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    Friedrich meldet sich im 2er-Bob mit Weltcup-Sieg zurück

    Die zwei Niederlagen gegen Teamkollege Lochner haben den ehrgeizigen Zweierbob-Weltmeister Friedrich gereizt. Mit Anschieber Margis machte der Sachse auf der Starterbahn in Innsbruck/Igls eine WM-Kampfansage.

    Zweierbob
    Francesco Friedrich und Thorsten Margis siegen auf der Eisbahn in Innsbruck.
    Foto: Kerstin Joensson - dpa

    Innsbruck/Igls (dpa) - Der dreimalige Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich hat sich im letzten Rennen vor der Heim-Weltmeisterschaft in zwei Wochen am Königssee stark zurückgemeldet.

    Mit Stammanschieber Thorsten Margis verbesserte der Oberbärenburger in Innsbruck/Igls seinen eigenen Bahnrekord von der WM im Vorjahr auf 51,25 Sekunden und verwies dank Startbestzeiten nach zwei Läufen mit 0,73 Sekunden Vorsprung den Letten um Oskars Melbardis auf Rang zwei. Dritter wurde der Österreicher Benjamin Maier.

    Der Berchtesgadener Johannes Lochner, der Friedrich zuletzt im kleinen Schlitten zweimal hintereinander bezwingen konnte, kam mit Ersatzanschieber Tino Paasche nur auf Rang 16. Direkt davor platzierte sich Nico Walther aus Oberbärenburg, der mit Debütant Christopher Weber fuhr. Im Gesamtweltcup steht Friedrich mit dem vierten Saisonsieg nach sieben von acht Stationen vor dem Gewinn der Kristallkugel. Vor dem Weltcup-Finale am 18. März in Pyeongchang führt der Sachse, der die zweite Station in Lake Placid ausließ, mit 1320 Zählern vor US-Pilot Steven Holcomb mit 1219 Zählern.

    An der Stätte am Fuße des Patscherkofels, wo er im Vorjahr im kleinen Schlitten seinen WM-Hattrick schaffte, überzeugte Friedrich am Start. „Endlich mal unter fünf Sekunden, das war das Ziel“, sagte Friedrich. Die Kampfansage an Teamkollege Lochner kam prompt: „Wir müssen den Hansi kriegen, er kann ja nicht jedes Rennen gewinnen, es ist ein packender Zweikampf. Mal sehen wie es bei der WM aussieht.“

    Bis dahin will Friedrich, der erneut wie Lochner im Wallner-Schlitten fuhr, in Sachen Material vorwärts kommen und weiter an seiner Fahrlinie arbeiten. „Ich hatte einen kleinen Schieber aus der Kurve neun heraus, ansonsten bin ich zufrieden. Es sieht erstmal sehr gut aus. Wir haben ein neues Gerät, da gibt es immer noch viel zu tüfteln.“

    Cheftrainer René Spies nahm den unkonzentriert fahrenden und am Start schwachen Lochner in Schutz. „Er ist ja zuletzt in St. Moritz gestürzt, war dann auch noch erkältet und konnte kaum trainieren. Da gehen natürlich die Körner irgendwann aus, die Pause bis zur WM kommt gerade recht. Er muss auf die Couch, essen und zunehmen und dann wird es schon wieder“, sagte Spies.

    Die Frauen verpassten das Podium knapp. Die Oberbärenburgerin Stephanie Schneider, die im Vorjahr auf der WM-Bahn WM-Vierte geworden war, kam mit Anschieberin Lisa Marie Buckwitz auf Rang vier vor Europameisterin Mariama Jamanka, die verletzungsbedingt kurz vor dem Start auf Weltmeisterin Annika Drazek verzichten musste. Sie fuhr mit Franziska Bertels. Den Sieg sicherte sich Elana Meyers Taylor aus den USA.

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