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    Kommentar von Sascha Nicolay: Rope-Skipping ist immer noch Geheimsache

    Die Europameisterschaft im Rope-Skipping in Idar-Oberstein war aus vielerlei Gründen eine tolle Sache und hervorragend organisiert vom TV Oberstein und dem TuS Mackenrodt. Trotzdem wird dieser Sport, so anspruchsvoll und anstrengend er auch ist, eine Randsportart bleiben, weil er sich einem neutralen Zuschauer kaum erschließt.

    Eine gehörige Portion Mitschuld daran trägt die nach wie vor fehlende Transparenz und Geschwindigkeit bei der Ergebnisermittlung. Rope-Skipping spielt sich ergebnistechnisch im Geheimen ab - auch bei dieser EM. Zwar konnte das Publikum bei den Speeddisziplinen wegen der drei Anzeigetafeln nachvollziehen, wie viele Sprünge der jeweilige Teilnehmer geschafft hat. In Beziehung setzen und eine Reihenfolge erstellen konnte dies ein Besucher aber nur, wenn er mühevoll alle Resultate mitgeschrieben und miteinander verglichen hatte.

    Noch unbefriedigender war die Ergebnisübermittlung bei den Freestyles. Die Wertungen wurden zwar zeitversetzt an den Anzeigetafeln preisgegeben, aber auch hier wurde kein Ranking gezeigt. Als Zuschauer wusste man also faktisch nicht, welche Platzierung die jeweiligen Springer gerade inne haben. Ein Schlussergebnis gab es am Ende des Wettkampfs ebenfalls nicht, die Endresultate wurden erst bei der Siegerehrung viele Stunden später bekannt gegeben. Auch die Athleten selbst wissen so höchstens ungefähr, wie sie abgeschnitten haben. "Damit sollen Fehler vermieden werden", erklärte Thomas Roland vom TuS Mackenrodt. Es sei schon vorgekommen, dass sich Rope-Skipper vorschnell über eine Medaille gefreut hätten, bevor das offizielle Resultat sie dann doch knapp hinter diesen Rängen auswies.

    So bedauerlich ein solcher Einzelfall sein mag. Rope-Skipping sollte hier schnellstens von den "großen" Sportarten lernen. Auch bei Olympia sind Ergebnisse zunächst inoffiziell. Es käme deshalb aber niemand auf die Idee, sie - etwa bei einer Fernsehübertragung - nicht öffentlich zu machen, bevor sie tatsächlich einige Stunden später als offiziell anerkannt würden. Wenn sich die Veranstalter von Rope-Skipping-Meisterschaften nicht dazu entschließen, Ergebnisse schnell (am besten sofort) für die Zuschauer und die Sportler zu übermitteln und möglichst sofort eine Reihenfolge darzustellen, bleibt diese bemerkenswerte Sportart für ein breiteres Publikum, für Zuschauer, die keine Insider sind, uninteressant. Es kann nämlich bei einer Sportveranstaltung nicht sein, dass der Besucher die Halle nach einem Wettbewerbsabschnitt verlässt und nicht weiß, wer gewonnen hat. Genau das ist aber auch bei dieser EM der Fall gewesen. EM-Bronze für das TVO-Team war eigentlich unmittelbar nach dem Wettkampf klar. Doch niemand in der Halle gab es bekannt. Erst sechs Stunden später erfuhren Zuschauer, Trainer und Sportler offiziell, dass es Edelmetall gegeben hatte.

    Die derzeitige Art der Ergebnisübermittlung sorgt dafür, dass Rope-Skipping an Bundesjugendspiele erinnert oder eher als Showveranstaltung denn als Sportart wahrgenommen wird. Denn zum Sport gehören Resultate, weil sie Spannungsträger sind. Außerdem gehören Gewinner und Verlierer dazu. Und als Sportbesucher will ich möglichst sofort wissen, wer welche Leistung erbracht hat, wer der Sieger ist und wo sich andere Athleten in einer Tabelle eingeordnet haben.

    Regionalsport extra (L)
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