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  • Martin Hahn: Beim FV Engers wird es keine Abenteuer geben

    Engers. Seit drei Monaten hat der Fußballverein Engers, dessen erste Mannschaft derzeit die Tabelle der Rheinlandliga anführt, wieder einen regulären Vorstand. Nachdem der amtsmüde Dieter Neckenig das Amt des Vorsitzenden fast zwei Jahre lang kommissarisch ausgeübt hatte, steht jetzt der bekannte Neuwieder Kommunalpolitiker Martin Hahn an der Spitze des Vereins. Wir sprachen mit ihm über die aktuellen Probleme und die Ziele des Vereins.

    Chef am Wasserturm: Seit drei Monaten ist Martin Hahn Vorsitzender des FV Engers. Foto: Ulf Steffenfauseweh
    Chef am Wasserturm: Seit drei Monaten ist Martin Hahn Vorsitzender des FV Engers.
    Foto: Ulf Steffenfauseweh

    Martin Hahn, Sie sind politisch und beruflich gut ausgelastet. Warum tun Sie sich nun auch den Vorsitz eines Fußballvereins an?

    Mein Engagement im Vorstand des FVE begann vor acht Jahren in der schwersten Krise des Vereins, als sich nach dem Abstieg aus der Oberliga und dem Rückzug des damaligen Hauptsponsors acht Männer zusammentaten, um den Verein wieder auf die Füße zu stellen. In den letzten sechs Jahren haben wir unter Führung meines Vorgängers Dieter Neckenig einen Schuldenberg von 200 000 Euro abgetragen. Als Engerser Jung bin ich dem FVE seit meinem sechsten Lebensjahr verbunden, der Verein ist auch ein Stück meines Lebens. Da gilt es, etwas zurückzugeben. Was die Arbeitsbelastung angeht, so sind wir ein gutes Team und haben die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt. Mit fast einem Dutzend Leuten, die sich engagieren, sind wir gut aufgestellt.

    Welche Vision möchten Sie beim FV Engers verwirklichen?

    Unsere Arbeit hat drei Schwerpunkte. Wir wollen die Nachwuchsarbeit in den Fokus rücken, um die Jugendabteilung des FV Engers wieder zu dem zu machen, was sie mal war. Dabei soll uns der Kunstrasenplatz helfen. Zweitens wollen wir den Verein wieder in Engers verorten und Identifikation schaffen. Was unsere erste Mannschaft betrifft, sind wir auf dem richtigen Weg mit jungen Spielern, die sich mit dem FV Engers identifizieren.

    Zum Ende der vergangenen Saison hat der FVE wie andere Vereine auch mit dem Verzicht auf einen möglichen Aufstieg für Schlagzeilen gesorgt. Kann das in dieser Spielzeit wieder so kommen?

    Die Oberliga ist in der jetzigen Form keine attraktive Liga für Vereine aus unserer Region, wenn man die weiten Fahrten und die mageren Zuschauerzahlen betrachtet. Andererseits können wir natürlich nicht in die Saison gehen und sagen, wir wollen zwar Meister werden, aber nicht aufsteigen. Das ist eine Gratwanderung, diesem Problem muss man sich stellen. Unsere Mannschaft hat einen super Saisonstart erwischt und will das Maximum erreichen. Alles andere wäre für die Sportler eine Katastrophe, wenn man sie in ihrem Ehrgeiz und ihrer Erfolgsorientiertheit zügeln würde. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, um die Voraussetzungen zu schaffen, dass wir uns höhere Ziele setzen können. Aber ich sage auch ganz klar: Mit mir und mit unserem Vorstand wird es keine finanziellen oder sportlichen Abenteuer geben. Wir müssen finanziell mit dem auskommen, was wir haben. Mein Augenmerk liegt auch stark auf dem Rheinlandpokal-Wettbewerb. Hier kann man in wenigen erfolgreichen Spielen wirtschaftliche Grundlage schaffen. Das ist eine einmalige Chance, man braucht natürlich ein bisschen Losglück und Spielglück.

    Auf den Pokalsieg spekulieren aber auch die Vereine aus den höheren Klassen.

    Klar, aber auch ein Viertel- oder Halbfinalspiel gegen TuS Koblenz, Eintracht Trier oder den FC Karbach bringt Mehreinnahmen.

    Mit dem Bau des Kunstrasenplatzes am Wasserturm sollte schon längst begonnen werden. Jetzt steht das ganze Projekt wieder in Frage. Woran hängt es?

    Momentan steht nicht nur der Kunstrasenplatz in Engers, sondern das Gesamtkonstrukt der Stadt Neuwied und der Kommunen in Rheinland-Pfalz in Frage. In dem von der ADD kontrollierten und genehmigten Haushalt der Stadt stehen 550 000 Euro für den Kunstrasenplatz in Engers bereit. Jetzt sagt das Finanzministerium, es müsse erneut die Kreditfähigkeit der Stadt prüfen. Das ist ein unglaublicher Vorgang, das Ganze wird zur Farce. Seit einem Jahr werden wir jetzt hingehalten wegen eines Landeszuschuss in Höhe von 100 000 Euro. Ich weiß nicht, was dahinter steckt. In Feldkirchen hat der Oberbürgermeister Feuer aus der Erde getreten, um das Sportplatzprojekt voranzubringen. Anscheinend gibt es Unterschiede zwischen roten und schwarzen Sportplätzen. Für mich soll der Sportplatz grün sein, damit man darauf Fußball spielen kann.

    In der aktuellen Saison meldet der FV Engers eine C-Jugendmannschaft in Spielgemeinschaft mit dem VfL Oberbieber sowie zwei Mannschaften bei der E- und eine bei der F-Jugend. Bei diesem Stand bekäme die erste Mannschaft des FVE keine Spielberechtigung für die Oberliga. Wie kann die Jugendarbeit beim FVE wieder in die Gänge kommen?

    Die Nachwuchsarbeit ist ein wichtiger Baustein unseres Vereins. Leider war sie zuletzt quasi zum Erliegen gekommen. Wir haben jetzt bei Null wieder angefangen, da können Sie davon ausgehen, dass es fünf bis sieben Jahre dauert, bis die Jugend wieder durchgängig besetzt ist. Der Kunstrasen würde uns dabei sehr helfen. Wir wissen aber, dass auch in anderen Neuwieder Vereinen gute Jugendarbeit gemacht wird und es da genauso dringend notwendig ist, die Strukturen zu verbessern.

    Wäre es angesichts schwindender personeller und wirtschaftlicher Ressourcen nicht sinnvoll, wenn die Fußballvereine der Stadt in der Jugendarbeit enger kooperieren?

    In Neuwied gibt es derzeit 15 bis 18 Fußball spielende Vereine. Bei dieser Vielfalt kann es zwar partielle Zusammenarbeiten geben, aber keinen zentralen Verein in der Stadt. Diese Utopie wird nicht zu verwirklichen sein, dafür sind die Interessen und Gemengelagen zu unterschiedlich. Ich kann mir aber vorstellen, dass man in einem größeren Bereich kooperiert. Denn die Situation wird auf Dauer nicht einfacher für die Vereine.

    Das Gespräch führte

    unser Redakteur Stefan Kieffer

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