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  • Rhein-LahnSagt SG Birlenbach am Sonntag leise servus?

    Letzter Saison-Akt in der Fußball-Bezirksliga Ost: während die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen und der VfL Bad Ems das begehrte Siebtliga-Ticket für die kommende Runde längst in der Tasche haben, geht es für den amtierenden Kreismeister SG Birlenbach/Balduinstein sehr wahrscheinlich postwendend wieder abwärts.

    SG Westerburg/Gemünden – VfL Bad Ems (So., 15 Uhr, in Gemünden, Hinspiel: 3:0). „Wir haben die Kurve bekommen und in der Rückrunde gezeigt, was wir können“, bilanziert Oliver Meuer das letzte von neun Spieljahren als Trainer der SG Westerburg. Fünfter sind die Westerwälder in der Rückrunden-Tabelle. Eine Durststrecke im alten Jahr verhinderte eine bessere Gesamtplatzierung.

    „Für uns als Verein ist das ein solides Ergebnis“, sagt Meuer. Längst planen die Westerburger für die neue Saison, ohne endgültige Nachrichten zu verkünden. Ihren Abschied nehmen am Sonntag ebenfalls Christian Hartmann, der Spielertrainer in Wilsenroth wird, und des Trainers Bruder David Meuer, der pausieren will. Eigentlich wollte die SG schon samstags spielen, doch der Gegner aus Bad Ems habe nicht zugestimmt, was Meuer als enttäuschend bezeichnet.

    „Für den Samstag hätten wir keine elf Leute zusammengekriegt“, erklärt der Bad Emser Spielertrainer Kay Ludwig die Ablehnung des Westerburger Wunsches. Er selbst fehlt am Wochenende; Etienne Kecskemeti, der spielende Co-Trainer aus dem defensiven Mittelfeld, trägt die Verantwortung für die Mannschaft im letzten Spiel der Saison. Es sollen bisher selten eingesetzte Akteure mitwirken können.

    Für die neue Saison möchte der VfL noch drei junge Spieler an sich binden, einer davon ist ein Torwart, berichtet Kay Ludwig: „Dann wäre unsere Kaderplanung abgeschlossen.“ Vorerst sind die Gedanken jedoch auf die Sommerpause gerichtet, die bitternötig sei. „Im Training ist die Luft echt raus, die Saison war sehr kräftezehrend“, schildert Ludwig. Es gelte daher auch, in Gemünden „nicht unter die Räder zu kommen“.

    FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen – TuS Montabaur (So., 15 Uhr, Hinspiel: 0:2). Ausgerechnet am spielfreien Wochenende hat die FSV Osterspai einige markante Ziele erreicht. Es steht jetzt fest, dass die Kombinierten nicht mehr vom VfL Bad Ems eingeholt werden können. Damit sind allerletzte theoretische Abstiegssorgen beseitigt, und die Osterspaier haben den Status als Nummer eins im Rhein-Lahn-Kreis sicher.

    30 Punkte zu sammeln ist eine andere Zielmarke, die Trainer Nico Helbach nicht aufgegeben hat. Mit einem Sieg über den TuS Montabaur wäre auch dies geschafft, doch die Aufgabe wird schwierig. Helbach hofft, dass er dieselbe Startelf wie zuletzt aufbieten kann. Stabilität herrscht generell am Rhein: Nico Helbach und sein Assistent Sebastian Weinand machen in ihren Funktionen weiter, aktuell zeichnen sich weder Zu- noch Abgänge ab.

    Der dritte Platz ist wiederum ein Ziel, dass der TuS Montabaur noch im Auge hat, selbst wenn das nicht mehr alleine in den Händen der Kreisstädter liegt. Trainer Benedikt Lauer beendet zugleich mit der Partie in Osterspai sein Trainer-Engagement beim TuS, das drei Jahre währte, zuvor war er bereits mal als Spielertrainer in Montabaur tätig. Ebenfalls den Verein verlassen wird der Co-Trainer Dietmar Batsch. „Ich glaube, es wäre mehr möglich gewesen“, bilanziert Lauer seine vorerst letzte Saison in der Bezirksliga Ost. Maßgebliche Entscheidungen im Kampf um die Meisterschaft fielen im April, allerdings „war das nicht unser Monat“, denn es herrschte keine Konstanz mehr. Über die vergangenen drei Jahre hinweg erkennt Lauer jedoch „eine sehr gute Entwicklung in der Mannschaft und im Verein“.

    SG Birlenbach/Balduinstein – SG Hundsangen/Obererbach (So., 15 Uhr, Hinspiel: 2:2). Letzter Platz – abgesehen von der abgemeldeten Wirgeser Reserve – und über 100 Gegentore. Die Bilanz der SG Birlenbach mag manchen Anhänger der Elf der Trainer Wladimir Stumpf und Bernd Moos deprimieren. „Trotzdem wollen wir das Spieljahr 16/17 positiv beenden“, beteuert Stumpf. Ein Sieg wäre der erste des Jahres.

    Die letzte Gelegenheit, die Bilanz zu verbessern, besteht am Sonntag im Heimspiel gegen die SG Hundsangen. Gegen die glückte in der Hinrunde immerhin ein Punktgewinn. Nicht nur die zahlreichen Gegentreffer sind für Stumpf ein Grund für die schwache Rückrunde. „Ein Mann war nicht zu ersetzen“, erklärt er. Gemeint ist Angreifer Matthias Arnolds, der sich Anfang März einen Kreuzbandriss zuzog.

    Theoretisch kann die SG Hundsangen noch Sechster werden, der siebte Rang ist ihr definitiv nicht mehr zu nehmen. „Natürlich wollen wir gewinnen“, sagt daher Spielertrainer Martin Schlimm. „Allerdings habe ich bis jetzt nur zehn Leute zusammen“, berichtet er. Dieses Dilemma ist nicht ganz neu in den jüngsten Wochen. Da die Reserve noch in die B-Klasse aufsteigen kann, besitzt sie beim Personal Priorität.

    Trotz dieser Umstände hoffen die Hundsangener auf einen schönen Abschluss der Saison, zumal sie einige Leistungsträger verlassen. Das gilt vor allem für den Angriff, wo der beste Schütze Chihuri Nogi künftig nicht mehr zur Verfügung steht. Kelvin Lima sei wohl wegen Problemen mit Arbeitsrecht und Aufenthaltsgenehmigung nicht zu halten. „Wir suchen noch einen Offensiven“, damit Sebastian Schneider nicht alleine in der Spitze steht. Fünf Neuzugänge aus der Region seien hingegen bereits sicher.

    Von unserem Mitarbeiter Thorsten Stötzer

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