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  • Regionalliga Nach dem 0:2 beim Zweiten SV 07 Elversberg spielt die TuS Koblenz zu Hause gegen den Abstiegskandidaten aus Kaiserslautern

    Dem Ausflug an die Spitze folgt der Kellergang

    Spiesen-Elversberg. Oft zählen Fußballtrainer gleich mehrere Gründe für eine Niederlage auf. Petrik Sander nannte nach dem 0:2 (0:0) seiner TuS Koblenz im Spiel der Regionalliga Südwest bei der SV 07 Elversberg nur einen einzigen: „Edmond Kapllani. Der Junge schwebt in dieser Liga über den Dingen.“ Was er damit meinte, unterstreicht allein die Statistik: Der 34-jährige Albaner ist der erfolgreichste ausländische Torschütze in der Geschichte der Zweiten Bundesliga.

    Der wohl einzige Moment, in dem die TuS in Elversberg gut und gerne in Führung hätte gehen können: Sturmspitze Dejan Bozic liegt quer in der Luft, verfehlt das Ziel aber ganz knapp. Gebannt beobachten die Koblenzer (von rechts) Michael Stahl, Robert Stark und Andreas Glockner die artistische Nummer ihres Teamkollegen. Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher
    Der wohl einzige Moment, in dem die TuS in Elversberg gut und gerne in Führung hätte gehen können: Sturmspitze Dejan Bozic liegt quer in der Luft, verfehlt das Ziel aber ganz knapp. Gebannt beobachten die Koblenzer (von rechts) Michael Stahl, Robert Stark und Andreas Glockner die artistische Nummer ihres Teamkollegen.
    Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher

    Anfang 2010 stand er in dieser Klasse auch der TuS ein halbes Jahr zur Verfügung und erzielte in dieser kurzen Zeitspanne fünf Treffer. Zwei Etagen tiefer benötigte der Mann mit der Nummer 33 auf dem Rücken nun drei Versuche für die Führung seiner „Elv“ nach 47 Minuten. Mit dem Kopf klappte es zweimal nicht: Zunächst rettete die Latte (35.), wenig später war TuS-Schlussmann Sebastian Patzler auf dem Posten (36.).

    Knapp 90 Sekunden nach Wiederanpfiff war er jedoch machtlos. Kapllani legte sich im Strafraum die Kugel zurecht und zimmerte sie zum 1:0 ins Ziel. „Da hat kein Blatt Papier mehr zwischengepasst“, zeigte Sander die Lücke zwischen Pfosten und dem ausgestreckten Arm des Koblenzer Keepers auf. Es sollte bis fünf Minuten vor dem Ende dauern, bevor der Tabellenzweite gegen nie aufsteckende Koblenzer das finale 2:0 erzielen sollte, der eingewechselte Moritz Göttel traf im Nachsetzen aus spitzem Winkel.

    Und die TuS? Versteckte sich keinesfalls, kam aber nur zu einer guten Gelegenheit, als Dejan Bozic einen Seitfallzieher knapp übers Tor setzte (22.). Der Elversberger Coach Michael Wiesinger war nach dem Abpfiff hörbar froh, die Negativspirale im neuen Jahr (zuvor nur ein Sieg aus vier Spielen) durchbrochen zu haben: „Koblenz war der erwartet komplizierte Gegner, wir mussten bei den Kontern ständig auf der Hut sein. Wir kommen nun in die entscheidende Phase dieser Saison, das waren heute echte big points.“

    Sein Pendant Sander entgegnete: „Wir wollten uns hier vernünftig verkaufen, das haben wir auch geschafft.“ Auch wenn Elversberg vielleicht nicht ganz so stark wie Mannheim in der Vorwoche auftrat, hatte Sander den gleichen frommen Wunsch für den Gegner parat: „Macht euch raus aus der Liga. Ich hoffe, ihr packt den Aufstieg.“ Nach der Pressekonferenz ergänzte er im Irrgarten der Bauzäune auf dem Weg zum Mannschaftsbus: „Du musst auch gegen starke Gegner mutig sein. Solche Spiele fördern die Entwicklung der Mannschaft. Es bringt doch nichts, wenn du dich nur hinten reinstellst und die Bälle rausknallst.“ Mittelfeldmann Michael Stahl sagte: „Wir haben prima mitgehalten und das hinten ganz gut gelöst. Es fehlt halt der letzte Tick gegen Mannschaften dieser Qualität, die nutzen dann eiskalt ihre wenigen Chancen. Wir haben aber auch einen ganz anderen Blickwinkel auf die Tabelle und nach wie vor eine gute Ausgangsposition. Sechs Punkte brauchen wir wohl noch, dann ist Ruhe im Kessel.“

    Stahl war nach seiner Gelbsperre wieder ins Team gerückt, dafür saß Daniel von der Bracke auf der Reservebank. Tony Schmidt durfte zumindest etwas mehr als eine halbe Stunde mitwirken, er kam für Kevin Lahn ins Spiel. „Er war Gelb-Rot gefährdet“, begründete Sander diesen relativ frühen Wechsel. Elversberg konnte sich den Luxus leisten, zwei der hochkarätigen Winter-Neuzugänge – Niko Dobros und Marco Kofler – zunächst auf der Bank zu lassen. Dobros bereitete später das 2:0 vor.

    Koblenz hat neben dem jüngst verpflichteten Almir Porca nur eine nachträgliche Verstärkung während der winterlichen Unterbrechung aufzuweisen: Dimitrios Popovits. Der kleine Dribbler war wieder sehr bemüht, verzettelte sich aber auch oft in Einzelaktionen. Der Grieche zählt aktuell zum Stammpersonal und verdrängte Schmidt aus der obligatorischen Anfangsformation. Damit hat der 28-Jährige aber kein ausgemachtes Problem: „Nein, ich akzeptiere das so, wie es im Moment ist. Ich hatte in der Vorbereitung ein bisschen Pech mit meinem Nasenbeinbruch, das mit der Maske war ja dann auch eher suboptimal. Der Trainer hat das Gespräch mit mir gesucht, wir kennen uns schon lange. Er weiß, dass ich immer Gas gebe, mich nie hängen lasse und geduldig auf meine Chance warte.“

    Und die kommt wohl schon am Samstag um 14 Uhr im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II, weil Lahn wegen seiner fünften Gelben Karte fehlt. Schmidt: „Ja, gut möglich, dass ich dann direkt spiele. Das wäre auch ein 1:1-Tausch. Ich denke, dass ich nah dran bin und mir das dann auch ein bisschen verdient habe.“

    Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

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