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    Kommentar: Der Kampf der Gerechten?

    Die Pünktlichkeit, mit der hierzulande geradezu hyperventilierend eine Debatte stets aufs Neue angestoßen wird, wenn das Kind mal wieder in den Brunnen gefallen ist – ist sie nicht so herrlich deutsch? Einige werden es mitbekommen haben: Am Wochenende beim DFB-Pokalfinale soll doch tatsächlich wieder ein Tor gefallen sein, das keine Anerkennung fand.

    RZ-Sportredakteur Klaus Reimann.
    RZ-Sportredakteur Klaus Reimann.

    Klaus Reimann zur Torlinientechnik 

    Das kann natürlich nicht ohne Folgen bleiben. Auf einmal erfährt das Wunderwerk Torlinientechnik wieder ungeahnte Anerkennung. Die Älteren unter uns werden sich schwach erinnern: Das war schon 2010 so, als der Engländer Frank Lampard bei der WM in Südafrika im Spiel gegen die DFB-Elf ein klares Tor erzielte, das dann nicht gegeben wurde. Und auch im vergangenen Jahr schlug kurzzeitig die Stunde der Technikfreaks, als der Leverkusener Stefan Kießling im Spiel gegen Hoffenheim ein Tor erzielte, das gar keines war.

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    Fußball: Ist die Torlinientechnik notwendiger denn je?

    Nach dem DFB-Pokal-Finale wird erneut über die Einführung der Torlinientechnik diskutiert. In der umstrittenen Szene aus der 64. Minute klärte Bayern-Spieler Dante einen Hummels-Kopfball (BVB) erst hinter der Torlinie. Ist die Torlinientechnik notwendiger denn je?

    Ja, dann gibt es keine Fehlentscheidungen mehr.
    69%
    Nein, es geht auch ohne teure Technik.
    13%
    Das ist mir egal!
    12%
    Ich spiele lieber Golf.
    6%
    Stimmen gesamt: 659

    Ja, das Phantom Torlinientechnik geistert immer wieder mal herum im deutschen und im internationalen Fußball. Aber wie schrecklich schnell gerät es dabei auch in Vergessenheit? Als die 36 deutschen Profiklubs vor knapp zwei Monaten über die Einführung der Torlinientechnik abstimmen sollten, war die große Mehrheit jedenfalls dagegen. Anscheinend war der zeitliche Abstand zu den oben genannten Ereignissen schon wieder zu groß. Zudem scheute so mancher Klub die Kosten – zwischen 250 000 und 500 000 Euro für drei Jahre sind wohl zu viel verlangt.

    Kommen wir zurück auf das Riesenereignis in Berlin – also das nicht gegebene Tor jetzt. Ja, der von BVB-Coach Jürgen Klopp vermisste Torrichter hätte die Situation womöglich klären können. Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Denn überall dort, wo Menschen wirken, werden auch Fehler gemacht. Der Fußball lebt davon. Und das gar nicht einmal schlecht. Übrigens: Torrichter und Torlinientechnik wären auch in Berlin in einem Punkt aus dem Spiel gewesen. Über eine mögliche Abseitsstellung von Mats Hummels bei seinem Kopfball hätte sich Schiedsrichter Florian Meyer gar nicht informieren dürfen. Im schlimmsten Fall kann also ein Tor anerkannt werden, das auf illegale Weise gefallen ist. Für was also bitte wollen wir künftig noch alles den Videobeweis einführen? Für klare oder nicht klare Elfmeter, für Abseits oder nicht Abseits? Nein, kommt die Torlinientechnik, bringt das keine Klarheit, sondern nur neue Diskussionen. Ach, Gerechtigkeit ...

    E-Mail an den Autor: klaus.reimann@rhein-zeitung.net

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