40.000
  • Startseite
  • » Sport
  • » Regionalsport
  • » Handball
  • » Rheinhessen
  • » SSV feiert Remis wie einen Sieg
  • Handball-Rheinhessenliga TuS Kirn lässt sich im Derby Fünf-Tore-Vorsprung abnehmen

    SSV feiert Remis wie einen Sieg

    Meisenheim. Die Handballerinnen des SSV Meisenheim können ihre Emotionen nicht mehr in Schach halten und jubeln schon, obwohl die TuS Kirn noch einen Freiwurf bekommt. Doch der finale Wurf von Michelle Holzhauser ändert nichts mehr am Ergebnis. Das Rheinhessenliga-Derby in der Sporthalle des Paul-Schneider-Gymnasiums endet 25:25. Während die Gastgeberinnen den Punktgewinn wie einen Sieg feiern, schauen die TuS-Frauen bedröppelt drein.

    Hiergeblieben: Die Meisenheimerin Romina Klein (blaues Trikot) versucht, die ballführende Maike Regitz von der TuS Kirn aufzuhalten. Lena Martin (rechts) und Carolin Beyer schauen gespannt zu.  Foto: Klaus Castor
    Hiergeblieben: Die Meisenheimerin Romina Klein (blaues Trikot) versucht, die ballführende Maike Regitz von der TuS Kirn aufzuhalten. Lena Martin (rechts) und Carolin Beyer schauen gespannt zu.
    Foto: Klaus Castor

    Über weite Strecken hatten sie im Lokalduell die Nase vorn, führten mehrmals mit vier, einmal sogar mit fünf Treffern. Doch der Vorsprung reichte nicht, um doppelt zu punkten. „Wir hätten uns früher absetzen müssen. Wenn wir mit sechs, sieben Toren geführt hätten, wäre das Spiel gelaufen gewesen“, war sich Dejan Dobardzijev sicher, der seine Verärgerung über den verpassten Sieg nicht verbergen konnte. „Wir waren in 60 Minuten fast immer vorne. Vielleicht hat uns am Ende ein bisschen Kraft gefehlt. Und dann verlieren wir einen Punkt wegen einer Schiedsrichterentscheidung“, haderte der TuS-Trainer.

    Die entscheidende Szene ereignete sich eine halbe Minute vor Schluss: Sandra Haas läuft auf das TuS-Tor zu, wird von Amelie Beyer gefoult. Die Unparteiischen zögern, beraten sich und zeigen der Kirnerin dann die Rote Karte. Den fälligen Siebenmeter verwandelt Sandra Haas, die ihr Team zuvor bereits per Strafwurf auf 24:25 herangebracht hatte. Zehn Sekunden stehen noch auf der Uhr, doch die Gäste können das Remis nicht mehr abwenden. Die Enttäuschung im TuS-Lager ist angesichts des Spielverlaufs verständlich, die Freude der Meisenheimerinnen, die in der Schlussphase auch noch in Unterzahl waren, ebenfalls.

    „Das war mehr als hochverdient“, urteilte SSV-Trainer Eckhard Schappert. Er präzisierte: „Es ist sehr viel gegen uns gelaufen, viele abgefälschte Bälle, Pfostentreffer und ich weiß nicht wie viele Schiedsrichterentscheidungen. Aber der Kampfgeist der Mädels war einzigartig. So etwas kann man nur im Derby abrufen.“ In der Tat hatten die Gastgeberinnen nie aufgesteckt, sich immer wieder herangearbeitet, obwohl sie zu Beginn der zweiten Hälfte bereits mit fünf Treffern (10:15) zurückgelegen hatten. Doch sie blieben ruhig, warteten geduldig auf ihre Chance und wurden am Ende belohnt – obwohl sie nie vorne gelegen hatten. „Der Punkt ist mir gar nicht so wichtig. Wichtiger ist, dass wir die zweite Topleistung hintereinander geboten haben. Das zeigt, was für ein Potenzial in meinem Team steckt“, analysierte Schappert, der dennoch froh war, in seinem letzten Derby als SSV-Trainer nicht leer ausgegangen zu sein. Für die Kirnerinnen war der verpasste Sieg nicht nur wegen des Spielverlaufs bitter, er warf sie auch im Rennen um Platz zwei zurück.

    Von unserer Mitarbeiterin Tina Paare

    SSV Meisenheim - TuS Kirn 25:25 (10:14)

    SSV Meisenheim: Gerhardt – Haas (7/3), Kurz (6), R. Klein (5), Christmann (3), Wapelhorst (2/2), Martin (2), M. Klein, N. Westenberger, Hahn, L. Westenberger, Benz.

    TuS Kirn: Hahn/Baesler – Holzhauser (9/6), C. Beyer (6), Gemmel (5), Regitz (2), Alt (1), Rothenberger (1), Bertram (1), Brase, Becker, A. Beyer, Heidrich, Spreyer.

    Schiedsrichter: Weinmann/ Schöttke (HSV Alzey).

    Spielfilm: 1:1, 1:4, 4:4, 6:8, 7:10, 10:11, 10:14 – 10:15, 14:16, 16:20, 20:21, 22:22, 23:25, 25:25.

    Besonderheit: Rote Karte für A. Beyer (60./Foulspiel).

    Fußball Männer
    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach