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    KoblenzJetzt ist sogar der Trainer der Vulkan-Ladies einfach nur ratlos

    Die Zweitliga-Handballerinnen der Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern können zu Hause nicht mehr gewinnen. Das 20:26 (8:13) gegen die deutlich bessere SG H2Ku Herrenberg war bereits die fünfte Heimpleite in Serie für die Mannschaft von Trainer Caslav Dincic. Dabei offenbarten die Gastgeberinnen dermaßen große Schwächen, dass sie ihren Trainer am Ende ratlos zurückließen. Dincic: "Heute bin ich selbst ratlos. In meiner langen Trainerkarriere ist mir das noch nicht passiert. Ich kann keine Antworten auf die Frage liefern, warum wir so schlecht waren." Und das nach einer Trainingswoche, die der Serbe als "wirklich gut" empfunden hatte.

    Kollektive Enttäuschung herrschte nach der Heimniederlage bei den Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern.  Foto: René Weiss
    Kollektive Enttäuschung herrschte nach der Heimniederlage bei den Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern.
    Foto: René Weiss

    In der Conlog-Arena erlebten 453 Zuschauer eine Mannschaft, der zumindest in Sachen Einstellung nichts vorzuwerfen war. Aber die SG H2Ku zeigte deutlich auf, dass es dem Kader der Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern an Qualität mangelt. Herrenberg hatte an diesem Samstagabend eine Abwehr, hinter der sich Torhüter nicht verloren vorkommen müssen. Die Gäste spielten mannschaftlich geschlossen und agierten kühl und abgebrüht in allen Spielsituationen, insbesondere als Koblenz/Weibern eine kleine Aufholjagd von 9:15 auf 12:15 startete. Während sich bei den Gästen gleich zehn von elf eingesetzten Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintrugen, waren es bei den Vulkan-Ladies nur sechs von zehn. Der SG H2Ku Herrenberg gelang es mit einer hervorragend stehenden Innenverteidigung gleich sechsmal, die gegnerischen Würfe zu blocken, den Gastgeberinnen glückte das nur einmal. Die Halbverteidigerinnen der Gäste bekämpften den Rückraum so aggressiv, dass den Vulkan-Ladies im ersten Durchgang kein einziger Treffer aus der zweiten Reihe gelang, während auf der Gegenseite oft ein kleiner Wackler genügte, um die Lücke im brüchigen Defensivverband zu finden. Bei den Gästen stand ein funktionierendes Team auf dem Parkett, bei den Gastgeberinnen eine Schar von Einzelspielerinnen, die überwiegend mit sich selbst und ihren Nerven kämpften. Das instabile Nervenkostüm offenbart Koblenz/Weibern vor allem zu Hause, auswärts kommen die Vulkan-Ladies immerhin auf 13:9 Punkte. In Heimspielen stehen inzwischen für einen ambitionierten Bundesliga-Absteiger indiskutable 8:8 Zähler zu Buche. Nach den beiden jüngsten Auswärtsauftritten war Dincic optimistisch ins anschließende Heimspiel gegangen, musste dann aber die Hilflosigkeit seines Teams ebenso enttäuscht registrieren quittieren wie das Heimpublikum.

    So fällt auch auf, dass es den Vulkan-Ladies an Spielerinnen mit Führungsqualitäten mangelt. Diana Sabljak ist eher eine vorbildliche Kämpferin und Lückenreißerin als eine Spielgestalterin. Barbara László, deren Auftritt von manchen Fans als "Alibihandball" bezeichnet wurde, kann ein Spiel ebenfalls nicht an sich reißen.

    Eine Hoffnungsträgerin saß hingegen wie ein Häufchen Elend da. Natalija Kundija, erst am Freitag verpflichtet, erhielt von den in dieser Situation viel zu hart entscheidenden Unparteiischen schon nach 23 Minuten die Rote Karte, als sie ihre Gegenspielerin unglücklich mit der Hand im Gesicht traf. Dabei hatte sie in den zuvor zwölf Minuten Einsatzzeit schon aufblitzen lassen, dass sie eine jener Spielerinnen sein könnte, nach denen Dincic bislang überwiegend erfolglos sucht. Eine, die Struktur in ihrem eigenen Spiel hat. Vielleicht passte es gerade deshalb ins Bild des tristen Abends, dass ihr Debüt gleich dermaßen unglücklich verlief. Harry Traubenkraut

    Vulkan-Ladies
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