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    Rhein-LahnHolzheim schielt wieder Richtung Aufstieg - starke Rückserie macht Mut

    Nach dem für einen personell ungekrempelten Oberliga-Absteiger zu erwartenden holprigen Start in die Landesliga drehten die Handballer des TuS Holzheim in der Rückserie mächtig auf. Elf Siegen standen lediglich zwei Niederlagen gegenüber - kein Team hatte 2016 eine bessere Bilanz hingelegt. Holzheim kletterte aus dem breiten Mittelfeld der Landesliga im Abschlussklassement auf den beachtlichen dritten Rang. Da die Ardecker nur mit geringfügigen personellen Änderungen die neue Saison in Angriff nehmen, wundert es nicht, dass sie von der Konkurrenz neben der MSG Linden und dem ebenfalls personell mächtig aufgerüsteten TV Breckenheim als heißester Anwärter auf einen Spitzenplatz gehandelt werden.

    Robert Dettling (Mitte) sammelte beim TV Hüttenberg (hier ein früheres Oberliga-Duell im TuS-Trikot mit seinem nächsten Verein) wichtige Erfahrungen, die er nun bei seinem zweiten Auftritt bei den Ardeckern gewinnbringend in die Waagschale werfen will.
    Robert Dettling (Mitte) sammelte beim TV Hüttenberg (hier ein früheres Oberliga-Duell im TuS-Trikot mit seinem nächsten Verein) wichtige Erfahrungen, die er nun bei seinem zweiten Auftritt bei den Ardeckern gewinnbringend in die Waagschale werfen will.
    Foto: Andreas Hergenhahn

    Von unserem Redakteur Stefan Nink

    "Natürlich war die Rückrunde super. Bei uns soll deswegen aber keiner ernsthaft glauben, dass das jetzt für uns ein Selbstläufer wird. Wir müssen uns alles wieder hart erarbeiten. Im Vorbeigehen gewinnst du nichts, sondern musst in jedem Spiel alles abrufen, um erfolgreich zu sein", hebt Trainer Matthias Hieronimus warnend den Zeigefinger und redet seinen Schützlingen ins Gewissen.

    Nicht zufrieden war der in Wiesbaden lebende Übungsleiter, der Ende des vergangenen Jahres den nach internen Differenzen vom Hof gejagten Jens Illner abgelöst und an der Burg Ardeck eine intakte Einheit vorgefunden hatte, mit der Vorbereitungszeit, weil er selten mit dem kompletten Kader arbeiten konnte. "Immer haben einige Spieler gefehlt, was dazu geführt hat, dass wir teilweise bei Turnieren keine Wechselmöglichkeiten hatten und diejenigen, die da waren, dies ausbaden mussten", blickt Hieronimus ungern auf diese Phase zurück, die sich kein Trainer wünscht - und schon gar nicht während der wichtigen Weichen stellenden Präparationszeit.

    Nur gut, dass es im Kader nur wenig Änderungen gab. Abwehrchef Tobias Baum verwarf letztlich seine Wechselpläne zum HV nach Vallendar, wo er auch studiert - ein wichtiger Baustein im Holzheimer Konzept blieb seinem Stammverein also treu. Zudem kehrte Robert Dettling nach nur einem an Erfahrung zwar sicher reichen, gemessen an Spielanteilen aber eher armen Jahr von der aus der Oberliga abgestiegenen U 23 des Zweitliga-Rückkehrers TV Hüttenberg zu den Rot-Weißen zurück und soll dem Rückraum des TuS zu wesentlich mehr Durchschlagkraft verhelfen.

    Dass Lennard Hien von einem studienbedingten Aufenthalt in Südamerika wieder ins heimische hessische Grenzgebiet zurückgekehrt ist und auch der im Vorjahr von Verletzungen arg gepiesackte Simon Giebenhain wieder zur Verfügung steht, verleiht dem Holzheimer Aufgebot insgesamt die Tiefe, die nötig ist, um den Anforderungen einer strapaziösen Saison gewachsen zu sein. Gespannt sein darf man auf die altersbedingt hochgerückten letztjährigen A-Jugendlichen, denen der Trainer vorwirft, dass es in puncto Einstellung noch Nachholbedarf gibt.

    "Da wird sich manchmal schon sehr kurzfristig abgemeldet, weil Termine bei der Kirmesgesellschaft oder der Feuerwehr anstehen. So geht das nicht, wenn man schnell den Sprung in die Senioren-Landesliga schaffen will. Da müssen andere Prioritäten gesetzt werden", erwartet Hieronimus ein Umdenken von den jungen Burschen. Aus seiner unverblümt geäußerten Kritik nimmt er Laurin Moos und Linksaußen Till Meffert aus, der sogar noch in der A-Jugend spielberechtigt ist. Beim Gastspiel im Karbener Ortsteil Petterweil kann Hieronimus mutmaßlich weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Zwar fehlt der zweite Keeper Philipp Fomino urlaubsbedingt, doch Torwarttrainer Martin Fischer ist erfahren genug, um Stammkeeper Alexander Linke phasenweise den Rücken als Vertreter frei zu halten. Lennard Hien dürfte bis dahin seine Leistenprobleme auskuriert haben und zur Verfügung stehen.

    Die Petterweiler, die im Frühjahr nur knapp vor den Abstiegsrängen platziert waren, hat Hieronimus vor kurzem persönlich in Augenschein genommen und bescheinigte den personell mit fünf Neuen ergänzten Wetterauern eine Steigerung gegenüber der abgelaufenen Saison. "Sie haben einen geschlossenen Eindruck gemacht und kommen viel über den Rückraum", sagt Holzheims Trainer. "Die neuen Spieler harmonieren schon ganz gut." Will heißen: Dem ambitionierten TuS wird alles abverlangt werden. Und im Vorbeigehen gewinnt man in dieser Klasse sowieso keinen Blumentopf.

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