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    Wirges/KoblenzAuf Jörg Bach und Petrik Sander wartet noch viel Arbeit

    Dass das Derby zwischen der Spvgg EGC Wirges und der TuS Koblenz kein Oberliga-Spiel wie jedes andere ist, macht allein die Zahl von 1300 Zuschauern deutlich.

    Foto: Marco Rosbach

    Als die Mannschaften am Sonntag wegen des großen Andrangs an den Kassen mit zehnminütiger Verspätung endlich aufs Feld kamen, boten die Westerwälder wesentlich mehr TuS-Tradition auf als die Gäste. Immerhin sieben Akteure aus der Wirgeser Anfangsformation hatten bereits das TuS-Trikot getragen, in der Koblenzer Elf war André Marx der einzige Spieler, der auch schon im November 2013 dabei war, als die Wirgeser das damalige Rheinlandpokal-Spiel mit 0:2 verloren.

    Trainerdebüt in Oberliga gerettet

    Diesmal sprang ein 1:1 heraus, weil Daniel Bode bei der einzigen klaren Torgelegenheit der Gastgeber in der zweiten Halbzeit in der Nachspielzeit traf. Damit rettete er Jörg Bachs Einstand als Oberliga-Trainer. Der Ex-Profi bejubelte zwar den in Unterzahl erkämpfen Ausgleich ausgiebig und lobte zurecht den nimmermüden Einsatz und die Laufbereitschaft seiner Mannschaft, gab aber zu, dennoch insgesamt "ein bisschen enttäuscht" zu sein. Er hatte seinen Schützlingen ein wenig mehr Mut gewünscht bei der Aufgabe, die TuS zu schlagen, was "an den ersten Spieltagen der Saison sicherlich leichter ist als später".

    Seinem Koblenzer Kollegen Petrik Sander blieb ein spätes Glücksgefühl hingegen verwehrt. Dem ehemaligen Bundesliga-Trainer von Energie Cottbus muss es einfach nur gruselig vorgekommen sein, wie leichtfertig sein Team einen scheinbar sicheren Sieg herschenkte. Außer dem von Wirgeser Schlafmützigkeit bei einem schnell ausgeführten Freistoß unterstützten Führungstor durch Tobias Jakobs nach einer Stunde spielte sich die feldüberlegene TuS in der zweiten Hälfte trotz Überzahl nach der Roten Karte gegen den Wirgeser Sören Klappert keine glasklare Torchance heraus.

    In der Endphase wurden mehrere Kontergelegenheiten in Überzahl von den Koblenzern schon vor dem Erreichen des Wirgeser Strafraums kläglich vergeben. "Eigentlich hätten wir das 0:2 bekommen müssen, da war die TuS sehr fahrlässig", wusste Jörg Bach. "Ich hatte in der Pause Geduld von meiner Mannschaft gefordert", sagte Petrik Sander. "Nach dem 1:0 hätte ich mir ein konsequenteres Ausspielen der Möglichkeiten gewünscht."

    Überhaupt wurde in dem umkämpften Derby, in dem sich die beiden Mannschaften weitgehend gegenseitig neutralisierten, sehr deutlich, dass noch viel Arbeit auf die beiden Trainer wartet.

    Im Offensivspiel viel Luft nach oben

    Zwar wäre es vermessen gewesen, gleich zu Saisonbeginn und bei großer Hitze ein Offensiv-Spektakel zu erwarten, doch etwas mehr spielerische Klasse wäre den Zuschauern doch zu gönnen gewesen. In punkto Kreativität im Aufbauspiel, Passgenauigkeit und somit auch Durchschlagskraft in der Offensive gibt es noch viel Luft nach oben.

    So aber war die Partie geprägt von verbissenen Zweikämpfen, auch von außen hereingetragene Hektik, viele Unterbrechungen und Diskussionen. Schiedsrichter Heiko Kreutz, der der Farbe der Wirgeser Stutzen schon im Vorfeld und dann noch mal in der Pause übertrieben große Bedeutung beimaß, ließ allein in der ersten Halbzeit fünf Minuten nachspielen. Letztlich tat er sich keinen Gefallen damit, nach knapp 20 Minuten beim ersten Scharmützel auf dem Platz mit einigen Schubsern und theatralischen Fallern die Karten stecken zu lassen.

    Insgesamt lebte das Derby von einer Spannung, die mehr durch das knappe Resultat als durch das Geschehen auf dem Platz erzeugt wurde. Der unerwartete späte Ausgleich ließ zumindest die Wirgeser Fans doch noch zufrieden nach Hause gehen. In welcher Zahl sie in den nächsten Wochen und Monaten ins Stadion pilgern, bleibt abzuwarten. "Wir wären schon froh, wenn beim nächsten Heimspiel so viele Zuschauer kommen wie heute 45 Minuten vor dem Spiel da waren", sagte EGC-Präsident Klaus Koch. In der Tat ist aus Wirgeser Sicht zu befürchten, dass der EGC-Kassierer die Einnahmen einiger Begegnungen addieren muss, um die Zahlen des Auftaktspiels gegen Koblenz zu erreichen.

    Von unserem Redakteur

    Christoph Gerhards

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