• Startseite
  • » Sport
  • » Regionalsport
  • » Fußball Frauen
  • » FV Rheinland
  • » Westerwald
  • » Endlich Klarheit: 1. FFC Montabaur ist Zweitligist - DFB entscheidet gegen Schott Mainz
  • Endlich Klarheit: 1. FFC Montabaur ist Zweitligist - DFB entscheidet gegen Schott Mainz

    Montabaur. Neun Jahre ist es her, dass sich einige Männer mit Mut und Visionen zusammentaten, um in Montabaur den 1. Frauen-Fußball-Club der Stadt zu gründen - mit dem forsch formulierten Ziel, es bis in die Bundesliga zu schaffen. Wenn der Verein im kommenden Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert, dann macht er dies als Zweitligist. "Man kann sagen, dann haben wir mit langem Anlauf unser Ziel erreicht", sagt der Sportliche Leiter Michael Saal. Doch es war eine Hängepartie, ehe dieser Aufstieg in Häppchen über die Bühne war. Erst ein Fax des Deutschen Fußball-Bundes brachte am Mittwochnachmittag Klarheit.

    Ein merkwürdiger Fauxpas

    Der Reihe nach: In der Regionalliga haben die Fußballerinnen aus Montabaur eine gute Saison gespielt, es aber nicht bis ganz an die Spitze geschafft, sondern sind zum dritten Mal Vizemeister geworden. Der TSV Schott Mainz war eine Klasse für sich. 20 Spiele, 60 Punkte - da gab es keinerlei Argumente, von einer unverdienten Meisterschaft zu sprechen. Doch scheinbar ist bei dem Werksklub nicht alles Gold, was rein sportlich so wunderbar glänzt. Um wenige Minuten zu spät trudelte der Lizenzantrag von Schott Mainz beim DFB ein, damit ist eine Zulassung zur 2. Bundesliga laut der in dieser Frage eindeutigen Statuten ausgeschlossen. Es ist ein Fauxpas, der nicht zum Auftreten der sportlich auf vielen Feldern ambitionierten Mainzer passt und viel Raum für Spekulationen lässt. Doch das alles schert die Verantwortlichen in Montabaur wenig. "Mir tut es natürlich für die Spielerinnen leid", sagt Michael Saal. "Aber wir schämen uns nicht dafür, dass wir jetzt der Nutznießer sind. Was die formalen Dinge angeht, waren wir wohl besser."

    Mehr sagt der Sportliche Leiter nicht. Er hat auch gar nicht die Zeit dazu, sich mit dem sportrechtlich abgestraften Meister zu beschäftigen. Die Liste, die die Verantwortlichen in Montabaur jetzt abzuarbeiten haben, ist lang. Und dass alles, wo ein sportlicher Höhepunkt noch bevorsteht: das Finale um den Rheinlandpokal gegen Regionalliga-Aufsteiger SG 99 Andernach am Samstag in Straßenhaus (Anstoß: 17 Uhr). "Wir haben versucht, uns nicht allzu sehr mit den Gerüchten um Mainz zu befassen", sagt Saal. "Aber das war schwer."

    Seit Mittwoch wird zweigleisig gearbeitet: Trainer und Mannschaft bereiten sich aufs Endspiel vor, die Führungscrew werkelt an der sportlichen Zukunft. Dabei tun sich für die kommenden Wochen zwei Baustellen auf. Zum einen sind die Vorgaben des DFB zu erfüllen, zum anderen gilt es, auf die Schnelle eine Mannschaft für Liga zwei zusammenzustellen, die in dieser Klasse auch konkurrenzfähig ist. Das größte Argument des 1. FFC auf der Suche nach Verstärkungen: Nach dem Abstieg von Bad Neuenahr ist Montabaur jetzt die Nummer im Rheinland.

    Hürden sind zu meistern

    Zumindest dann, wenn auch die endgültige Zulassung durch den DFB auch erteilt wird. "Es sieht gut aus", sagt Vorstandmitglied Hanno Steindorf. "Die Auflagen sind alle erfüllbar." Dass die Spiele weiter in Eschelbach stattfinden können, ist schon abgenickt. Ferner muss es künftig eine Geschäftsstelle geben. Auch hierin sehen die Verantwortlichen keine große Hürde. Mehr Aufwand ist es da schon, die sportliche Tauglichkeit der Spielerinnen nachzuweisen. Internistisch wie orthopädisch werden die Fußballerinnen untersucht - "das muss dann wohl so sein", wie Saal sagt.

    Ein großes Problem, dass der 1. FFC Montabaur zu lösen hat, ist übrigens losgelöst von DFB und Liga zwei - und zudem alles andere als neu. "Die Trainingssituation wird durch die Sperrung des Stadion im Herbst und durch die Gründung eines neuen Fußballvereins in Montabaur dramatisch", sagt Saal. Auch wenn der FFC jetzt Zweitligist ist, gibt es Dinge, an denen sich in neun Jahren nichts geändert hat...

    Marco Rosbach

    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Männer
    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Regionalsport Mix
    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach