40.000
  • Startseite
  • » Sport
  • » Regionalsport
  • » Regionalsport extra
  • » Idar-Oberstein/Birkenfeld/Baumholder
  • » Nachspielzeit mit Sascha Nicolay: Zwei Mannschaften des Jahres 1977/78 voller Legenden
  • Aus unserem Archiv

    Nachspielzeit mit Sascha Nicolay: Zwei Mannschaften des Jahres 1977/78 voller Legenden

    Vor wenigen Tagen haben wir an dieser Stelle die Elf der vergangenen Halbserie veröffentlicht. Ein Novum in der Geschichte der Sportredaktion habe ich gedacht - und dabei glatt meinen geschätzten Vorvorgänger vergessen. Bernd Schneider (die älteren Leser erinnern sich sicher an sein legendäres Kürzel "bs") hat so etwas ähnliches bereits vor fast 38 Jahren gemacht.

    Sascha Nicolay.
    Sascha Nicolay.

    Sascha Nicolay blickt zurück, nach vorne und auch zur Seite

    Karsten Schultheiß, früher mal freier Mitarbeiter und Volontär bei der NZ (Kürzel "ks"), heute für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Kreisverwaltung verantwortlich und Fußball-Abteilungsleiter des FC Brücken, hat sich zuerst dunkel erinnert, dann in seinem umfangreichen Archiv gekramt und schließlich einen Artikel vom Montag, 3. Juli 1978, zu Tage gefördert. Einen Artikel mit der "Elf des Jahres" der Fußball-Spielzeit 1977/78.

    Die besten Spieler der Saison 1977/1978, aufgeteilt in zwei Mannschaften. Quelle: Nahe-Zeitung
    Die besten Spieler der Saison 1977/1978, aufgeteilt in zwei Mannschaften. Quelle: Nahe-Zeitung

    Genau genommen sind es zwei Mannschaften der Saison 1977/78. Bernd Schneider hat ein Super-Team Idar-Obersteins gebildet und ein weiteres aus dem restlichen Kreisgebiet gegenübergestellt. Und der damalige NZ-Sportredakteur hat zweifellos ziemlich gut gelegen, denn nahezu alle aufgeführten Akteure - übrigens in einem 4-2-4-System abgebildet - sind noch heute ein Begriff oder haben gar Legendenstatus im Kreis. Für die Stadt Idar-Oberstein nominierte Bernd Schneider: Joachim "Kiki" Conradt (TSG Idar-Oberstein) - Klaus "Bobby" Schübelin (ASV), Wolfgang "Deo" Dietrich (TuS Tiefenstein), Karl-Heinz Zwicker (Bollenbacher SV), Klaus Drahoß (TuS Tiefenstein) - Bernd "Schmackes" Schreiber (TuS), Jürgen Römer (ASV) - Wolfgang Lorenz (TuS), Harry Dörrenbächer (BSV), Fritz Röhrig und Willi Kossligk (beide ASV).

    Für den Rest-Kreis stellte Bernd Schneider folgende Spieler auf: Gerd Mörsdorf (VfR Baumholder) - Harald Schulzeck (VfR), Peter Heyda (TuS Hoppstädten), Wilhelm Schneider, Reimund "Schlappe" Conrad - Burkhardt "Muck" Bidinger (alle VfR Baumholder), Uwe Conrad (Spvgg Fischbach) - Rainer Thomas (SC Birkenfeld), Hermann-Josef Baltes (TuS Hoppstädten), Edgar Korb (VfR Baumholder) und Gerhard Conradt (TuS Kirschweiler).

    Mario Bronner als klasse Hallensprecher

    Ob es die Jungs und Mädels beim 12. Hallen-Masters, der Fußballjugend-Kreismeisterschaft in - sagen wir mal - 50 Jahren auch zu einem ähnlichen Bekanntheitsgrad wie die oben genannten Herren gebracht haben werden, wird einer meiner Nachfolger klären. Doch wie immer haben die jungen Kicker den entscheidenden Teil dazu beigetragen, dass das Masters neben den Tagen des Jugendfußballs im Sommer die vielleicht wichtigste Veranstaltung für Nachwuchsfußballer im Kreis ist. Daran hatte auch der Kreisjugendausschuss seinen Anteil. Im vergangenen Jahr hatte ich an dieser Stelle die Lieblosigkeit moniert, mit der das Masters damals veranstaltet worden war. Diesmal war es viel besser. Mario Bronner gab einen einen engagierten Hallensprecher, die letzte Minute wurde mit wechselnden Musikeinspielern aufgepeppt und auch in Pausen schepperten Songs durch die Lautsprecher. Zudem hatte ich den Eindruck, dass der Futsalball irgendwie eine andere, bessere Qualität besaß als die Kugel bei der Kreismeisterschaft der Männer.

    Qualitativ schwaches A-Jugend-Halbfinale

    Apropos Futsal. Im Jugendfußball scheint das Hallenspiel nach diesen Regeln schon deutlich normaler zu sein als bei den Aktiven. Trotzdem fiel auch diesmal wieder auf, dass relativ wenig Tore erzielt werden.

    Qualitativ nicht besonders gut waren die A-Junioren-Halbfinalspiele. Es ging zwar mit einem scheinbar irrsinnigen Tempo hin und her, aber alle vier Mannschaften fielen vor allem durch gewaltigen Einsatz, aber vielen Ballverlusten auf. Übertriebene Einzelaktionen und schlechtes Passspiel waren die Gründe. Gleichwohl waren die Spiele spannend und endeten überraschend damit, dass der SC Idar-Oberstein "nur" Vierter wurde, und der FC Brücken sowie der spätere Sieger VfR Baumholder ins Endspiel einzogen.

    Starke, regelsichere Schiedsrichter

    Schuld daran waren auch die detaillierten Regelkenntnisse der Schiedsrichter Felix Bank, Matthias Fuchs und Martin Lind. Bei eigener 1:0-Führung bekam der SC im Halbfinale nämlich einen Zehnmeter-Strafstoß zugesprochen. Christian Zizak passte den Ball leicht nach vorne, Tim Oberländer versenkte. 2:0? Denkste! Im Fußball beim Elfmeter ist das natürlich erlaubt, denn letztlich ist ein Elfmeter nichts anderes als ein direkter Freistoß im Strafraum, der auch indirekt ausgeführt werden darf. Lionel Messi und Luis Suarez haben auf diese Art gerade einen Elfmeter gegen Celta Vigo verwandelt. Beim Futsal ist diese Art der Ausführung aber nicht erlaubt. In den Regel steht das eindeutig: "Der ausführende Spieler muss versuchen, aus dem Freistoß direkt ein Tor zu erzielen. Er darf den Ball nicht abspielen."

    Beim SC erregten sich trotzdem alle - und zwar verständlicherweise. Nicht wegen der Erklärung eines Verantwortlichen, der meinte, dass kein Pass, sondern ein verunglückter Torschuss vorgelegen habe. Aber das Argument von Trainer Tomasz Kakala war stark: "Wir haben in der Vorrunde auf die gleiche Weise drei Tore erzielt - und die haben immer gegolten." Offensichtlich waren da weniger regelfeste Referees am Start als beim Masters.

    Denn die drei Kollegen machten auch im zweiten Halbfinale beim 1:0-Führungstor des VfR Baumholder gegen die JSG Mörschied alles richtig. Das fünfte Mörschieder Mannschaftsfoul führte regelgerecht zum Zehnmeter-Strafstoß. Doch diese Regel hat einen entscheidenden Zusatz. Das ausführende Team hat nämlich die Wahl, ob es den Schuss von der Zehnmetermarke nimmt oder den Freistoß an der Stelle ausführt, wo das Foul stattgefunden hat. Im Falle der Partie Mörschied gegen Baumholder passierte das Foul exakt zwischen dem Sechsmeter-Kreis und und der Zehnmeter-Markierung zentral vor dem Tor. Nachvollziehbarerweise entschied sich der VfR dazu, den Freistoß aus etwa acht Metern auszuführen - und Dominik Gessner donnerte die Kugel zum 1:0 in die Maschen. Die Aufregung auf Mörschieder Seite hielt sich aber in Grenzen. Offenbar informierte Schiri Fuchs TuS-Trainer Christian Brünicke kurz im Zwiegespräch über den Regelzusatz.

    Regionalsport extra (L)
    Meistgelesene Artikel
    Fußball Männer
    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Regionalsport Mix
    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach