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    Kommentar: Kein Erfolg ohne Identifikation

    In den 1990er-Jahren sind Basketballer und Volleyballerinnen an dem Unternehmen gescheitert, hochklassigen Sport in Koblenz zu etablieren. Jetzt hat es die Handballerinnen der Vulkan-Ladies erwischt, und die Fußballer des Traditionsvereins TuS Koblenz leben auch nicht eben in üppigen Verhältnissen. Hat der Leistungssport in der Region denn überhaupt keine Chance?

    Sportredakteur Stefan Kieffer zum Aus für die Vulkan-Ladies

    Die Klagen von Vulkan-Ladies-Chef Manfred Sattler über die mangelnde Sport-Affinität der heimischen Politik und Wirtschaft sind nachvollziehbar, doch am Scheitern der Vision, Bundesliga-Handball dauerhaft nach Koblenz zu bringen, trägt der Verein selbst gehörig Schuld. Knackpunkt war zweifellos im Verlauf der zweiten Bundesligasaison die öffentlich nie zufriedenstellend begründete Entlassung von Aufstiegstrainerin Ildiko Barna.

    Mit der Trainerin verabschiedete sich sogleich die beste Spielerin Svenja Huber, andere Weiberner "Urgesteine" wie Nadja Zimmermann und Eva Frank sagten wenig später frustriert und unzufrieden ihrem Verein Lebewohl, "Handballdenkmal" Simone Salz wurde nach ihrem Karriere-Ende nicht in den Verein eingebunden. Der Kern der Aufstiegsmannschaft war gesprengt, in der Folge sah sich Sattler gezwungen, mangels geeigneter Talente aus der Region Spielerinnen aus ganz Europa zu verpflichten. Denen fehlte es bei allen sportlichen Fähigkeiten naturgemäß an der Identifikation mit dem Verein und der Region und in sportlichen Krisenzeiten demzufolge an der Bereitschaft, für ihren Klub das Letzte zu geben.

    Zahlreiche Konkurrenzvereine aus Erster und Zweiter Bundesliga, die über weniger Geld, aber über mehr lokale Bindung verfügen, haben es den Ladies vorgemacht, wie Leidenschaft und Identifikation über individuelle Klasse triumphieren können. Bestes Beispiel sind die Trierer Miezen, die trotz sportlicher Dauerkrise die Mehrzahl der Rhein-Mosel-Derbys gewonnen haben. So wirkte das Projekt Spitzenhandball in Koblenz zuletzt wie aufgepropft, die Europaauswahl fand keine gemeinsame Sprache und keine gemeinsame Linie, der Misserfolg war absehbar. Kein Wunder, dass sich da die Sponsoren bedeckt halten. Wer investiert schon gern in ein sinkendes Schiff?

    E-Mail an den Autor: stefan.kieffer@rhein-zeitung.net

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