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    Gladbach nach 2:0 wieder mit Chance auf Achtelfinale

    Borussia Mönchengladbach macht einen großen Schritt zum Überwintern im Europapokal. Mit dem völlig verdienten 2:0 bei Celtic Glasgow ist sogar das Achtelfinale in der Champions League wieder drin.

    Wichtig
    Mit dem Sieg in Glasgow kommen die Gladbacher zu ihren ersten drei Punkten in der Gruppe C.
    Foto: Marius Becker - dpa

    Glasgow (dpa). Mit einer überzeugenden Leistung hat sich Borussia Mönchengladbach in der hitzigen Atmosphäre des Glasgower Celtic Parks alle Chancen auf das Achtelfinale der Champions League erhalten.

    Ungefährlich
    Die Distanzschüsse der Gladbacher, wie durch André Hahn, sind in der ersten Halbzeit noch zu ungefährlich.
    Foto: Robert Perry - dpa

    Der Bundesliganeunte gewann am Mittwoch trotz großer Personalnot beim schottischen Meister mit 2:0 (0:0) und schob sich durch den Premierensieg dieser Königsklassen-Saison auf Rang drei der Gruppe C. Vor 60 000 Zuschauern erzielten Lars Stindl (57. Minute) und André Hahn (77.) die Treffer für die Gäste.

    Eröffnung
    Nach der Pause klappt es aus der kurzen Distanz besser: Kapitän Stindl macht das 1:0 Für die Gäste.
    Foto: Robert Perry - dpa

    «Das war ein sehr, sehr guter Auftritt unserer Mannschaft. Wir wollen in Europa überwintern und da haben wir einen großen Schritt gemacht», schwärmte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl bei Sky und äußerte sich begeistert von der Atmosphäre in Glasgow. «Aber jetzt hört man nur noch unsere Fans. Das zeigt, wie das Spiel ausgegangen ist.»

    Konter
    Die beruhigende Erhöhung per Konter gelingt Hahn dann doch noch mit einem Fernschuss.
    Foto: Marius Becker - dpa

    Mit einem weiteren Erfolg im Rückspiel in zwei Wochen wäre den Gladbachern zumindest die weitere Teilnahme an der Europa League kaum noch zu nehmen. Mit 3 Punkten liegt die Borussia vor Celtic (1) und darf sogar mit den ersten K.o.-Spielen in der Königsklasse seit 1978 liebäugeln. Manchester City (4) ist hinter Spitzenreiter FC Barcelona (9) wieder in Reichweite. «Das ist mir relativ schnurz. Wir wissen nicht, was bis zum Ende passiert», sagte Borussia-Coach André Schubert zum 4:0-Sieg von Barcelona über Manchester. «Wir haben die ersten drei Punkte auswärts geholt, aber beim nächsten Spiel geht es wieder von Null los.»

    Erleichterung
    Der Dank geht an die mitgereisten den Fans, die sich sogar schon für die Bayern warmsingen.
    Foto: Marius Becker - dpa

    Der starke Auftritt bringt vor dem Bundesliga-Klassiker beim FC Bayern München am Samstagabend auch wieder etwas mehr Ruhe für Schubert. Dieser war nach zuvor nur einem Sieg in den vergangenen fünf Pflichtspielen in die öffentliche Kritik gerückt. In Glasgow überzeugte Schuberts taktische Umstellung auf die Viererkette, auch die überraschende Aufstellung von Jonas Hofmann erwies sich als richtiger Griff.

    Gladbach war gewarnt. Selbst Pep Guardiolas ManCity hatte sich diese Saison beim 3:3 von Celtic mit einer furiosen Startphase überraschen lassen. «Sie werden die ersten 15,20 Minuten mit großer Wucht und viel Power großen Druck ausüben», analysierte Schubert kurz vor Anpfiff.

    Und seine Borussia überstand die gegnerische Anfangsoffensive auch ohne Abwehrchef Andreas Christensen sowie die Offensivspieler Raffael, Thorgan Hazard und den kurzfristig erkrankten Fabian Johnson schadlos. Gladbach setzte in einer temporeichen Partie hingegen selbst immer wieder Achtungszeichen. Vor allem Ibrahima Traoré trieb den Gladbacher Angriff über die rechte Seite unermüdlich an, nur mit Mühe entschärfte Celtics Keeper Craig Gordon den Schuss des 28-Jährigen von der Strafraumgrenze (17.).

    Überraschend vertraute Schubert im offensiven Mittelfeld erstmals diese Königsklassen-Saison auf Hofmann. Der offensive Mittelfeldspieler absolvierte nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund diesen Sommer erst das zweite Spiel von Beginn an - und machte seine Sache ordentlich. Aus elf Metern konnte jedoch auch Herrmann den starken Gordon in der 26. Minute nicht überwinden.

    Auf der anderen Seite stand die Gladbacher Abwehr sicher. Erst kurz vor der Pause kam Scott Sinclair zur ersten wirklich gefährlichen Chance für Celtic, verzog allerdings aus halblinker Position.

    Nach gemächlicherem Beginn in die zweite Halbzeit belohnte sich Gladbach für den Kraftakt. Torschütze Stindl leitete den Angriff zum 1:0 selbst ein, André Hahn grätschte den Ball vor dem unaufmerksamen Ivorer Kolo Touré zurück in die Gefahrenzone, aus spitzem Winkel donnerte Stindl den Ball durch die Beine von Gordon. Die Entscheidung bereitete der überzeugende Kapitän nach einem erneuten Patzer von Kolo Touré selbst vor - seinen Pass verwertete Hahn unter die Latte.

    Kader Celtic Glasgow

    Kader Borussia Mönchengladbach

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