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    NürnbergDTM: Green siegt mit Mercedes auf dem Norisring

    Buchstäblich in der letzten Runde machte er den Jubiläums-Sieg perfekt: Kurz vor dem Zielstrich fing Jamie Green Titelverteidiger Martin Tomczyk noch ab und fuhr am Sonntag den zehnten Erfolg in Serie für Mercedes-Benz am Norisring heraus.

    Siegerehrung
    Der britische Rennfahrer Jamie Green hat das Rennen auf dem Norisring gewonnen.
    Foto: David Ebener - DPA

    Start
    Gary Paffett (r) musste die Pole kurz nach dem Start abgegeb.
    Foto: David Ebener - DPA

    Der Stadtkurs von Nürnberg ist schließlich Greens Hausstrecke im Rennkalender des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM): von 2008 bis 2010 siegte der Brite dreimal nacheinander, 2011 wurde er Zweiter.

    Dreher
    Gary Paffett (r, Nr. 11) verursacht nach einem Dreher einen Stau.
    Foto: David Ebener - DPA

    «Das Glück war heute auf meiner Seite», sagte ein überglücklicher Green. «Mein Auto hat einfach so gut funktioniert.» «Das war wie aus dem Drehbuch für einen Film, einfach unglaublich», meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. «Es ist eine Schande, wenn man das Rennen in der letzten Runde verliert. Das ist das Schlimmste, was passieren kann», klagte Tomczyk.

    Nutznießer
    Ralf Schumacher konnte zunächst vom turbulenten Start profitieren.
    Foto: David Ebener - DPA

    Mit seinem vierten Triumph verhinderte Green einen Doppelerfolg von Rückkehrer BMW. Denn der Rosenheimer Tomczyk und der Kanadier Bruno Spengler hatten bis kurz vor Schluss noch geführt - dann überholte Green sie mit einem furiosen Schluss-Spurt in der 78. Runde. Auf regennasser Fahrbahn hatte es zuvor zahlreiche Kollisionen gegeben. So war der Gesamtführende Garry Paffett (Großbritannien) im Mercedes nach dem Start auf Platz 19 zurückgefallen, schloss das Rennen jedoch noch als Vierter ab.

    Aufholjagd
    Jamie Green fährt vor dem Deutschen Christian Vietoris auf dem Norisring.
    Foto: David Ebener - DPA

    Paffett, von der Pole Position aus gestartet, hatte sich gleich in der ersten Kurve gedreht und für einen Verkehrsstau gesorgt. Den zweimaligen DTM-Champion Mattias Ekström traf es noch härter. Der Schwede brachte seinen lädierten Audi gerade noch in die Box, für ihn war das Rennen jäh beendet. «Da merkt man, dass auch im Profisport Amateure unterwegs sind», klagte Ekström, der den Brasilianer Augusto Farfus im BMW für sein Ausscheiden verantwortlich machte.

    Abgefangen
    Jamie Green (M) konnte vor dem Ziel den vorn liegenden Martin Tomczyk überholen.
    Foto: David Ebener - DPA

    Nutznießer des turbulenten Startes war Ralf Schumacher. Der frühere Formel-1-Pilot setzte sich an die Spitze des Feldes, auch Tomczyk spülte der Start im Nassen nach vorne. Von Platz sechs aus gestartet, setzte sich der BMW-Pilot hinter Schumacher. In der 17. Runde übernahm der Rosenheimer dann sogar die Führung. Denn Schumacher musste wegen eines Elektronik-Problems bei seinem Rennwagen gleich drei Verfolger passieren lassen. Der Kerpener blieb beinahe mitten auf der Strecke stehen - Tomczyk, Spengler und Green überholten.

    Jubel
    Jamie Green freut sich mit dem Lenkrad in der Hand über den Sieg.
    Foto: David Ebener dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

    Paffet startete eine furiose Aufholjagd vom Ende des Feldes, die ihn zur Hälfte des Rennens sogar an die Spitze zurückführte. Zur gleichen Zeit musste Schumacher aufgeben - sein Wagen streikte. «Das hätte heute sehr, sehr gut werden können ohne diese Probleme», meinte Schumacher. Greens Fahrt zum Sieg und auf Platz zwei der Gesamtwertung konnte Schumacher nur noch am Bildschirm in der Boxengasse verfolgen. Der dritte Hersteller Audi dagegen erlebte bei seinem Heimrennen einen Absturz: bester Pilot war Mike Rockenfeller auf dem sechsten Rang. «Das ist ein Desaster», sagte Rockenfeller.

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