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    BielefeldFavoritinnen besiegt, Doppel-Gold geholt: Wan Yuan schreibt DM-Geschichte

    Die erste Medaille für Wan Yuan bei einer deutschen Meisterschaft der Frauen ist gleich eine goldene. Freudestrahlend fielen sich die Bundesliga-Spielerin der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim und ihre Doppelpartnerin Chantal Mantz in die Arme, als sie den Matchball zum 11:8 verwandelt hatten.

    Großer Erfolg: Wan Yuan (TTG Bingen/Münster-Sarmsheim) holte sich im Doppel den DM-Titel.
    Großer Erfolg: Wan Yuan (TTG Bingen/Münster-Sarmsheim) holte sich im Doppel den DM-Titel.
    Foto: Petra Steyer

    Von unserem Mitarbeiter Gert Adolphi

    Die beiden jungen Tischtennisspielerinnen - Wan Yuan ist 18, Mantz 19 - hatten bei der DM in Bielefeld Geschichte geschrieben. Nicht der 4:2-Sieg im Endspiel über Yuko Imamura/Kathrin Mühlbach (TTVg Kleve/LTTV Leutzscher Füchse) war die große Sensation. Im Halbfinale hatte das Duo aus Bingen und Schwabhausen die Top-Favoritinnen Sabine Winter und Kristin Silbereisen (DJK Kolbermoor) aus dem Wettbewerb geworfen.

    "Damit hatte ich auf keinen Fall gerechnet", kommentierte Wan Yuan den Titelgewinn. "Am Anfang des Turniers hätte ich nie gedacht, dass wir gewinnen." Auch Joachim Lautebach machte aus seiner Überraschung keinen Hehl. "Für mich war schon das Erreichen des Halbfinales ein schöner Erfolg", sagte der TTG-Vorsitzende.

    In der Vorschlussrunde waren Wan Yuan und Mantz klare Außenseiterinnen. Silbereisen/Winter sind ein eingespieltes Doppel. Sie treten auch in der Bundesliga gemeinsam an und stehen dort an der Spitze der Bestenliste. Erst eine ihrer 13 Partien haben die Spielerinnen des Tabellenzweiten verloren. Im Einzelwettbewerb standen sich die Vereinskolleginnen in Bielefeld im Endspiel gegenüber. Silbereisen gewann. "Wir waren einfach super locker", kommentierte Wan Yuan den Sieg über das Duo aus Kolbermoor. "Wir hatten nichts zu verlieren. Die anderen standen eher unter Druck. Wir haben einfach unser bestes Tischtennis gezeigt. Da hat alles gepasst."

    Den ersten Satz verloren die beiden jungen Spielerinnen in der Verlängerung, zogen dann aber auf 3:1 davon. Ihre Gegnerinnen glichen wieder aus. Jetzt hatten auch Wan Yuan und Mantz etwas zu verlieren. Der fast schon greifbare Endspieleinzug war wieder in Gefahr. Doch die jugendliche Unbekümmertheit der Underdogs litt nicht darunter. "Wir haben uns keine großen Gedanken gemacht", sagte Wan Yuan. "Wir haben einfach nur gespielt. Das war ausschlaggebend." Mit 11:7 machte das Duo im siebten Satz die Überraschung perfekt.

    In der anderen Vorschlussrundenpartie hatten sich in Imamura/Mühlbach auch die Außenseiterinnen durchgesetzt. Der Ausgang des Endspiels war offen. Es gab keine Favoritinnen mehr. Das kostete Wan Yuan und Mantz auch einen Teil ihrer Lockerheit. "Im Finale war ich deutlich nervöser, weil ich realisiert habe, dass wir eine Chance haben, den Titel zu gewinnen", sagte die TTG-Spielerin. "Während des Spiels habe ich versucht, nicht so viel daran zu denken." Die ersten beiden Sätze gingen an das Duo aus Bingen und Schwabhausen. Doch dann machte sich die Anspannung bemerkbar. Im dritten Durchgang vergab es eine 6:2-Führung, und auch im vierten reichte ein knapper Vorsprung nicht zum Satzgewinn. Doch Wan Yuan und Mantz fingen sich wieder. "Ab dem fünften Satz haben wir wieder die Taktik gespielt, die wir uns vorgenommen hatten", sagte die 18-Jährige. Mit 11:6 und 11:8 machten sie den Gewinn der Goldmedaillen perfekt.

    Im Einzelwettbewerb kämpfte sich Wan Yuan bis in die Runde der besten acht Spielerinnen vor. Dort unterlag sie Sabine Winter 1:4. "Auch damit bin ich super zufrieden", sagte die 18-Jährige. "Ich habe gut gespielt, auch im Viertelfinale, aber letztendlich war Sabine besser als ich. Ich muss schon noch ein Stück stärker werden, um gegen sie zu gewinnen."

    Wan Yuan ist nicht die einzige Spielerin der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim, die sich einen nationalen Titel sicherte. Dana Cechova wurde durch einen 4:1-Endspielsieg tschechische Einzelmeisterin und gewann im Mixed Silber.

    Tischtennis (EL)
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