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  • Video-Schiedsrichter ist keine Lösung

    Viele Beteiligte hatten einen schlechten Abend erwischt im Estadio Santiago Bernabeu: Bayerns Mittelfeld-Ass Thiago etwa tauchte in einem großen Spiel wieder einmal ab, Münchens Trainer Carlo Ancelotti wählte eine wunderliche Ein- und Auswechselstrategie – und, was am ehesten in Erinnerung bleiben wird: Schiedsrichter Viktor Kassai lag etliche Male kolossal daneben. Zugunsten beziehungsweise zuungunsten beider Mannschaften übrigens.

    Jochen Dick.
    Jochen Dick.

    Jochen Dick zu den Diskussion nach dem Bayern-Spiel

    Im Nachhall eines denkwürdigen Champions-League-Abends ist so wieder einmal der Ruf nach dem Video-Schiedsrichter unüberhörbar. Es lässt sich schließlich leicht sagen, dass die totale Überwachung des Spiels das Allheilmittel, die Erlösung von bösen Überraschungen sei. Doch das ist ein Trugschluss.

    Was wäre denn passiert, wenn ein mit Allmacht ausgestatteter Video-Schiedsrichter mithilfe von Extrakameras und Zeitlupen dem zweifellos überforderten Kassai bei strittigen Tor-, Abseits- und Platzverweisentscheidungen zu Hilfe gekommen wäre? Bayerns Arturo Vidal hätte vermutlich früher als in der 84. Minute Gelb-Rot gesehen. Arjen Robben wäre der Foulelfmeter vor dem 1:0 wohl verwehrt geblieben. Das Münchner 2:1 hätte nicht gezählt, weil Robert Lewandowski knapp im Abseits stand. Madrids Casemiro wäre in der Schlussphase vom Platz geflogen. Und Cristiano Ronaldos Tore zum 2:2 und 3:2 hätten nicht gegolten, da der Portugiese beide Male im Abseits stand. Vielleicht hätten die Bayern so mit 0:2 verloren, vielleicht aber auch 1:1 gespielt oder gar 3:1 gewonnen – wer weiß?

    Ganz sicher aber wäre eine rassige Partie völlig ihrer Rasanz, ihrer Spannung, ihres Spielflusses beraubt worden. In sieben, acht Situationen hätte das fesselnde Duell unterbrochen werden müssen, um die Videobilder zurate zu ziehen – deren Interpretation wiederum für Diskussionen gesorgt hätte. Während der Halbfinalist, verdient oder unverdient, erst kurz vor Mitternacht festgestanden hätte. Wem wäre denn damit geholfen?

    E-Mail an den Autor: jochen.dick@rhein-zeitung.net

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