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  • Junges Alter als Fluch und Segen zugleich: Enrico Förderer mischt deutsche Kartsportszene auf

    Leuterod. Wenn ein Sportler in die Jahre kommt, ist es ganz normal, dass er an Leistungsfähigkeit einbüßt. Ebenso gehört es dann zum Lauf der Dinge, dass er sich nicht mehr mit den Besten seiner Zunft messen kann oder sogar darf. Enrico Förderer macht eine solche Entwicklung durch - nur umgekehrt.

     

    Die Siegerfaust durfte Enrico Förderer in seiner ersten Rennsaison des öfteren zeigen.
    Die Siegerfaust durfte Enrico Förderer in seiner ersten Rennsaison des öfteren zeigen.
    Foto: www.motorsport-xl.de

    Von unserem Redakteur Andreas Hundhammer

    Der Leuteroder ist gerade mal neun Jahre alt und auf dem besten Weg, mal ein Großer in dem zu werden, was er seit rund zwei Jahren leidenschaftlich betreibt: Kart fahren. Darauf deutet zumindest ein turbulentes Jahr hin, das hinter dem Talent des RSC Westerwald liegt. Klubmeister im Verein, Platz drei in der Serie "Rhein Mayen Kart Cup" und insgesamt 13 Pokale allein in diesem Jahr deuten an, wo Enricos Weg hinführen kann. In dieser Saison feierte er zudem sein Debüt in der deutschen Ausgabe der Rotax Max Challenge, einer der beliebtesten Kartsport-Rennserien weltweit. Als Jüngster unter den Jüngsten maß er sich in der Micro-Klasse mit teilweise zwei Jahre älteren Kontrahenten, strebte dort im Gesamtklassement einen Platz unter den ersten Zehn an. Letztendlich belegte er nach fünf Veranstaltungen in seiner ersten richtigen Rennsaison Rang drei - wozu ihm nicht zuletzt die beiden abschließenden Rennen verhalfen.

    Probleme bei letzten Rennen

    Zwar sammelte Enrico sowohl in Kerpen als auch beim Finale in Wackersdorf weniger Punkte als in den beiden Rennen zuvor, doch hatte er diesmal auch mit größeren Problemen zu kämpfen. In Kerpen entfaltete der Youngster schon im Zeittraining sein Potenzial. Mit weniger als einer Zehntelsekunde Rückstand auf den Führenden belegte er als Zweiter eine vorzeigbare Ausgangsposition für den ersten Wertungslauf, in dem er ebenfalls für Furore sorgte und einen knappen Sieg einfuhr.

    Im zweiten Rennen folgte dann ein herber Rückschlag. Auf regennasser Piste schaffte es Enrico nicht, seinen Startplatz regelkonform einzunehmen, da er die winkenden Handzeichen seiner Mitbewerber fehlinterpretierte. So wurde er aus der Wertung genommen und ging leer aus. Doch im letzten Rennen des Tages pflügte er noch mal mit höchster Konzentration durchs Feld, verpasste beim Fallen der Zielflagge das Podest denkbar knapp und überquerte als starker Vierter die Ziellinie.

    Mit gerade mal neun Jahren ist der Leuteroder Enrico Förderer bereits eines der großen Talente im deutschen Motorsport.
    Mit gerade mal neun Jahren ist der Leuteroder Enrico Förderer bereits eines der großen Talente im deutschen Motorsport.

    Ähnlich verlief auch das abschließende Rennen in Wackersdorf. Hier leistete sich Enrico zwar keine Unachtsamkeit, stattdessen sorgten im Zeittraining jedoch Motorenprobleme dafür, dass er das Feld ein weiteres Mal von hinten aufräumen musste. Und das tat der Leuteroder mit Bravour. Als Vorletzter gestartet ließ schon Platz elf nach dem ersten Lauf erahnen, dass der Weg weiter nach vorne führen würde. Beim zweiten Start kämpfte sich Enrico mit hervorragenden Überholmanövern vor bis auf Rang drei. Die Krönung folgte im dritten und abschließenden Durchgang, als er noch einmal alles aus seinem Kart rausholte und den Sieg einschließlich der Tageswertung mit einem hauchdünnen Vorsprung perfekt machte - und schließlich auch im Endresultat der Meisterschaft Rang drei einnahm.

    Chance auf Weltfinale verwehrt

    Sein junges Alter ist für Enrico jedoch Fluch und Segen zugleich. Zwar bleibt ihm dadurch genug Zeit, seine Entwicklung Schritt für Schritt voranzutreiben. Gleichzeitig nimmt es ihm jedoch auch die Möglichkeit, die nächsten Schritte ob seines fortgeschrittenen Könnens schon frühzeitig zu gehen, wie nach dem letzten Rennen der Serie deutlich wurde. Denn der Gesamtsieger qualifiziert sich für das Weltfinale im italienischen Sarno - sofern er zwischen acht und zehn Jahren alt ist. Mit jeweils zwölf Jahren fielen die beiden Erstplatzierten durchs Raster, Enrico hingegen nicht. Letztendlich machte ihm aber der Deutsche Motorsportbund einen Strich durch die Rechnung. Denn der DMSB stellt Nachwuchsfahrern erst ab einem Alter von zehn Jahren eine Lizenz aus, um auch im Ausland Rennen fahren zu dürfen.

    Resignation macht sich deshalb aber nicht breit. Im Gegenteil. Enrico hat inzwischen endgültig der Ehrgeiz gepackt. Sein Ziel für die Saison 2017: Platz eins bei der Rotax Max Challenge. Bis dahin wäre er dann auch alt genug, um am Weltfinale teilzunehmen.

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