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    KoblenzFußball: Das unglückliche Aus im Pokal bietet auch positive Perspektiven

    Als der Trierer Alon Abelski den fünften und letzten Elfmeter links unten im Tor versenkte und das unglückliche Pokal-Aus der TuS besiegelte, da traf er die Koblenzer ins Mark. Nicht allein wegen der entgangenen Einnahmen in sechsstelliger Höhe, die dem späteren Rheinlandpokal-Gewinner in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals winken. "Wir hätten uns gern mal so richtig gefreut", seufzte Präsidiumsmitglied Thomas Theisen, "Trainer, Spieler und Umfeld hätten eine Belohnung verdient gehabt für den riesigen Aufwand, den wir treiben."

    Beide Parteien machten kein Hehl daraus, dass das Pokalderby für die führenden Klubs im Rheinland das wichtigste Spiel der Saison war. Umso enttäuschender, dass nicht einmal 2000 Zuschauer, darunter fast 500 Trierer, den Weg aufs Oberwerth fanden - war es die TV-Konkurrenz durch die Champions League, das mangelnde Zutrauen der Koblenzer in die Leistungsfähigkeit der TuS oder einfach nur Gleichgültigkeit? "Ich hatte schon mit 2500 Besuchern gerechnet", räumte Theisen ein, "aber das ist die Realität, in der wir uns bewegen. Unser Zuschauerschnitt pendelt sich bei 1500 bis 2000 ein, was für einen durchschnittlichen Regionalligisten immer noch bemerkenswert ist."

    Theisens Schlussfolgerung: "Nur mehr Erfolge bringen mehr Zuschauer, das Potenzial ist da." Gewundert hat man sich in der TuS-Chefetage in diesem Zusammenhang allerdings über die zahlreichen Freikartenwünsche. "Selbst Leute aus dem engsten Kern des Vereins gehen wie selbstverständlich davon aus, dass sie umsonst ins Stadion dürfen und sogar mit einer VIP-Karte bedacht werden. Dass die nicht auf die Idee kommen, mit durchschnittlich zehn Euro Eintrittsgeld den Verein zu unterstützen, will mir nicht in den Kopf."

    Auf der Tribüne und im VIP-Raum saßen aber nicht nur die sogenannten Freibiergesichter. "Heute waren einige Leute im Stadion, die für uns perspektivisch wichtig sind", deutete Theisen an, "deshalb war es wichtig, dass die Mannschaft heute mit ihrer Leistung Werbung gemacht hat für die TuS." Auf der Suche nach Sponsoren, die eine Zukunft des wirtschaftlich Not leidenden Vereins gewährleisten sollen, könnte die Pokalschlacht vom Oberwerth trotz des unglücklichen Ausgangs insofern ein Meilenstein gewesen sein.

    Wer über die TuS spricht, kommt ja um die Frage nach den Moneten nicht herum. Noch immer wartet der Verein auf die letzte Unterschrift unter den angeblich beschlossenen Schuldenschnitt, der die TuS auf einen Schlag vom Großteil ihrer Altlasten in Höhe von rund vier Millionen Euro befreien soll (die RZ berichtete). Zwar wiegelt Theisen ab: "Es handelt sich nur noch um Formalitäten", doch es geht wohl um mehr. Zu den Gläubigern, die auf ihre Forderungen an die TuS verzichten sollen, gehört auch das Glücksspielunternehmen Lotto Rheinland-Pfalz, das seit 2008 zu 51 Prozent im Besitz des Landes ist.

    "Wir können das nicht mehr beeinflussen", sagt Thomas Theisen und meint wohl: Eine wesentliche Entscheidung über die Zukunft der TuS Koblenz fällt 100 Kilometer rheinaufwärts in der Landeshauptstadt Mainz. Stefan Kieffer

    TuS Koblenz
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