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    HamburgHSV nicht europapokalreif: Nur 1:1 gegen Wolfsburg

    So ist der Hamburger SV nicht reif für den Europapokal. Durch das am Ende sogar glückliche 1:1 (1:0) gegen den Nordrivalen VfL Wolfsburg liegen die Hanseaten zwei Spieltage vor Ende der Bundesliga-Saison drei Punkte und 18 Tore hinter dem Tabellensechsten SC Freiburg.

    Hamburger SV - VfL Wolfsburg
    Der Wolfsburger Slobodan Medojevic (r) und Hamburger Artjoms Rudnevs liefern sich im Mittelfeld einen bissigen Zweikampf.
    Foto: Marcus Brandt - DPA

    Die Europa League findet wohl wieder ohne den HSV statt. Vor 50 135 enttäuschten Zuschauern hatte Fußball-Nationalspieler Heiko Westermann die schwachen Gastgeber Sekunden vor der Pause in Führung gebracht. Doch Makoto Hasebe rettete den Niedersachsen mit seinem Tor in der 65. Minute einen verdienten Punkt. Der VfL ist seit acht Spielen unbezwungen.

    «Das ist zu wenig. Es war ein ganz schweres Spiel für uns», sagte HSV-Kapitän Rafael van der Vaart im TV-Sender Sky. «Wir reden jede Woche über Europa League, aber wir müssen gewinnen, sonst schaffen wir es nicht», fügte der Niederländer hinzu. «Wir sind auf einem guten Weg, uns zu stabilisieren, aber in diesem Jahr einfach noch nicht Europa-League-reif», urteilte HSV-Trainer Thorsten Fink. Seit sechs Jahren haben die Hamburger nicht mehr daheim gegen Wolfsburg gewonnen.

    Fink musste gleich auf sieben Spieler verzichten. Kurzfristig fiel auch noch Linksverteidiger Marcell Jansen wegen Magen-Darm-Problemen aus. Für ihn rückte Zhi Gin Lam in die Startformation, der jedoch zunächst sehr unsicher wirkte. Viele seiner Pässe gingen rückwärts zu Keeper Jaroslav Drobny, der den gelbgesperrten Nationaltorwart René Adler glänzend vertrat und mehrfach in höchster Not rettete. «Man muss Drobny ein Kompliment machen», meinte Gegenüber Diego Benaglio.

    Viel Arbeit bekamen jedoch zu Beginn beide nicht. Nur ein Volleyschuss von Rafael van der Vaart nach schöner Kombination sorgte in der 4. Minute kurz für Aufregung, doch Benaglio stand genau richtig. Danach blieb bei beiden Teams vieles Stückwerk. Eine Schwalbe von Heung-Min Son im Wolfsburger Strafraum ahndete Schiedsrichter Jochen Drees zurecht mit Gelb (20.).

    Eine Woche nach dem 1:4 beim FC Schalke 04 bekamen die angeknockten Hamburger das Spiel nicht unter Kontrolle. Die Wolfsburger wagten ebenfalls nur wenig. So musste ein kapitaler Aussetzer von HSV-Abwehrchef Westermann in der 31. Minute her, um für etwas Belebung zu sorgen. Der Ex-Hamburger Ivica Olic schoss jedoch überhastet in die Arme von Drobny.

    Aber auch offensiv sorgte Westermann für Gefahr - und wie. Nach van der Vaarts Freistoß verlängerte der 29-Jährige den Ball mit dem Hinterkopf zum 1:0 ins Tor. Es war sein dritter Saisontreffer.

    Nur Sekunden nach der Pause hätte Dennis Diekmeier schon eine Vorentscheidung herbeiführen können, setzte den Ball nach schönem Zuspiel aber über das Tor. Allmählich wurde die Partie munterer, weil nun endlich auch die Wolfsburger zielstrebiger nach vorn spielten. Die besseren Chancen aber hatte noch der HSV. Son zwang Benaglio mit einem Fernschuss zur Parade (59.), auch bei Lams Aufsetzer war der Schweizer Schlussmann gefordert (61.).

    Das Tor erzielten dann aber die «Wölfe». Nach Flanke des gerade eingewechselten Ivan Perisic war Hasebe per Kopf zur Stelle. Nun wackelten die Hamburger bedenklich. Allein Bas Dost hätte bei drei ganz dicken Gelegenheiten (72./75./77.) für die Gäste nachlegen müssen, verpasste aber ebenso wie Naldo (72.) die überfällige Führung. So blieb es beim letztlich gerechten Remis.

    Spieldaten:

    Ballbesitz in %: 47,2 - 52,8

    Torschüsse: 15 - 19

    gew. Zweikämpfe in %: 47,6 - 52,4

    Fouls: 16 - 19

    Ecken: 4 - 9

    Quelle: optasports.com

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