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    Radsport: Svenja Renner stellt sich der Herausforderung Tour Transalp

    Von unserem Mitarbeiter

    Svenja Renner liebt die Herausforderung in den Bergen. Am Sonntag startet sie bei der Tour Transalp.
    Svenja Renner liebt die Herausforderung in den Bergen. Am Sonntag startet sie bei der Tour Transalp.
    Foto: privat

    Gert Adolphi

    Eckenroth. Svenja Renner erfüllt sich einen Traum. Die 40-jährige Rennradfahrerin aus Eckenroth stellt sich einer ultimativen sportlichen Herausforderung. Sie nimmt an der Tour Transalp teil, die am Sonntag im österreichischen Imst startet und in sieben Tagesetappen über 900 Kilometer und 22 Pässe nach Riva del Garda in Italien führt. "Das ist europaweit so ziemlich das Härteste, was es an Etappenrennen gibt", sagt Svenja Renner. "Da kommen nur die Allerbesten hin."

    Zum Radsport ist Svenja Renner über ihren Mann Oliver Schultheis gekommen, der früher Amateurrennen gefahren ist, unter anderem gegen Udo Bölts und Christian Henn. Seit zehn Jahren sitzt sie auf dem Rennrad, seit fünf Jahren fährt sie leistungsorientiert. Ihr Faible sind Marathonrennen, das heißt Ein-Tages-Veranstaltungen mit Distanzen über 200 Kilometer. Am liebsten geht es dabei in die Berge, damit auch ordentlich Höhenmeter zusammenkommen. "Das ist für mich die ehrlichste Art des Radfahrens", sagt die 40-Jährige. "Da gibt es nicht viel taktisches Geplänkel wie bei den klassischen Straßenrennen. Hier gibt es nur dich und den Berg. Fertig!"

    Svenja Renner kann schon einige Erfolge aufweisen. Beim Rennen Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt, dem ehemaligen Rennen Rund um den Henninger Turm, belegte sie in diesem Jahr den elften Platz bei den Frauen und den dritten in ihrer Altersklasse. Fünfte wurde sie beim Highländer Radmarathon im Vorjahr. "Ich bin eine gute Top-Ten-Fahrerin", sagt die Sportlerin aus Eckenroth.

    An ein Etappenrennen hatte sie sich bislang noch nicht herangetraut. "Ich wollte das schon lange machen", sagt Svenja Renner. "Die Tour Transalp gibt es schon seit 15 Jahren. Ich habe die ganze Zeit meinen Mann bearbeitet, da doch mal mitzufahren." Doch der hatte in seiner aktiven Zeit genügend Wettbewerbe bei Wind und Wetter bestritten und ließ sich nicht erweichen. Einen Partner aber brauchte Svenja Renner. Denn bei der Tour Transalp gibt es keine Einzelstarter. Zugelassen sind nur Zweierteams - zwei Männer, zwei Frauen oder ein Mixed-Duo.

    Der runde Geburtstag im Januar war für die Eckenrotherin so etwas wie der Fixpunkt. In diesem Jahr wollte sie sich endlich ihren Traum erfüllen. Nur: Sie hatte noch keine Partnerin. Ein männlicher Mitstreiter kam nicht in Frage. "Ich glaube nicht, dass mein Mann toleriert hätte, dass ich mit einem anderen Mann das Rennen bestreite", sagt Svenja Renner. "Es war schon klar, dass nur eine Frau in Frage kam."

    Im Vorjahr begann die Eckenrotherin ihre Suche. Etwa ein halbes Jahr verging, ohne dass sie fündig wurde. Die Zeit drängte. Am 1. Dezember wurde die Meldeliste eröffnet. Nur 600 Teams - sprich: 1200 Sportler - werden zugelassen. Erfahrungsgemäß ist das Etappenrennen schnell ausgebucht. "Im November habe ich schon halbwegs die Nerven verloren, weil ich noch keine Partnerin hatte", erzählt Svenja Renner. "Es gibt nicht viele, die so etwas machen." Sie startete über soziale Medien eine Anfrage und bekam schnell einen Tipp. So kam sie mit Jennifer Eisenhuber aus Wiesbaden in Kontakt. Das Team stand.

    Die Partnerin erwies sich als Glücksfall. "Wir kannten uns noch nicht", sagt Svenja Renner. "Aber Wiesbaden liegt ja praktisch um die Ecke. Wir konnten das ganze Frühjahr gemeinsam trainieren. Es ist wichtig, dass man sich im Vorfeld kennenlernt. Ich war froh, dass es so unkompliziert war."

    Jennifer Eisenhuber, eine ehemalige Triathletin, ist 34 Jahre alt und hat etwa das gleiche Leistungsniveau wie ihre Partnerin. Das ist wichtig. Denn gewertet wird bei der Tour Transalp auf jeder Etappe der Langsamere des Duos. Es ist also entscheidend, dass das Team gut harmoniert.

    Svenja Renner hat sich gewissenhaft auf die Herausforderung vorbereitet. Drei Trainingslager hat sie von Dezember bis April in Mallorca bestritten. "Seit ich weiß, dass ich teilnehme, ist vieles in den Hintergrund getreten", sagt die Sportlerin aus Eckenroth. "Ich habe mein Leben reduziert auf Training, Arbeit, Haushalt und Schlafen. Seit dem 1. Januar habe ich 7300 Kilometer auf dem Tacho. So viel hatte ich noch nie in den vergangenen Jahren." Vier bis sechs Stunden sitzt sie bei den langen Einheiten am Wochenende auf dem Rennrad, oft begleitet von ihrem Mann oder ihrer Partnerin. Dazu kommen die kürzeren Einheiten unter der Woche. "Ich habe alles getan, was möglich ist", sagt Svenja Renner. "Wir wissen, was wir können. Ich würde gern unter den ersten fünf landen."

    Regionalsport extra (E)
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