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    GrenzauTrio komplett: TTC Grenzau holt chinesischen Topspieler Kou Lei

    Tischtennis-Bundesligist TTC Zugbrücke Grenzau hat eine neue Nummer eins für seine 35. Saison in der deutschen Eliteklasse gefunden: Kou Lei, chinesischer Topspieler, wechselt zur neuen Spielzeit zum Westerwälder Klub und wird dort an der Spitzenposition den Kroaten Andrej Gacina ersetzen, den es nach Russland zieht. "Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, eine neue Nummer eins zu verpflichten", zeigte sich TTC-Präsident Manfred Gstettner erleichtert ob der nun vollständigen Kaderstärke. "Damit können wir unseren Zuschauern erneut ein bundesligataugliches Team präsentieren und attraktiven Tischtennissport im Westerwald anbieten."

    Kou Lei, Chinese mit ukrainischem Pass, hier bei den European Games in Baku im Match gegen Ex-Europameister Vladimir Samsonov, wird in der nächsten Saison der neue Spitzenspieler beim TTC Grenzau sein.  Foto: dpa
    Kou Lei, Chinese mit ukrainischem Pass, hier bei den European Games in Baku im Match gegen Ex-Europameister Vladimir Samsonov, wird in der nächsten Saison der neue Spitzenspieler beim TTC Grenzau sein.
    Foto: dpa

    Kou Lei, der international für die Ukraine spielt, kommt aus Spanien vom Topklub San Sebastian de los Reyes an den Brexbach und bringt reichlich Erfahrung mit. 2008 startete der 28-Jährige bei den Olympischen Spielen in seiner Heimat Peking, im Vorjahr holte der gewiefte Angriffsspieler Bronze bei den European Games in Baku. Dort wurde er auf seinem Siegeszug erst im Halbfinale von Vladimir Samsonov gestoppt. In der Weltrangliste kletterte Kou Lei in den vergangenen Jahren kontinuierlich und wird derzeit auf Rang 56 geführt. Bei der WM 2015 drang er bis ins Achtelfinale vor.

    Den Kontakt zum Westerwälder Bundesligisten hat ein alter Bekannter geknüpft: Chen Zhibin, langjähriger Spitzenspieler am Brexbach und heute als Trainer für Singapur tätig, ist mit Kou befreundet und hat ihm die Vorzüge der Grenzauer Tischtennis-Hochburg schmackhaft gemacht. "Zhibi hat uns geholfen und zwischen Verein und Spieler vermittelt", erklärte Gstettner, der in den vergangenen Tagen und Wochen viel auf Achse war, um an einer neuen schlagkräftigen Mannschaft zu basteln. Umso mehr freut es den langjährigen TTC-Macher, dass die Stammformation nun gefunden ist. Kou wird mit seiner Familie zur neuen Saison in die Kannenbäckerstadt ziehen und hat am Brexbach einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

    Neben der neuen Nummer eins, die als extrem trainingsfleißig gilt, hatte der TTC zuvor bereits das 18-jährige Toptalent Kohei Sambe verpflichtet. Sambe kommt vom Zweitligisten TTC Ober-Erlenbach und ist seit drei Jahren der beste Spieler im Bundesliga-Unterhaus. Zudem wurde das deutsche Talent Liang Qiu weiter an den Verein gebunden. "Damit steht das Gerüst unseres Teams. Mit Masaki Yoshida sind wir zudem in Gesprächen. Er wird uns wohl als Reservespieler weiter zur Verfügung stehen", sagte Grenzaus Präsident.

    Der neuen Mannschaft traut Gstettner zu, einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen. "Das Team spielt attraktiv, ist jung und sehr entwicklungsfähig." Allerdings weiß Gstettner auch, dass auch die Konkurrenz ihre Hausaufgaben gemacht hat: "Alle haben sich sehr gut verstärkt, sodass uns eine spannende Saison ins Haus steht."

    Die Planungen der Grenzauer Klubführung sind mit Kous Verpflichtung allerdings nicht abgeschlossen. Jetzt stehen Gespräche mit dem Trainerteam sowie der TTC-Reserve an. Rainer Stauber

    TTC Grenzau
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