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Verbandsliga Waldalgesheimer und Binger kennen und schätzen sich - So verläuft dann auch die Partie

Walthers Geniestreich rettet Derby-Punkt

Waldalgesheim. Flutlicht, mehr als 600 Zuschauer, zwei Lokalrivalen – die Derbys zwischen Alemannia Waldalgesheim und Hassia Bingen gehören in der Fußball-Region zu den Leckerbissen. Und doch hat am Freitagabend beim 1:1-Unentschieden – wir berichteten – ein bisschen Brisanz gefehlt.

Gut gesäumt war das Spielfeld an der Waldalgesheimer Waldstraße. Die Zuschauer sahen, wie der Binger Innenverteidiger Christian Klöckner (rechts) den Waldalgesheimer Felix Pauer stoppte.  Foto: Klaus Castor
Gut gesäumt war das Spielfeld an der Waldalgesheimer Waldstraße. Die Zuschauer sahen, wie der Binger Innenverteidiger Christian Klöckner (rechts) den Waldalgesheimer Felix Pauer stoppte.
Foto: Klaus Castor

„Feuer war drin im Spiel, die Hitzigkeit ist aber etwas weniger geworden in den vergangenen Jahren“, hat Christopher Lind festgestellt. 2009 stand er bereits bei einem der ersten Derbys auf dem Platz, als die Alemannia zur Hassia aufschloss. „Damals waren das aber noch ganz andere Duelle“, erinnerte sich der heutige Hassiate und damalige Alemanne. Auch der Waldalgesheimer Trainer Patrick Joerg hatte beobachtet, „dass sich vor der Partie die Spieler mit Umarmungen begrüßt haben, weil sie sich alle gut kennen“. Vor allem die Alemannen hatten anschließend auf dem Spielfeld vergessen, in den Derby-Modus zu schalten. „Wir waren zu ängstlich“, erkannte Stürmer Timo Riemer. Sein Trainer nannte es „mutlos“. So stand unter dem Strich ein Punktgewinn für die Gastgeber, der als glücklich zu bezeichnen ist.

Als Retter in höchster Not fungierte Patrick Walther. Erstmals seit mehreren Monaten stand der Langzeitverletzte in einem Heimspiel in der Startelf. Als Schiedsrichter Florian Benedum nach 84 Minuten den Alemannen einen Freistoß 22 Meter vor dem Tor zusprach, dauerte es einige Zeit, bis die Diskussionen verstummt waren und die Mauer postiert wurde. Selbst nach Benedums Freigabe ruhte Walther noch kurz, ehe er seinen Anlauf startete. Es war förmlich zu spüren, wie er sich konzentrierte, um den Ball um die Mauer herum ins Netz zu zirkeln. „Du kannst dich froh und glücklich schätzen, einen solchen Freistoß-Schützen in deinem Team zu haben“, freute sich Riemer, und Lind ergänzte: „So kennen wir Patrick.“ Der bereits ausgewechselte Binger hatte den Geniestreich des Alemannen befürchtet, schließlich kennen sich beide nicht nur, sondern sind auch über mehrere Ecken verwandt.

Auch das Tor der Binger sorgte für Diskussionsstoff. „Ich hätte den Ball locker rausköpfen können, bin aber von hinten geschubst worden“, ärgerte sich Riemer. Enes Sovtic hatte die freie Bahn genutzt und den Eckball von Burak Tasci in der 75. Minute in die Maschen geköpft. „Anschließend haben wir verpasst, das 2:0 nachzulegen. Das ist einer der wenigen Kritikpunkte, die ich habe. Ansonsten haben wir vieles richtig gemacht. Ich habe auch die notwendige Leidenschaft bei meinem Team gesehen“, bilanzierte Hassia-Trainer Nelson Rodrigues, der allerdings wegen des späten Ausgleichs feststellen musste: „Das 1:1 fühlt sich wie eine Niederlage an.“

Sein Team hatte das Plus an Leidenschaft in eine Überlegenheit in den Bereichen Zweikämpfe und Spielfreude übertragen. „Wir haben einen Plan, wie wir Fußball spielen wollen und sollen. Das macht großen Spaß“, sagte Lind, der in der Winterpause von Eintracht Bad Kreuznach zu seinem Heimatverein gewechselt ist. „Das ist jetzt meine 16. Saison in Bingen. Im Moment spiele ich defensiver als vorher, aber das kommt mir entgegen“, erklärte Lind. Über die linke Seite machte er mächtig Wirbel, vergab aber auch eine gute Möglichkeit zur Führung. Nach knapp einer Stunde musste er dann Platz machen für Fabian Liesenfeld, der schnell andeutete, dass er nach langer Verletzungspause wieder auf dem Weg zu einer festen Hassia-Größe ist.

Vielleicht lag die Harmlosigkeit in mancher Derby-Aktion ja auch am Tabellenbild. Schon acht Spieltage vor Schluss geht es für beide um nicht mehr viel. „Die Stimmung bei uns ist wieder richtig gut. Wir wollen noch Vierter, Fünfter werden und uns für die nächste Saison einspielen“, sagte Riemer. Dafür ist aber ein wenig mehr Power in den Derby-Auftritten notwendig.

So geht's weiter: Der SVA spielt am Freitag, 19 Uhr, in Winzenheim bei Eintracht Bad Kreuznach, die Hassia empfängt am Samstag um 17 Uhr den FV Dudenhofen.

Von unserem Redakteur Olaf Paare

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sn
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