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    KölnBochum wie ein Absteiger - Köln genießt Situation

    Heiko Herrlich trabte mit leerem Blick vom Rasen, Lewis Holtby wagte sich als erster zögernd in die Fan-Ecke, seine Mitspieler suchten gegenseitig Trost. Es schien fast so, als seien die Fußball-Profis des VfL Bochum nach dem 0:2 (0:1) beim 1. FC Köln schon abgestiegen.

    Jubelbad
    Die Spieler des 1.FC Köln sonnen sich im Jubel der Fans.

    Freude
    Geschlossen bejubelt Kölns Mannschaft das 1:0.

    Doch noch bleiben drei Chancen, wenngleich die Situation nach dem neunten Spiel hintereinander ohne Sieg fataler denn je ist. «Das Wasser steht uns bis zum Hals», musste Bochums Sport-Vorstand Thomas Ernst eingestehen.

    Grätsche
    Der Kölner Taner Yalcin (l) holt Bochums Joel Epalle von den Beinen.

    Köln feierte vor 46 000 Zuschauern nach dem zweiten Bundesliga-«Doppelpack» seiner ManU-Leihgabe Zoran Tosic (15./78. Minute) den fast feststehenden vorzeitigen Klassenverbleib, Bochum rätselte, wie der einst komfortable Punkte-Vorsprung auf die Zone der akut Gefährdeten in einem schleichenden Prozess schwinden konnte. Eines war allen klar: So, wie die Elf von Trainer Herrlich in Müngersdorf auftrat, ist die Zweitklassigkeit programmiert.

    Lufthoheit
    Bochums Fabian (l) gewinnt ein Kopfballduell gegen den Kölner Podolski.

    Ängstlich, verunsichert, in der Offensive quasi nicht existent, null Kreativität: «Das war eine indiskutable Leistung», kommentierte Ernst die peinliche Darbietung bei den heimschwachen Kölnern, die dank Tosic 2010 zum ersten «Dreier» in ihrer Arena kamen. «Ein schönes Gefühl», ließ sich FC-Chefcoach Zvonimir Soldo entlocken.

    Technik
    Der Kölner Lukas Podolski (l) nimmt einen Ball mit der Brust an.

    Seinem Widerpart Herrlich sind diese Empfindungen längst abhandengekommen. Doch der 38-Jährige will sich angesichts der beklemmenden Lage und dem schwierigen Restprogramm nicht unterkriegen lassen. «Es gibt kein Gesetz, das uns verbietet, dort zu punkten», sagte Herrlich vor dem Aufeinandertreffen mit dem VfB Stuttgart am Freitag und dem Auftritt in München am 33. Spieltag - die Begegnung mit Hannover 96 am 8. Mai in Bochum soll auf keinen Fall zum «Endspiel» gegen den Abstieg werden.

    Sturz
    Kölns Petit kommt im Zweikampf mit dem Bochumer Fuchs zu Fall.

    Erklären konnte sich den blamablen Akt von Köln kein Bochumer. «Ich weiß es nicht, ich weiß es wirklich nicht», meinte Verteidiger Philipp Bönig. «Das Hauptproblem ist der Kopf, den Willen kann uns keiner absprechen», ergänzte VfL-Kapitän Marcel Maltritz. Manager Ernst tat dies aber - zumindest indirekt: «Es herrscht brutale Enttäuschung über das Ergebnis, aber auch über die Art, wie es zustande gekommen ist.»

    Abgeklärt
    Bochums Yahia (r) spielt den Ball vor dem Kölner Tosic.

    Die Vorstellung war eine glatte «Sechs», dennoch stellte sich Herrlich schützend vor sein Team. «Das sind ja keine Maschinen, das sind Menschen», meinte er und beschwor die Vergangenheit. «Wir müssen uns darauf besinnen, was uns stark gemacht hat», erinnerte der VfL-Coach an die Saisonphase im Winter, als der VfL achtmal nacheinander nicht verlor. Der ehemalige Bochumer Profi Ernst setzt vor den sportlichen Schicksalswochen ebenfalls auf Altbewährtes: «Unser Faustpfand in dieser Situation muss die Routine sein.»

    Ob das reicht, ist derzeit zweifelhaft. «Vielleicht hatte der eine oder andere ja das Gefühl, es läuft, wir sind gerettet», sagte Ernst. Positives lässt sich aus dem Abend in Müngersdorf jedenfalls nicht mitnehmen - allenfalls Hoffnung: «Vielleicht liegt ja gerade darin unsere Chance», sagte Ernst, angesprochen auf die nahezu unlösbaren Aufgaben Stuttgart und München. Herrlich flüchtete sich am Ende in die Trotz-Reaktion: «Noch sind wir nicht abgestiegen.»

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