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    Francesco Friedrich schafft Triple im Zweierbob

    Wie Skeletonpilotin Jacqueline Lölling schaffte auch Francesco Friedrich in diesem Winter das Triple im Eiskanal. In allen Bob-Titelrennen blieb der Sachse mit Anschieber Thorsten Margis unbezwungen.

    Triple im Eiskanal
    Francesco Friedrich (vorne) und Thorsten Margis haben zum Abschluss einer überaus erfolgreichen Saison auch den Gesamt-Weltcup im Zweierbob gewonnen.
    Foto: Lee Jin-Man - dpa

    Pyeongchang (dpa). Francesco Friedrich bleibt der Dominator im Zweierbob. Nach seinem EM- und WM-Titel gewann er auf der Olympia-Bahn in Pyeongchang auch das Weltcupfinale und sicherte sich mit Anschieber Thorsten Margis die Kristallkugel im Gesamtweltcup.

    Dabei hatte der 26-jährige Sachse aus Oberbärenburg im Vergleich zur Weltelite ein Rennen weniger. Denn um die vom deutschen Bobverband angeschafften Wallner-Zweierbobs zu finanzieren, verzichtete das Team von Cheftrainer René Spies auf den zweiten Weltcup in Lake Placid.

    Im „Alpensia Sliding Center“ zeigte Friedrich am Samstag mal wieder eine herausragende Vorstellung. Mit dem Startrekord in 4,86 Sekunden und Bahnrekord in 50,24 Sekunden verwies er nach zwei Läufen den Letten Oskars Kibermanis mit 0,30 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. „Es war ein erster Schritt in Richtung nächstes Jahr. Wir haben noch Fehler in der Bahn gemacht, ganz klar. Wir wissen aber, worauf es ankommt“, sagte Friedrich in der ARD und meinte mit Blick auf das Rennen an diesem Sonntag: „Der Vierer lief satter und ruhiger, morgen wird es ein spannendes und enges Rennen.“

    Dritter wurde Johannes Lochner mit Anschieber Joshua Bluhm, der nach Lauf eins noch auf Rang acht gelegen hatte. „Es hat endlich mal ein Lauf in den zwei Wochen hier funktioniert, daher bin ich sehr glücklich“, sagte Lochner. Nico Walther kam mit Kevin Korona auf Platz elf.

    Dabei hatte der viermalige Zweierbob-Weltmeister Friedrich, der vor drei Wochen in Königssee zusammen mit Lochner zeitgleich auch noch Viererbob-Weltmeister geworden war, noch einige Fahrfehler im neuen 1857 Meter langen und 16 Kurven umfassenden Eislabyrinth. Am Start war er erneut der Beste, auch weil er mit Margis im zweiten Lauf noch einmal konterte. Denn US-Pilot Justin Olsen, zeitgleich in Durchgang eins auf den ersten Metern, hatte in 4,87 Sekunden Rekord geschoben. Doch das Weltmeisterduo war dann eine Hundertstel schneller.

    Mit 134,96 Stundenkilometern kam Friedrich mit seinem Bob auf die höchste Endgeschwindigkeit. Er siegte im Gesamtklassement mit 1545 Punkten vor dem US-Piloten Steven Holcomb (1331) und dem Südkoreaner Yunjong Wong (1312). Lochner wurde Vierter (1284).

    Bei den Frauen landeten die Europameisterinnen Mariama Jamanka und Annika Drazek wie schon bei der Heim-WM auf Platz vier. Mit einem Doppelerfolg drückten die Amerikanerinnen dem Saisonfinale ihren Stempel auf. Jamie Greubel Poser/Aja Evans gewannen mit 0,15 Sekunden vor ihren Teamkolleginnen Elana Meyers Taylor/Lolo Jones.

    Die nach dem ersten Lauf noch auf Rang drei liegenden Deutschen fielen nach einigen Fahrfehlern und der sechstbesten Zeit noch auf Platz vier hinter der Kanadierin Alysia Rissling zurück. Stephanie Schneider kam mit Lisa Marie Buckwitz auf Platz sieben. Christin Senkel landete mit Ann-Christian Strack auf Platz 15. Greubel Poser sicherte sich damit den Gesamtweltcupsieg.

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