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    StraßenhausSG Ellingen gewinnt verrücktes Kreisderby gegen den VfB Linz

    Es war nicht nur eines der besten, sondern auch eins der spannendsten Fußball-Bezirksligaspiele in den vergangenen Jahren im Rheinland. Und das nicht nur wegen der neun Tore.

    Freute sich über den knappen 5:4-Derbysieg seiner Mannschaft gegen den VfB Linz: Ellingens Trainer Thomas Kahler.  Foto: Creativ/Heinz-Werner Lamberz
    Freute sich über den knappen 5:4-Derbysieg seiner Mannschaft gegen den VfB Linz: Ellingens Trainer Thomas Kahler.
    Foto: Creativ/Heinz-Werner Lamberz

    Am Ende besiegte der Tabellenzweite SG Ellingen/Bonefeld/Willroth im Neuwieder Kreisderby den Rangdritten VfB Linz mit 5:4 (2:1). Der entscheidende Treffer gelang dem eingewechselten SG-Kapitän Benjamin Schmidt in der dritten Minuten der Nachspielzeit.

    In den ersten 40 Minuten hatte es nach einer klaren Angelegenheit für Ellingen ausgesehen, obwohl Linz wie gewohnt einen sauberen Ball nach vorne spielte, sich aber in der Defensive zunächst viele einfache Fehler leistete. Die wurden von den taktisch gut eingestellten Gastgebern eiskalt bestraft. Nach einem guten eigenen Angriff wurde Linz nach 18 Minuten ausgekontert. Bei Ellingen lief der Gegenzug über Philip Drees, dessen Schuss der VfB-Torhüter Sebastian Seitz zwar noch abklatschen konnte, doch der Ball fiel genau vor die Füße von SGE-Torjäger Florian Raasch, der nur noch zum 1:0 einschieben musste. Ebenfalls nach einem Konter traf Ellingen zum 2:0. Dieses Mal trug sich Christian Weißenfels in die Torschützenliste ein (23.).

    "Es darf nicht passieren, dass wir zwei Mal auf fremdem Platz ausgekontert werden", ärgerte sich der Linzer Trainer Paul Becker nicht nur in diesen beiden Szenen über die schlampige Defensivarbeit seines Teams. Nach zum Teil haarsträubenden Abspielfehlern vergaben Drees (26.) und Raasch (31., 34.) weiterte Geschenke des VfB zum Teil fahrlässig. "Wir hätten locker 4:0 oder sogar 5:0 führen müssen", bemängelte der Ellinger Trainer Thomas Kahler.

    Wie oft im Fußball wurde das bestraft. Als Ellingens Luan Muriqi fast mit dem Pausenpfiff aus kurzer Entfernung im Strafraum den Ball gegen den Arm bekam, entschied der Schiedsrichter Fabian Schneider sofort auf Handelfmeter. Es war eine harte Entscheidung, weil Muriqi die Arme nicht zur Vergrößerung seines Körpers nutzte. Dijan Ramovic war das egal. Er verwandelte sicher zum 1:2-Anschlusstreffer für den VfB.

    Der zweite Spielabschnitt wurde hochklassig. Nach einem Foul an Ramovic im Ellinger Strafraum zeigte Schneider erneut auf den Elfmeterpunkt. "Da gibt es nichts zu diskutieren. Dijan wurden klar die Beine weggezogen", beurteilte Becker die Entscheidung als regelkonform. Diese Mal verwandelte Yannik Becker eiskalt - 2:2 (52.). Als Mario Seitz weitere drei Minuten später die Linzer mit 3:2 erstmals sogar in Führung gebracht hatte, schien die Partie gedreht.

    Doch Ellingen war nur kurz geschockt und kam durch einen abgefälschten Freistoß von Raasch zum 3:3-Ausgleich (64.). Aber die Freude im Ellinger Lager währte nur kurz. In der 69. Minute bejubelte der VfB wiederum eine Führung, für die Fabian Lacher als Torschütze verantwortlich zeichnete (69.).

    Danach hatte die SGE Glück, als Muriqi (76.) nach einem bösen Foul an Nicolas Kyrion nur die Gelbe Karte sah. "Das war für mich eine Schlüsselszene. Ich musste in dieser heißen Phase der Partie den verletzten Kyrion durch den jungen und unerfahrenen Maximilian Schwarz ersetzen", sagte Paul Becker später.

    Im Personal lag der Unterschied zwischen dem Spitzenteam Ellingen und dem aufstrebenden VfB. Kahler konnte in der Schlussphase in Person von Daniel Puderbach und Schmidt zwei Stammkräfte einwechseln. Die Gastgeber wurden in der 80. Minute durch einen sehenswerten Treffer des überragenden Dennis Loose zum 4:4 für ihren Kampfgeist belohnt.

    Nun war einigen der jungen VfB-Akteure ein leichter Kräfteverschleiß anzumerken. Doch sie bäumten sich mit allen erlaubten Mitteln gegen die nun übermächtigen Gastgeber auf. In der dritten Minute der Nachspielzeit markierte Ellingen dennoch den erlösenden Treffer zum Sieg. Nach glänzender Vorarbeit von Puderbach gelang Schmidt das 5:4.

    "Das ist ein enorm wichtiger Dreier. Solche Spiele gewinnst du nicht immer. Meine Mannschaft hat den unbedingten Siegeswillen gezeigt", freute sich Kahler. Dagegen war sein Gegenüber Paul Becker sichtlich mitgenommen von den 90 Minuten: "Ich bin unheimlich stolz auf meine Jungs. Sie haben trotz unserer vielen personellen Sorgen eine wahnsinnige Leistung gebracht. Ich gratuliere Ellingen. Aufgrund der ersten Hälfte ist das ein nicht unverdienter Sieg", zeigte sich Becker als fairer Verlierer in diesem Derby.

    Ein Wort noch zum Schiedsrichter Schneider, der dieses äußerst schnelle Spitzenspiel mit vielen Emotionen auf beiden Seiten ohne Gespann leiten musste. Unter diesen Voraussetzungen zeigte auch er eine starke Leistung.

    SG Ellingen: Volkan - Muriqi, Schmitz (77. Schmidt), Anhäuser, Becker - Kurz (46. Zent), Kleinmann - Loose, Weißenfels, Drees (68. Puderbach) - Raasch.

    VfB Linz: Sebastian Seitz - Lacher, Baars, Bernard, Joch - Yannik Becker, Kizilkan, Krupp (46. Kastert) - Kyrion (76. Schwarz), Ramovic (63. Skorobogatko), Mario Seitz.

    Schiedsrichter: Fabian Schneider (Grafschaft). - Zuschauer: 285.

    Tore: 1:0 Florian Raasch (18.), 2:0 Christian Weißenfels (23.), 2:1 Dijan Ramovic (45., Handelfmeter), 2:2 Yannik Becker (52., Foulelfme-ter), 2:3 Mario Seitz (55.), 3:3 Florian Raasch (64.), 3:4 Fabian Lacher (69.), 4:4 Dennis Loose (80.), 5:4 Benjamin Schmidt (90. + 3).

    Von unserem Mitarbeiter Ludwig Velten

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