeigen, mein bestes zu geben und weiter mein Jahr konstant zu Ende zu spielen.»

    Und dann wollen Sie irgendwann einen Grand-Slam-Turniersieg?

    Kerber: «Natürlich ist es ein Traum, mal ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Ich kann nicht sagen, wann oder ob es sein wird. Aber davon träumt jede Tennisspielerin. Deswegen macht man das.»

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