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    Bad SobernheimHSV-Frauen machen Lang zu Mourinho

    Sie sprangen glücklich durch die Halle, bildeten einen Jubelkreis und starteten mit den begeisterten Fans eine Welle. Die Handballerinnen des HSV Sobernheim feierten in der Dümmler-Halle wie nach einer Meisterschaft. Dabei hatte der Aufsteiger "nur" sein erstes Oberliga-Heimspiel gewonnen. "Die Freude über den Aufstieg und den Erfolg nun sind absolut vergleichbar. Deshalb auch der große Jubel", erklärte Jan-Philipp Lang, der Trainer des HSV, nach dem 19:15 (8:7) gegen die FSG Mainz 05/Budenheim II.

    Selbst zwei Mainzerinnen schafften es nicht, Kim Maschtowski (Mitte) zu stoppen. Die HSV-Spielerin zeigte eine glänzende Leistung bei der Oberliga-Heimpremiere. Anika Müller schaut anerkennend zu.  Foto: Klaus Castor
    Selbst zwei Mainzerinnen schafften es nicht, Kim Maschtowski (Mitte) zu stoppen. Die HSV-Spielerin zeigte eine glänzende Leistung bei der Oberliga-Heimpremiere. Anika Müller schaut anerkennend zu.
    Foto: Klaus Castor

    Von unserem Redakteur Olaf Paare

    Gründe für den genauso packenden wie verdienten Erfolg gab es viele. Einer stand im Tor: Charlotte Schmidt fischte vieles weg, vor allem in den entscheidenden Phasen war sie zur Stelle. Lang lobte sie denn auch völlig zu Recht als "überragend". Zwei Siebenmeter und viele freie Würfe parierte sie. Sie flößte den FSG-Siebenmeterschützinnen auch jede Menge Respekt ein. Drei weitere Siebenmeter verwarfen die Mainzerinnen, die nur einen von sechs Versuchen nutzten. Ganz anders der HSV. Er war unglaublich nervenstark, brachte dank Franziska Bamberger und Alexandra Jacob acht von neun Siebenmetern im Kasten unter. Franziska Bamberger war vor allem in der Anfangsphase sehr auffällig, sie markierte fünf der ersten sieben Oberliga-Treffer ihres Teams und hatte somit einen großen Anteil an der 8:5-Führung.

    Den HSV zeichnete aber auch aus, dass er sich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen ließ. Den ersten Ausgleich (5:5) der Mainzerinnen konterten die Gastgeberinnen mit drei Treffern in Serie. Beim 10:10 schien die Partie zu kippen, die FSG zog auf 12:10 davon. Lang nahm eine Auszeit und fand zweifelsohne die richtigen Worte. Es folgte ein 7:0-Lauf, mit dem 17:12 (56.) war die Partie entschieden. "Den Mainzerinnen ist gegen unsere kompakte Abwehr nicht viel eingefallen. Ich habe den Mädels einfach gesagt, dass sie leichte Fehler im Angriff verhindern sollen", berichtete Lang. Seine Spielerinnen setzten das um, hielten sich an das taktische Konzept und leisteten sich kaum technische Fehler. Lang kann sich zudem auf seine Führungsspielerinnen verlassen. Vor allem Kim Maschtowski war der Wille anzumerken, diese Partie unbedingt für sich entscheiden zu wollen. Sie trieb den Ball immer wieder nach vorne, initiierte viele gute Spielzüge, scheute keinen Zweikampf. "Ich habe Charaktere im Team, die mittlerweile viel Erfahrung mitbringen und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen", lobte Lang, der auf eine kleine Rotation mit nur acht Feldspielerinnen gesetzt hatte. "Es war klar, dass es ein enges Kampfspiel gibt. Da wäre es unfair gewesen, die jüngeren Spielerinnen zu bringen. Sie erhalten noch ihre Spielzeit." So brachte er nach der Roten Karte für Alina Barth (36., dritte Zeitstrafe) auch Meike Maschtowski auf Linksaußen, um die wendige Ex-HSVlerin Marie Joerg zu stoppen.

    Rotation, die Zweite: In der Offensive wechselte oft die Mittespielerin. Saskia Zentellini startete, Kim und Meike Maschtowski sowie Franziska Bamberger folgten. Jede hat einen eigenen Stil mit anderen Ideen. Der HSV ist so schlecht auszurechnen und könnte durchaus für weitere Überraschungen sorgen. Für eine ist der Trainer beim nächsten Auswärtsspiel in Mundenheim aber selbst verantwortlich. Lang: "Ich muss meinen Hochzeitsanzug aufbügeln und tragen. Das haben die Mädels an meinem Polterabend ausgeheckt, als sie mich das erste Mal im Anzug gesehen haben. Es hat ihnen gefallen, und sie haben entschieden, dass ich nach jedem Sieg im nächsten Spiel wie José Mourinho an der Bank stehen muss."

    HSV Sobernheim: C. Schmidt - Bamberger (7/4), Jacob (5/4), K. Maschtowski (3), Lang (2), Barth (1), M. Maschtowski (1), Müller, Zentellini.

    Handball (E)
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