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    HammSSG kehrt in die Oberliga zurück

    Es ist 19.12 Uhr am Samstagabend. Der Angriffsschlag der SG Rehamed Südpfalz fliegt im hohen Bogen über das Netz in der Großsporthalle von Hamm und meterweit ins Aus. Hans-Jürgen Schröder ballt die Faust, strahlt und rennt genauso wie seine Spieler jubelnd aufs Spielfeld. In diesem Moment steht fest, worauf vieles schon seit Wochen hingedeutet hatte: Die Volleyballer der SSG Etzbach haben mit diesem 3:0-Erfolg (25:16, 25:20, 25:14) über die Kombinierten aus Herxheim, Neupotz, Rheinzabern, Rohrbach und Rülzheim die Meisterschaft in der Rheinland-Pfalz-Liga unter Dach und Fach gebracht und kehren in die Oberliga zurück. Die Frauenmannschaft hatte damit offensichtlich fest gerechnet und in guter Tradition wie bereits im vergangenen Jahr beim Aufstieg in die Rheinland-Pfalz-Liga ein Meistertransparent gebastelt, das sich nach dem Matchball schnell in den Händen von Erwin Tjart befand.

    So ganz unvorbereitet waren die Etzbacher nicht: Die Spielerinnen der Frauenmannschaft hatten ein Meistertransparent angefertigt, das nach dem Sieg über die SG Rehamed Südpfalz schnell ausgerollt wurde.  Fotos: René Weiss
    So ganz unvorbereitet waren die Etzbacher nicht: Die Spielerinnen der Frauenmannschaft hatten ein Meistertransparent angefertigt, das nach dem Sieg über die SG Rehamed Südpfalz schnell ausgerollt wurde. Fotos: René Weiss
    Foto: René Weiss

    1998 schlug die Mannschaft von der Sieg zuletzt in der fünfthöchsten deutschen Klasse auf. Drei Spieler aus dem frischgebackenen Etzbacher Meisterteam (Henry Dyck, Boas Janzen und Noah Schuller) waren damals noch nicht einmal geboren. "Die Mannschaft freut sich riesig auf die Oberliga und wird diese Herausforderung annehmen", sagte Trainer Schröder. "Uns erwartet natürlich ein anderes Niveau, aber wenn sich unsere jungen Leute weiterentwickeln, ist mir nicht bange. Die werden kommen und haben ja auch ein paar Ältere, an denen sie sich orientieren können. Die Erfahrung von René Gerhards, Dennis Nickel und Julian Schröder brauchen wir in der Oberliga." "Ältere", das ist in Etzbach relativ. 31, 29 und 24 Lenze weisen die drei vom Trainer genannten "Routiniers" auf.

    Als die SSG Etzbach letztmals in der Oberliga spielte, war Zuspieler Henry Dyck (hinten links) noch nicht einmal geboren. Ab September messen sich er, Erwin Tjart (rechts) und ihre Kollegen mit neuen Gegnern in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse.
    Als die SSG Etzbach letztmals in der Oberliga spielte, war Zuspieler Henry Dyck (hinten links) noch nicht einmal geboren. Ab September messen sich er, Erwin Tjart (rechts) und ihre Kollegen mit neuen Gegnern in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse.
    Foto: René Weiss

    Die drei noch fehlenden Zähler holte die SSG gegen die abstiegsbedrohten Südpfälzer sehr souverän. Die ersten beiden Durchgänge verliefen zunächst ausgeglichen, aber in den entscheidenden Phasen zog Etzbach zweimal davon. In Durchgang Nummer drei waren die Gastgeber auf dem Weg zu den Feierlichkeiten dann nicht mehr zu bremsen und machten kurzen Prozess. "Ich habe vor dem Spiel in der Kabine deutlich gemacht, dass die Mannschaft noch einmal 100 Prozent geben muss und eine Leistung wie zuletzt gegen Bretzenheim im ersten Satz nicht reicht", gab Schröder zu Protokoll. Seine Worte brannten sich offenbar genau an der richtigen Stelle im Kopf der Spieler ein.

    Obwohl die Etzbacher schon im Vorfeld des Heimspieltags mit mehr als einem Bein in der Oberliga gestanden hatten und der Staffelleiter den SSG-Trainer regelrecht dazu drängte, bereits vor der endgültigen Gewissheit eine Platzziffer für die kommende Saison in der Oberliga zu ziehen, um den Spielplan festzurren zu können, hatte Schröder ein leicht mulmiges Gefühl im Magen. Aber auch das berufsbedingte Fehlen von André Goda und der Ausfall des verletzten Dennis Nickel (Muskelfaserriss) konnten den Einheimischen nichts antun. "Ich hatte überlegt, Spieler von den Alten Herren als Ersatz zu akquirieren, aber die Mannschaft hat gesagt, dass sie das auch so schaffen", ließ Schröder wissen.

    Das zeugt von einem gewissen Glauben an sich selbst, den die Etzbacher in dieser Runde mit ihren Siegen gewannen. Der Ankündigung folgten Taten. Zumindest gegen die Südpfalz. Später gegen Trier kassierte Etzbach seine erste Niederlage in dieser Spielzeit (25:21, 18:25, 21:25, 25:13, 11:15). Der 3:2-Sieg kam den Moselanern im Kampf um den Klassenverbleib gerade recht. "Wir haben wohl gedacht, dass wir dieses Spiel von alleine gewinnen", vermisste der SSG-Trainer die letzte Konzentration, nahm das seinen Schützlingen aber nicht im Geringsten übel. "Unseren Feierlichkeiten tut das Ergebnis keinen Abbruch."

    SSG Etzbach: Dyck, Gerhards, Herden, Hermann, Hombach, Janzen, Schreiter, Schröder, Schuller, E. Tjart.

    Von unserem Mitarbeiter René Weiss

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