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    OberhofDamen-Staffel Vierte - Neuners Daumen hilft nicht

    Zum Auftakt des Heimweltcups in Ruhpolding haben die deutschen Biathletinnen mit der Staffel einen Podestplatz verpasst. Nadine Horchler, Miriam Gössner, Tina Bachmann und Andrea Henkel mussten sich über die 4 x 6 Kilometer mit Platz vier begnügen.

    Angefeuert
    Magdalena Neuner (l) und Miriam Gössner feuern in Ruhpolding die Staffel an.
    Foto: Andreas Gebert - DPA

    Das Daumendrücken von Magdalena Neuner brachte kein Glück. Obwohl die deutsche Biathlon-Rekordweltmeisterin in Ruhpolding erstmals seit ihrem Rücktritt wieder einen Weltcup besuchte, half ihre Unterstützung nicht. «Ich hätte ihnen einen Platz auf dem Treppchen gegönnt. Aber jede hat versucht, ihr Bestes zu geben», sagte Magdalena Neuner.

    Hoffnung
    Miriam Gössner bringt die Staffel zwischenzeitlich sogar in Führung.
    Foto: Andreas Gebert - DPA

    Das Quartett leistete sich vor 11 000 Zuschauern insgesamt neun Nachlader. Zu den drittplatzierten Tschechinnen fehlten den Deutschen am Ende 2,6 Sekunden. Den Sieg sicherte sich überlegen Norwegen vor Russland. Vor zehn Monate hatten Bachmann, Gössner und Henkel ihrer scheidenden Teamkollegin Magdalena Neuner deren zwölften WM-Titel sozusagen zum Abschied geschenkt. Diesmal stand Neuner an der Strecke und feuerte das Team an.

    Verschossen
    Tina Bachmann hatte Stehendschießen große Mühe.
    Foto: Andreas Gebert - DPA

    Auch im vergangenen Jahr hatten die Damen bis zur WM kein Teamrennen gewonnen. Die Trainer hatten bei der Suche nach der WM-Staffel die Aufstellung verändert. Nadine Horchler rückte vom Ende an den Anfang, Tina Bachmann nach hinten auf Rang drei. Die erstmals als Startläuferin eingesetzte Nadine Horchler brauchte beim zweiten Anschlag lange am Schießstand und ließ Zeit liegen. «Das Magazin ist nicht eingerastet. Das ist ärgerlich», sagte die 26-Jährige. Sie übergab nur als 16. mit einem Rückstand von 41,1 Sekunden auf Miriam Gössner.

    Schlussspurt
    Andrea Henkel versucht nach dem letzten Schießen noch einmal an den Podestplatz heranzulaufen.
    Foto: Andreas Gebert - DPA

    Doch die zweimalige Saisonsiegerin gab erneut Gas, nach dem ersten Schießen hatte sie schon 17 Sekunden auf die Spitze gut gemacht. Zudem zeigte die Bayerin, die zuletzt in Oberhof beim Verfolger gleich zehnmal in die Strafrunde musste, eine ganz starke Vorstellung mit ihrem Gewehr. Lediglich eine Extra-Patrone benötigte sie. Die Folge: Gössner flog in ihrer unnachahmlichen Manier an den Konkurrentinnen vorbei und übernahm die Führung.

    Ernüchterung
    Im Ziel reicht es für die Staffel mit Henkel aber nur zum vierten Platz.
    Foto: Andreas Gebert - DPA

    «Das war einfach genial. Ich hoffe, dass es bei ihr so weiter geht», lobte Magdalena Neuner ihre Freundin. Gössner plauschte im Zielraum mit ihrer einstigen Zimmerkollegin, zuvor haderte sie mit der schnellen Strecke. «Da laufen alle mit, da konnte ich gar nicht so viel gut machen», meinte die Gesamtweltcup-Zweite.

    Souverän
    Tora Berger läuft mit der norwegischen Fahne und großem Vorsprung über die Ziellinie.
    Foto: Andreas Gebert - DPA

    Den schwächsten Eindruck hinterließ Tina Bachmann. Die in dieser Saison überhaupt noch nicht in Tritt gekommene Sächsin wirkte müde. «Stehend hatte ich eine brutale Nähmaschine und das Laufen ging gar nicht», resümierte sie enttäuscht. Andrea Henkel, nach ihrem Grippe-Aussetzer in Oberhof wieder als Schlussläuferin eingesetzt, vergab durch zwei Nachlader im entscheidenden Schießen Rang drei. «Ich habe mich gar nicht so unsicher gefühlt am Schießstand. Die zwei Fehler hätten nicht sein müssen. Mir hat auch etwas die Spritzigkeit gefehlt.»

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