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  • Idar-Oberstein/BaumholderSC Idar und VfR Baumholder: Das große Hoffen auf den Ausrutscher

    In einer vergleichbaren Situation befinden sich die beiden besten Fußball-Mannschaften des Kreises Birkenfeld am Wochenende, am letzten Spieltag aller Ligen des Südwestdeutschen Fußballverbandes. Sowohl der SC Idar-Oberstein in der Verbandsliga als auch der VfR Baumholder in der Landesliga müssen auf einen Ausrutscher ihrer Konkurrenten hoffen, um den größtmöglichen Wurf noch landen zu können. Beide Vereine können es mit eigenen Siegen und Hilfe der Gegner ihrer Konkurrenten noch in ein Entscheidungsspiel mit Aufstiegsoption schaffen. Für Spannung ist also reichlich gesorgt, wenn am Samstag (17 Uhr) der VfR Baumholder die SG Meisenheim/Desloch/Jeckenbach empfängt und der SC Idar-Oberstein am Sonntag (15 Uhr) bei Hassia Bingen antritt.

    Foto: Joachim Hähn

    Bei aller Vergleichbarkeit – die Ausgangslage für den SC Idar-Oberstein ist komfortabler als die des VfR Baumholder. Während der SC Idar-Oberstein die Aufstiegsspiele zur Oberliga schon sicher erreicht hat und im Falle eines eigenen Sieges und eines Ausrutschers von Tabellenführer FV Dudenhofen über ein Entscheidungsspiel noch Meister werden könnte, stünde der VfR Baumholder mit leeren Händen da, wenn er nicht gewinnt und der TuS Rüssingen als Zweitplatzierter nicht gleichzeitig verliert. Allerdings scheint ein später VfR-Triumph eher denkbar zu sein als der des SC Idar-Oberstein.

    Foto: Hähn

    Landesliga: Anpfiff Samstag, 17 Uhr

    Die beiden entscheidenden Spiele heißen VfR Baumholder gegen SG Meisenheim/Desloch/Jeckenbach und SV Nanzdietschweiler gegen TuS Rüssingen. Die Ausgangslage ist eindeutig für den VfR. Die Mannschaft von Trainer Sascha Schnell und der SV Nanzdietschweiler müssen gewinnen, damit der VfR noch ein Entscheidungsspiel um die Aufstiegspartien erreicht. Beide Kriterien sind nicht so leicht zu bewerkstelligen. „Meisenheim hat eine Klasse-Mannschaft, von der ich eigentlich vor der Saison gedacht habe, dass sie um den Aufstieg mitspielt“, erklärt Schnell. Der VfR-Trainer möchte sich nur auf das eigene Spiel konzentrieren. Er sagt: „Wir wollen unser letztes Spiel dieser Saison mit einem Dreier beenden. Damit würden wir natürlich auch die Voraussetzungen schaffen, dass wir doch noch Zweiter werden können. Das wäre dann ein Zubrot.“ schnell wird keinen Extra-Spion nach Nanzdietschweiler schicken. „Unsere Partie ist mir wichtig. Wenn dann in Nanzdietschweiler irgendetwas passiert, dann werden wir es schon mitbekommen“, erklärt der Coach.

    Die Tabelle macht den Baumholderer Konkurrenten TuS Rüssingen ganz klar zum Favoriten der Partie in Nanzdietschweiler. Während die Gastgeber mitten im Abstiegssumpf stecken und nur ein Sieg ihnen die Möglichkeit gibt, über ein Entscheidungsspiel noch auf den sicheren viertletzten Platz zu springen (dazu müsste übrigens noch der VfR Kirn zu Hause gegen Bundenthal verlieren), kann Rüssingen sogar noch Meister werden. Die Mannschaft, bei der hin und wieder Mario Basler aufläuft, hat nur einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer TuS Hohenecken, der vor einem komplizierten Auswärtsspiel beim TSC Zweibrücken steht. Trotzdem kann sich Schnell vorstellen, dass Nanzdietschweiler Rüssingen schlägt. „Der SV wird nichts herschenken, und Rüssingen ist und bleibt eine Wundertüte. In dieser Partie ist schon noch alles möglich.“

    Der Fokus beim VfR Baumholder bleibt dennoch auf der eigenen Partie gegen Meisenheim, bei der Felix Ruppenthal und Jan Bremer zum vielleicht letzten Mal im grün-weißen Dress auflaufen werden. „Das sind zwei saubere Jungs, die sich unbedingt auch mit einem Sieg verabschieden wollen“, erklärt Schnell. Aber vielleicht bekommen beide ja noch eine Verlängerung...

    Eine Verlängerung, die der SC Idar-Oberstein auf jeden Fall schon in der Tasche hat. Die Frage heißt nur, verlängert sich die Runde nur um ein Spiel (dann wäre der SC Meister), um drei Partien (dann hätte der SC das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft verloren) oder um zwei Begegnungen (die der Aufstiegsrunde zur Oberliga).

    Verbandsliga: Sonntag, 15 Uhr

    Murat Yasar brennt lichterloh vor dem letzten Spieltag und der Saisonverlängerung. Und er hofft auch noch darauf, dass sich irgendwie die Voraussetzungen für ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft ergeben. „Natürlich tun wird das“, stellt er klar, „wir wären ja total emotionslos, wenn es nicht so wäre.“ Aber der Coach des SC Idar-Oberstein macht eine Einschränkung. „Wir hoffen, sind aber auch realistisch.“

    Selbstverständlich weiß Yasar, dass es geradezu sensationell wäre, wenn der SV Herschberg, der 2017 gerade einmal fünf Punkte gesammelt hat, beim souveränen Spitzenreiter FV Dudenhofen gewinnen würde. Immerhin scheint sich der SV, der gerüchteweise über einen Rückzug aus der Verbandsliga nachdenkt, zuletzt etwas gefangen zu haben, wie ein respektables Unentschieden gegen Waldalgesheim belegt. Trotzdem stellt Yasar klar: „Die Hoffnung auf einen Herschberger Sieg ist begrenzt.

    Und dann weist der SC-Trainer zurecht darauf hin, vor welch hoher Hürde der SC selbst steht. „Bei Hassia Bingen gewinnt man ja nicht einfach so. Die Hassia hat eine Supermannschaft.“ Gleichwohl betont Yasar: „Wir wollen 2017 ungeschlagen bleiben, und wir wollen auch in Bingen gewinnen.“ Ob das um jeden Preis geschehen soll, will Yasar aber auch von Zwischenständen aus Dudenhofen via Liveticker abhängig machen. Er erklärt: „Wir müssen da einen Spagat hinbekommen. Einerseits wollen wir natürlich in Bingen gewinnen, andererseits liegt unser Fokus realistischerweise schon auf der Aufstiegsrunde. Da hätten wir bereits am Mittwoch das erste Spiel im Saarland.“ Die Konsequenz daraus ist für Yasar klar: „Wir werden in Bingen sicher nicht von der ersten Minute ein Feuerwerk abbrennen, und – je nach Spielständen – womöglich auch Spieler schonen. Wir wollen unser Ding kontrolliert durchziehen, aber nichts riskieren.“ Fehlen wird deshalb in Bingen Dennis Kaucher, der über Adduktorenprobleme klagt. Dafür ist Alexander Davidenko wieder dabei.

    Klar ist aber eines. Die beiden besten Mannschaften des Kreises Birkenfeld haben überragende Runden gespielt. Sie haben es geschafft, dass auch am letzten Spieltag noch Spannung herrscht, dass sie zum Saisonfinale etwas gewinnen können. Beim SC scheint der Aufstieg ein Stück weit realistischer zu sein, aber vielleicht nimmt Fortuna ja auch den VfR Baumholder fest in ihre Arme – denn ohne die Glücksgöttin wird es nicht funktionieren an diesem mega interessanten letzten Spieltag.

    Von unserem Redakteur Sascha Nicolay

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