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    MünchenAufstiegsaspiranten patzen - Ingolstadt überrascht

    Fortuna Düsseldorf kommt am 18. Spieltag der 2. Liga in Bochum nicht über ein Remis hinaus, bleibt aber in jedem Fall Tabellenführer im Fußball-Unterhaus. Für eine große Überraschung sorgte Ingolstadt, das durch ein 1:0 über St. Pauli nicht mehr Tabellenschlusslicht ist.

    Frust
    Paulis Torwart Philip Tschauner lässt seiner Verärgerung nach Spielende freien Lauf.
    Foto: Stefan Puchner - DPA

    Die Zweitliga-Rekordjäger aus dem Rheinland haben erstmals seit drei Wochen wieder Punkte abgegeben, immerhin aber ihre imposante Serie von 25 Punktspielen ohne Pleite im deutschen Fußball-Unterhaus bestätigt. Der Herbstmeister musste sich im Nachbarschaftsduell beim VfL Bochum mit einem 1:1 begnügen. Verfolger und Erstliga-Absteiger St. Pauli traf es noch wesentlich härter: Die Kiezkicker patzten überraschend beim bis dato Tabellenletzten FC Ingolstadt - und verpassten durch das 0:1 den vorübergehenden Sprung auf Tabellenrang zwei.

    Edeljoker
    Der Ingolstädter Marvin Matip fängt den Torschützen Ahmed Akaichi wieder ein.
    Foto: Stefan Puchner - DPA

    Zumindest der Fünfte SC Paderborn verkürzte seinen Rückstand nach oben durch ein souveränes 2:0 gegen Hansa Rostock. Der Fortuna (42 Punkte) richtig auf die Pelle rücken können Eintracht Frankfurt (38) und Greuther Fürth (36). Im Spitzenspiel duellieren sich die beiden Aufstiegsaspiranten. Pauli und Paderborn haben bis dato ebenfalls 36 Zähler gesammelt, die Hamburger waren nach dem Paukenschlag am Boden zerstört. «Heute war ein beschissener Tag», urteilte Stürmer Marius Ebbers. Pauli-Trainer André Schubert geißelte, «dass wir viel zu wenig investiert haben».

    Ungeschlagen
    Sascha Röslers (r) Treffer zum 1:1 bewahrte Düsseldorf vor einer Niederlage.
    Foto: Jonas Güttler - DPA

    Zufriedenheit demonstrierten die Fortunen. «Für uns ist der Punkt etwas sehr Schönes», behauptete Erfolgstrainer Norbert Meier nach den ersten Punktverlusten seit Mitte November. Damals kam Düsseldorf bei Union Berlin auch nicht über ein Remis hinaus, am Samstag in Bochum drohte nach dem Gegentreffer durch den Japaner Takashi Inui gar die erste Saisonpleite. Erst eine Viertelstunde vor Schluss traf Torjäger Sascha Rösler für die ungewohnt einfallslosen Zweitliga-Herrscher.

    Spielverderber
    Auch Paderborns Torschütze zum 2:0, Nick Proschwitz (r), verdarb das Debüt von Hansa-Trainer Wolf.
    Foto: Oliver Krato - DPA

    Immerhin «haben wir mittlerweile so viel Selbstvertrauen getankt, dass wir auch Spiele, die nicht unbedingt in unsere Richtung laufen, noch für uns gestalten können», bekannte Meier. Über das Düsseldorfer Remis dürfte man sich in gewisser Hinsicht sogar in Ostwestfalen noch gefreut haben - schließlich will Paderborn die Rheinländer am kommenden Freitag als erstes Zweitliga-Team überhaupt besiegen.

    Abgestaubt
    Im Nachsetzen erzielte der Berliner Christian Stuff (l) das 3:0 gegen den FSV Frankfurt.
    Foto: Robert Schlesinger - DPA

    Alban Meha und Senkrechtstarter Nick Proschwitz mit seinem elften Saisontor tüteten einen ungefährdeten Erfolg gegen die Mannen von der Ostsee ein, bei denen der Einstand des neuen Trainers Wolfgang Wolf gründlich misslang. Hinterher lag der Fokus schon ganz beim Schlussakkord. «Jetzt freuen wir uns alle auf die Herausforderung bei Fortuna Düsseldorf, die wir vor der Winterpause noch bestehen dürfen - hoffentlich», meinte Paderborns Coach Roger Schmidt.

    Misslungener Einstand
    Rostocks neuer Trainer Wolfgang Wolf konnte die Niederlage nicht verhindern.
    Foto: Oliver Krato. - DPA

    Dank des ersten Sieges unter Coach Tomas Oral rückt Ingolstadt auf Rang 16 vor. Ahmed Akaichi sorgte eine Minute vor Schluss für den unverhofften Sieg gegen Pauli. «Heute haben wir uns Gott sei Dank das Glück erarbeitet», meinte Oral. Neuer Letzter ist Rostock - dennoch setzen an der Ostsee alle auf bessere Zeiten. «Wir machen uns nicht verrückt, ich habe viele gute Ansätze gesehen, darauf bauen wir auf. Die Saison ist noch nicht gelaufen!», sagte der neue Trainer.

    Kopfballduell
    Matthias Cuntz (l) zog mit dem KSC beim MSV mit Daniel Brosinski den Kürzeren.
    Foto: Roland Weihrauch - DPA

    Nichts zu holen gab es auch für den Tabellen-16. Karlsruher SC. Die Badener unterlagen beim MSV Duisburg 1:3 - für den neuen Trainer Jörn Andersen war es im vierten Spiel die vierte Niederlage. «Was soll ich anderes sagen: Jetzt müssen wir halt gegen 1860 München gewinnen», meinte Andersen.

    Souverän
    Die Münchner Löwen konnten gleich dreimal jubeln.
    Foto: Andreas Gebert - DPA

    Seinen Aufwärtstrend setzte 1860 München fort - die «Löwen» überzeugten gegen Eintracht Braunschweig aber allenfalls durch ihre Cleverness. «Ich schäme mich etwas, weil wir katastrophal gespielt und trotzdem 3:0 gewonnen haben», räumte Münchens Stefan Aigner ein. «Letztlich zählen nur die drei Punkte.» Alemannia Aachen kletterte durch das 1:1 gegen Erzgebirge Aue auf Rang 14, Dynamo Dresden schlug Energie Cottbus im dritten Sonntagsspiel mit 2:1.

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