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    BretzenheimRFV Bretzenheim sagt Traditionsturnier ab

    Das Reitturnier des RFV Bretzenheim rund um den 1. Mai ist seit Jahren eine Anlaufstelle für viele Sport-Begeisterte der Region. Doch 2016 müssen sie sich einen neuen Treffpunkt suchen. Denn das Traditionsturnier fällt aus. Die Anlage an der Nahe ist derzeit in einem schlechten, ja sogar katastrophalen Zustand und lässt keinen Reitsport zu. "Die Absage ist uns nicht leicht gefallen", sagt Isabell Scherf, die Pressewartin des RFV. Sie ergänzt: "Die Schäden an der Anlage sind aber gigantisch. Und solange wir nicht die Sicherheit für Pferde und Reiter gewährleisten können, macht es keinen Sinn, ein Turnier auszurichten."

    So grün war das Geläuf beim Bretzenheimer Turnier vor einem Jahr, als Marie Entwistle vom gastgebenden Verein mit My Brownie über den Parcours eilte und die Hindernisse überwand.  Foto: Klaus Castor
    So grün war das Geläuf beim Bretzenheimer Turnier vor einem Jahr, als Marie Entwistle vom gastgebenden Verein mit My Brownie über den Parcours eilte und die Hindernisse überwand.
    Foto: Klaus Castor

    Von unserem Redakteur Olaf Paare

    Auf der Anlage sollten in vier Wochen Springprüfungen über die Bühne gehen. Unmöglich - entschied der Vorstand des RFV Bretzenheim und sagte das beliebte Reitturnier auf den Nahewiesen ab.  Foto: Isabell Scherf
    Auf der Anlage sollten in vier Wochen Springprüfungen über die Bühne gehen. Unmöglich - entschied der Vorstand des RFV Bretzenheim und sagte das beliebte Reitturnier auf den Nahewiesen ab.
    Foto: Isabell Scherf

    Zum Hintergrund: Die Nahewiesen, auf denen das Turnier ausgetragen wird, sind Eigentum der Gemeinde Bretzenheim. Das Gelände ist langfristig an den RFV verpachtet. Das direkt angrenzende Naheufer ist Naturschutzgebiet, obliegt dem Land Rheinland-Pfalz und wird von der SGD Nord verwaltet. Am Ufer stehen jahrzehntealte Pappeln, die den Ausgangspunkt der Problematik darstellen. Die Pappeln waren nämlich für marode erklärt worden und sollten gestutzt beziehungsweise gefällt werden. Ein Unwetter im Spätsommer verschärfte die Situation, da dabei einige Bäume stark beschädigt wurden. Bereits zuvor hatten Gemeinde und SGD Nord die Arbeiten ausgeschrieben. Nach dem Unwetter mussten die Ausschreibungen ergänzt werden, sodass das Verfahren neu startete. Dazu gehörten auch Vermessungsarbeiten und zahlreiche Gutachten. "Jeder Baum ist einzeln begutachtet worden", berichtet Bretzenheims Ortsbürgermeister Thomas Gleichmann.

    Nach der Vergabe der Aufträge zog es sich bis in die zweite März-Woche hin, bis die Arbeiten an den Bäumen und somit auch auf dem Gelände des Reitturniers durchgeführt wurden. "Das große Problem war, dass wir nicht den Winter hatten, den wir uns alle für die Arbeiten gewünscht hätten", sagt Gleichmann und erklärt: "Wenn die Arbeiten auf richtig gefrorenem Boden hätten ausgeführt werden können, wäre nicht viel passiert." Doch anhaltenden Bodenfrost gab es eben nicht. Das Ergebnis sieht nun schlimm aus. Die schweren Baumaschinen haben dicke Furchen hinterlassen, zudem wurden die Platzumrandungen beschädigt. Auf den Plätzen für Springen und Dressur sind zudem zahlreiche Äste verteilt, die eine Gefahr für Pferde und Reiter darstellen. Eine Instandsetzung bis zum 1. Mai ist nicht zu gewährleisten.

    Isabell Scherf kritisiert, dass die Gemeinde wenig kooperativ gewesen sei und die Firma zu spät beauftragt habe. Ortsbürgermeister Gleichmann weist das zurück: "Es gab keine Verzögerungen von unserer Seite. Es war ein normales Verfahren mit Begutachtungen und Ausschreibungen." Gleichwohl sagt er: "Es kam da einiges zusammen. Neben dem zu warmen Winter und den unterschiedlichen Besitzständen von Gemeinde und Land hatten wir an Aschermittwoch auch noch ein Hochwasser, und die ausführende Firma musste einen Maschinenschaden verkraften." Gleichmann ergänzt: "Auch ich finde den Ausfall sehr schade und hoffe, dass es 2017 wieder ein Turnier geben wird."

    Für den RFV bedeutet die Absage den Verlust von sportlichem und organisatorischem Renommee, aber auch finanzielle Einbußen. Mit den Einnahmen der Großveranstaltung konnte der Verein Kosten, die das komplette Jahr über anfallen, decken. "Für unseren Verein ist das Ganze sehr ärgerlich", resümiert Isabell Scherf.

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