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    BerlinHeinevetter will keinen Maulkorb - 1000 Euro Strafe

    Silvio Heinevetter will sich den Mund nicht verbieten lassen. Gegen eine 1000-Euro-Geldbuße des Ligaverbandes Handball-Bundesliga (HBL) geht der extrovertierte Nationaltorhüter vor. Die geforderte Entschuldigung lehnte er ab, stattdessen schaltete er einen Anwalt ein.

    Silvio Heinevetter
    Berlins Nationaltorwart muss für seine Äußerungen nach dem Spiel zahlen.
    Foto: Axel Heimken - DPA

    «Man will ein Exempel an mir statuieren», sagte der 28-Jährige am Mittwoch in sachlichem Ton. Nach dem Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen am vergangenen Sonntag hatte er in einem Interview mit dem TV-Sender «Sport1» gemeint, er fühle sich «verarscht».

    Heinevetter hatte moniert, dass die Magdeburger Schiedsrichter Robert Schulze und Tobias Tönnies das Ausgleichstor von Patrick Groetzki zum 21:21 in der letzten Sekunde gegeben hatten. Obwohl der Mannheimer im Kreis stand, als der Ball die Hand verließ. «Ich habe der Liga geschrieben, dass die Szene unumstritten ist, weil sie im Fernsehen zu sehen war und Patrick zugegeben hat, dass er im Kreis stand.»

    «Die beiden haben 59 Minuten und 59 Sekunden gut gepfiffen. Aber diese eine, entscheidende Szene lässt das alles vergessen. Sie haben einen Fehler gemacht, dazu sollen sie stehen», betonte der Nationaltorhüter mit drei Tagen Abstand. «Stattdessen sitzen sie in einem goldenen Käfig, den sie selber gar nicht wollen, und dürfen nichts sagen, obwohl sie gern reden würden.»

    Um die Höhe der Strafe gehe es ihm nicht. Nur darum, dass man als Spieler immer kritisiert werde, die Schiedsrichter aber nicht angegriffen werden dürfen, erklärte Heinevetter. «Verarscht heißt ja nicht, dass ich den Schiris unterstelle, dass sie es mutwillig getan hätten oder bestochen wurden», meinte Heinevetter.

    Das sieht die HBL ein wenig anders. «Silvio Heinevetter hat als Nationaltorhüter eine Vorbildfunktion und deswegen konnten und wollten wir ihm das nicht durchgehen lassen. Aber wir haben auch berücksichtigt, dass diese Äußerung nach einem sehr emotionalen Spiel gefallen ist», sagte Sprecher Oliver Lücke der Nachrichtenagentur dpa. Die 1000 Euro seien bei weitem nicht das Höchstmaß, maximal kann eine Geldstrafe von 5000 Euro verhängt werden. Heinevetter hat nach Erhalt des Bescheides 14 Tage lang Zeit für einen Einspruch.

    In der Aufforderung zur Stellungnahme hatte die HBL eine Entschuldigung gefordert, erklärte Heinevetter. «Aber die wird es von mir nicht geben, weil ich zu dem stehe, was ich gesagt habe. Ich bin ja auch vollkommen im Recht, wie die TV-Bilder beweisen.»

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