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  • Bad KreuznachLokalmatador Rück verpasst Streckenrekord knapp

    Wer sich in der regionalen Läuferszene auskennt und vor dem Start seine Favoriten ausgemacht hatte, der erlebte beim 27. Seppel-Kiefer-Gedächtnislauf der Lauffreunde Naheland Bad Kreuznach manche Überraschung.

    Imposant: Ein großes Teilnehmerfeld mit 142 Startern macht sich auf die Fünf-Kilometer-Strecke beim Seppel-Kiefer-Lauf im Salinental. Bereits vorne: Nelson Rück (Nummer 573).  Foto: Klaus Castor
    Imposant: Ein großes Teilnehmerfeld mit 142 Startern macht sich auf die Fünf-Kilometer-Strecke beim Seppel-Kiefer-Lauf im Salinental. Bereits vorne: Nelson Rück (Nummer 573).
    Foto: Klaus Castor

    Bestes Beispiel: die Zehn-Kilometer-Strecke. Viele hatten damit gerechnet, dass Silvesterlauf-Sieger Christian Bock aus Boppard das Rennen machen würde, doch schon nach der ersten Runde hatte Lukas Engelbert einen deutlichen Vorsprung herausgeholt. Am Ende hatte der Student, der zum ersten Mal im Salinental am Start war, die Nase vorn. 34:10 Minuten wurden für ihn gestoppt. „Ich hatte gehofft, unter meiner Bestzeit von 34:07 Minuten bleiben zu können“, sagte der Gesamtsieger vom TCEC Mainz, der von Hause aus Triathlet ist. Vielleicht lag es am kräftigen Wind, gegen den die Athleten ankämpfen mussten. Trotzdem war Engelbert zufrieden und lobte den Rundkurs: „Das ist eine schöne Strecke, sehr verwinkelt, aber abwechslungsreicher, als immer geradeaus zu laufen.“ Bock, der mittlerweile für den TuS Heltersberg antritt, kam als Zweiter ins Ziel, hatte aber einen Rückstand von 50 Sekunden. „Das war nicht mein Tag“, bilanzierte er. Ähnlich fiel das Fazit von Kathrin Stausberg (TV Bad Sobernheim) aus, die 2016 schnellste Frau gewesen war. Heuer erreichte sie Rang sieben, in der Frühphase der Saison jedoch kein Problem für sie. Zumal sie sich zuvor schon sportlich betätigt hatte und die Strecke von ihrem Wohnort Nußbaum nach Bad Kreuznach mit dem Fahrrad zurückgelegt hatte. Bei den Frauen schafften es in Zane Grike (1./40:22 Minuten) und Katharina Paulus (3.) zwei Athletinnen von Lübbers-mpt.de aufs Siegerpodest, auf Rang zwei lief Anne Eifler vom Triathlon-Team Rhein-Nahe. Gut unterwegs war auch Marie-Louise Böhler von den Lauffreunden als Vierte, und Iris Walter (TV Meisenheim) sicherte sich als Sechste ebenfalls Punkte für die Laufliga, die sie im Jahr 2016 gewonnen hatte.

    Die nächste Überraschung gab's beim Halbmarathon, den in Simon Schickert (ASV Köln) ein weiterer Premierengast in einer Zeit von 1:21:13 Stunden für sich entschied. Vorjahressieger Janek Taplan hatte das Feld lange angeführt, den späteren Sieger sowie Karol Flejmer und den Bad Kreuznacher Thomas Wilde auf der letzten Runde aber wegen Krämpfen ziehen lassen müssen. Schickert war am Vortag aus Schwäbisch Hall angereist und nutzte die 21,1 Kilometer entlang der Nahe als Härtetest für den Bonn-Marathon in zwei Wochen. „Ich war etwas langsamer als geplant, aber es war ein guter Lauf, und die Strecke ist sehr schön. Leider sind die Wege etwas schmal“, sagte Schickert. In der Region bekannte Namen fanden sich in den Top Drei der schnellsten Läuferinnen: Melanie Jouaux, die früher für den LC 80 Bad Kreuznach gestartet war, setzte sich in 1:35:51 Stunden durch. Zweite wurde Pamela Alsentzer (Kaufhof), auf Rang drei kam Tave Chapman (ohne Verein).

    Werner Göbel, der Vorsitzende der Lauffreunde Naheland, freute sich, dass immer wieder neue und starke Läufer den Weg ins Salinental finden: „Es sind einige Athleten aus der Alzeyer Ecke dabei, da hat unser Trainer Hans-Peter Tiedje einige motiviert. Und auch aus dem Frankfurter Raum kamen einige. Anscheinend haben wir einen günstigen Termin erwischt.“ Zudem spielte das Wetter mit. Am Samstag hatte es so kräftig geregnet, dass die Streckenmarkierungen auf dem Boden weggespült wurden und noch einmal erneuert werden mussten. Dafür war es am Wettkampftag trocken, dazu gab es angenehme Temperaturen, was sich umgehend bei den Nachmeldungen niederschlug. Mehr als 100 Sportler hatten sich kurzfristig für einen Start entschieden, sodass die Teilnehmerzahl mit 458 Startern über denen der vergangenen Jahre lag. „Ich hatte befürchtet, dass es weniger Teilnehmer werden, weil wir die Startgebühren ein bisschen anheben mussten, aber das war nicht der Fall“, sagte Göbel. Dafür sparte die elektronische Zeitnahme mit Chip-System, die für die Erhöhung verantwortlich ist, Personal im Zielbereich ein.

    Dennoch war ein großes Helferkontingent von rund 50 Leuten nötig, um einen reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung zu gewährleisten. Neben den Strecken über fünf (142 Starter) und zehn Kilometer (141), die traditionell die größte Anziehungskraft haben, waren auch die Läufe für den Nachwuchs beliebt. Speziell die 1000- und 1500-Meter-Distanzen wurden gut angenommen. Und während die Erwachsenen noch ihre Runden durchs Salinental drehten, durften die Lauftalente bei der Siegerehrung schon Medaillen sowie kleine Überraschungen entgegennehmen.

    Apropos Überraschung: Die blieb beim Fünf-Kilometer-Lauf aus. Dort wurde Lokalmatador Nelson Rück seiner Favoritenrolle gerecht und verschaffte sich in 16:05 Minuten einen satten Vorsprung auf die Verfolger Sören Rathgeber (USC Mainz/17:28) und Gunnar Dussa (LLG Wonnegau/17:36). „Das ist meine Heimstrecke, ich kenne jede Kurve, weiß, wo man langsam machen muss“, sagte Rück, für den die Laufliga in diesem Jahr kein Thema ist. Er konzentriert sich auf die 5000 Meter und will die DM-Norm (15:45 Minuten) erfüllen. „Darin sehe ich auch kein Problem, wenn er auf dieser Strecke und ganz allein an der Spitze schon so schnell läuft“, erklärte sein Trainer Hans-Peter Tiedje. Einen kleinen Wermutstropfen gab es für Rück allerdings: Den Streckenrekord verpasste er um die Winzigkeit einer Sekunde. „Dann eben nächstes Jahr“, kündigte der 18-Jährige an.

    Von unserer Mitarbeiterin Tina Paare

    „Ich habe schon scherzhaft gesagt, das Salinental ist meine zweite Heimat.“

    Werner Göbel, der Vorsitzende der Lauffreunde Naheland Bad Kreuznach, hat viel Zeit in die Vorbereitung des Seppel-Kiefer-Gedächtnislaufs investiert.

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