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    Die Problemfälle des Joachim Löw

    Bastian Schweinsteiger ist wieder verletzt, Mario Götze außer Form und Max Kruse ausgeladen. Was wird aus den drei Problemfällen im Hinblick auf die EM? Unsere Prognose:

    Kapitän von Bord: Joachim Löw muss in den beiden Testspielen auf den erneut verletzten Bastian Schweinsteiger (rechts) verzichten.  Foto: dpa
    Kapitän von Bord: Joachim Löw muss in den beiden Testspielen auf den erneut verletzten Bastian Schweinsteiger (rechts) verzichten.
    Foto: dpa

    Aus Berlin berichtet unser Redakteur Klaus Reimann

    Berlin. Es kann dem Fußball dieser Tage nicht schaden, zur Abwechslung auch mal wieder für die Werte zu stehen, die diesen Sport so populär und hierzulande auch erfolgreich gemacht haben. Mannschaftsgeist zum Beispiel ist ein solch unabdinglicher Wert für Erfolg. Das haben sie auch bei Mercedes, dem Generalsponsor des DFB und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, herausgefunden und mit Blick auf die anstehende EM gleich mal eine Kampagne gestartet. "Vive la Mannschaft" lautet das vom Geist des Kreativen geküsste Sponsoren-Motto für das Turnier in Frankreich vom 10. Juni bis 10. Juli. Wie schon beim WM-Titel vor zwei Jahren in Brasilien soll es also auch beim Nachbarn der Teamgeist zum Besten richten.

    Doch zum Besten ist es momentan (noch) nicht gestellt um Löws Mannschaft. Nach dem unrühmlichen Ende des Jahres 2015 mit den Terroranschlägen beim Länderspiel in Paris, nach viermonatiger Abstinenz von allem Länderspieldasein erfolgt jetzt also mit dem Testspieldoppel gegen England (Sa., 20.45 Uhr, ZDF) und Italien (Di., 20.45 Uhr, ARD) der Kaltstart ins EM-Jahr. Wobei es nicht allein aus sportlicher Sicht noch schwerfällt, mit dem Turnier warm zu werden. Zu frisch sind die Erinnerungen an traumatische Tage von Paris, die jetzt durch die Ereignisse in Brüssel den Nationalspielern noch einmal ins Gedächtnis gerufen wurden. "Wir lassen uns nicht beeindrucken", sagte zwar Joachim Löw, gleichwohl stimmt auch den Bundestrainer die unheilvolle Entwicklung "nachdenklich".

    Aber auch aus sportlicher Sicht muss Löw einiges an Kopfarbeit leisten. Auf manch offene Frage gibt es noch keine Antwort. Wobei es in erster Linie der personelle Dreiklang Schweinsteiger, Götze, Kruse ist, der dem Bundestrainer Sorgen bereitet.

    Bastian Schweinsteiger: Bei Manchester United nicht der erhoffte Heilsbringer, zudem häufig verletzt, setzt sich die Seuchensaison des Ex-Münchners bei der DFB-Elf nahtlos fort. Im Training verletzte sich der England-Legionär folgenschwer. Innenbandteilriss im rechten Knie, so lautet die Diagnose. Für die Partien gegen England und Italien fällt der Kapitän definitiv aus. Damit entwickelt sich Schweinsteiger für die EM mehr und mehr zum Risikokandidaten. Wird er überhaupt noch fit bis zum Juni? Und wenn ja, in welcher Form befindet er sich dann? Ganz abgesehen von der Frage, ob der 31-Jährige überhaupt noch in der Lage ist, ein Turnier auf hohem Niveau zu spielen. Prognose: Die EM wird ohne Schweinsteiger stattfinden.

    Mario Götze: Da sind sie ja endlich, die lang erwarteten Gerüchte über eine Rückkehr des in München die meiste Zeit über unglücklichen Dauertalents zur einstigen Spielstätte Dortmund. Der Bundestrainer wollte sich dazu nicht äußern, wird aber in den nächsten Tagen "das Gespräch mit dem Spieler suchen". Mit Blick auf die EM setzt Löw aber ohne Wenn und Aber auf den spielstarken Götze. "Er bringt die perfekte Einstellung mit und ist ein ganz wichtiger Spieler für mich", lobte der DFB-Chefcoach den Mann, der "hervorragend in kleinen Räumen spielen kann". Löw hofft auf möglichst viel Einsätze der sensiblen Kreativkraft bei den Bayern für den Rest der Saison. Denn das hat auch der Trainer in den wenigen Trainingsstunden in Berlin schon ausgemacht: "Götze hat noch nicht die Form und die Fitness, wie das vor seiner Verletzung der Fall war." Doch Löw will und wird ihn schon hinkriegen. Prognose: Götze ist in Frankreich in jedem Fall dabei.

    Max Kruse: Das "Enfant terrible" im DFB-Team hat nach seinen Eskapaden von Löw abermals einen Denkzettel verpasst bekommen. Den Rauswurf für die beiden Testspiele in Berlin und München indes darf jeder potenzielle EM-Kandidat als deutliches Signal begreifen. Wer den Fokus auf dem Rasen und außerhalb des Spielfeldes nicht voll und ganz auf das Turnier legt, wird in Frankreich nicht dabei sein, so die klare Botschaft des Bundestrainers. Ganz abschreiben möchte Löw den Wolfsburger Stürmer nicht. "Vielleicht lernt er ja draus", hofft Löw. Er werde das "ganz genau beobachten". Doch wer den Weltmeister-Trainer kennt, weiß um dessen Wertestabilität. "Vive la Mannschaft" - das funktioniert auch ohne Kruse. Prognose: Der Angreifer wird die EM am Fernseher erleben.

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