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  • HackenheimAlicia Soffel und Justin Seckler erklimmen den Thron

    Er ist der jüngste Titelträger bei der Sportlerwahl 2016 und zugleich ein Rekordhalter. Stolze 612 Stimmen wurden für Justin Seckler abgegeben – so viele wie nie zuvor für einen Kandidaten. Das Tischtennistalent ist erst 14 Jahre alt, nimmt es in seinem Sport aber mit deutlich älteren Spielern auf. Etwa bei der deutschen Individualmeisterschaft, bei der er im Männer-Doppel Silber gewann.

    Erste Gratulantin: Bettina Dickes, die Vorsitzende des Turngaus Nahetal, mit den ausgezeichneten Sportlern. Den Titel sichert sich Tischtennis-Ass Justin Seckler (Zweiter von links). Vorjahressieger und Kunstspringer Alexander Ruhl (rechts) wird Zweiter, Nelson Rück von den Lauffreunden Naheland Bad Kreuznach Dritter.
    Erste Gratulantin: Bettina Dickes, die Vorsitzende des Turngaus Nahetal, mit den ausgezeichneten Sportlern. Den Titel sichert sich Tischtennis-Ass Justin Seckler (Zweiter von links). Vorjahressieger und Kunstspringer Alexander Ruhl (rechts) wird Zweiter, Nelson Rück von den Lauffreunden Naheland Bad Kreuznach Dritter.
    Foto: Klaus Castor

    Die DM war für den Youngster der Höhepunkt des Jahres. „Das war ein Riesenerlebnis. Als im Finale beim Einlaufen die Nationalhymne gespielt wurde, habe ich Gänsehaut bekommen“, verriet der St. Kathariner. Zum Tischtennis kam er vor vier Jahren, zuvor hatte er sieben Jahre lang Leichtathletik betrieben und es – wie viele Jungs in seinem Alter – auch mal mit Fußball versucht, nach zwei Wochen aber wieder aufgehört. Bei der TTG Bad Kreuznach ging es unter seinem Trainer Carsten Eider schnell bergauf. Im vergangenen Sommer wechselte Justin dann zum VfR Simmern, spielt dort in der Ersten Rheinlandliga. „Es waren einige Vereine an ihm interessiert“, berichtete seine Mutter Claudia Blum-Seckler. Der Aufwand, den die Familie für den Sport betreibt, ist enorm. 8000 (!) Kilometer fuhren die Eltern im zurückliegenden Jahr für ihren Tischtennis begeisterten Sohn. Der Sportler des Jahres hat auch 2017 wieder viel vor, verabschiedete sich deshalb zeitig von der Sportlerparty. Denn am Wochenende stand die Meisterschaft der Region sieben an, bei der die zwölf Besten aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland um die DM-Tickets kämpften. Für die nationalen Titelkämpfe müsste die Familie mal keine weite Strecke zurücklegen, denn das Turnier steigt in Kirn, wären quasi ein Heimspiel für Justin Seckler.

    Strahlen um die Wette: Dietmar Kron, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Meisenheim, freut sich mit Handballerin Alicia Soffel (Zweite von rechts), die aus seiner VG kommt, über den Titelgewinn. Vorjahressiegerin Christin Schneeberger (Zweite von links) aus Norheim belegt Rang zwei, Silva Müller vom MTV Bad Kreuznach wird Dritte.
    Strahlen um die Wette: Dietmar Kron, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Meisenheim, freut sich mit Handballerin Alicia Soffel (Zweite von rechts), die aus seiner VG kommt, über den Titelgewinn. Vorjahressiegerin Christin Schneeberger (Zweite von links) aus Norheim belegt Rang zwei, Silva Müller vom MTV Bad Kreuznach wird Dritte.
    Foto: Klaus Castor

    Der 14-Jährige verwies bei der Wahl Vorjahressieger Alexander Ruhl, den Senior im Feld, auf Rang zwei (306 Stimmen). Der 65-Jährige war direkt von den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in Mainz zur Sportlerparty gekommen und hatte einen Titel im Gepäck. „Ich habe meine 290. Goldmedaille gewonnen“, berichtete der Kunstspringer des TV Meisenheim. Eine Wahnsinns-Karriere. Viel vor in der neuen Saison hat Nelson Rück, der von den Lesern mit 162 Stimmen auf Rang drei gewählt wurde. Der Athlet der Lauffreunde Naheland Bad Kreuznach war bisher auf längeren Strecken unterwegs. Doch der Gewinner der Bad Kreuznacher Laufliga will sich neu orientieren. „Anfangs haben mir Crossläufe mehr Spaß gemacht, auch wegen der Landschaft. Aber ich denke, ich bin auf der Bahn gut aufgehoben“, sagte Rück. Sein Trainer Hans-Peter Tiedje sieht ihn auf der 1500- oder 5000-Meter-Strecke, traut ihm nicht nur die DM-Norm zu, sondern auch das Finale bei den Titelkämpfen. „Nelson hat das Potenzial. Ausdauer hatte er, wir haben sehr viel an der Schnelligkeit gearbeitet. Auch koordinativ hat er sich verbessert“, lobte Tiedje.

    Nicht nur Ruhl hatte vor der Sportlerparty einen Termin in Mainz gehabt, auch Alicia Soffel. Sie hatte sich zwei Tage zuvor beim U19-Lehrgang in Kienbaum bei der letzten von sieben Trainingseinheiten verletzt, konnte nach dem MRT-Termin an der Mainzer Uniklinik aber ein Stück weit Entwarnung geben. „Das innere Außenband im Sprunggelenk ist gerissen. Das ist nicht ganz so schlimm. Ich hoffe, drei, vier Wochen Pause reichen“, sagte die Handballerin aus Breitenheim, die nach ihrem zweiten Platz im Vorjahr nun zur Sportlerin des Jahres gekürt wurde – mit starken 424 Stimmen. Ihr Ziel ist es, in den Kader der deutschen Auswahl für die EM-Quali zu kommen. „Mein Vereinstrainer hat am Donnerstag einen Anruf vom Nationaltrainer erhalten, und der hat nur Gutes berichtet. Meine Chancen stehen also nicht schlecht“, erzählte die 17-Jährige. Läuft alles nach Plan, will sie mit der U19 im März die Quali für die EM in Slowenien perfekt machen. Auch in ihrem Verein, der FSG Mainz 05/Budenheim, läuft es. Am Tag nach der Party zog ihr Team vorzeitig in die Zwischenrunde zur A-Jugend-DM ein, und auch in der Zweiten Frauen-Bundesliga ist Alicia Soffel im linken Rückraum eine feste Größe.

    Christin Schneeberger, die bereits dreimal Sportlerin des Jahres gewesen war, landete heuer auf dem Silberrang (385 Stimmen). Für die Speerwerferin war 2016 ein einschneidendes Jahr, sie verließ ihren Heimatort Norheim und den TuS Duchroth, siedelte nach Chemnitz über. „Die Trainingsbedingungen dort sind viel besser. Es gibt ein Sporthaus, in dem man im Winter trainieren kann“, berichtete die Dritte der U23-DM. Sie fügte an: „Es pusht schon sehr, wenn Weltmeister und Olympiateilnehmer mit einem trainieren.“ In der neuen Saison will sie auf jeden Fall die 50-Meter-Marke knacken, und wenn es bei der DM gut läuft, ist vielleicht auch die WM ein Thema.

    Die Weltmeisterschaft – natürlich im Trampolinturnen – hat auch Silva Müller im Blick. Die Flugkünstlerin des MTV Bad Kreuznach war 2014 bereits Jugend-Weltmeisterin, nun liebäugelt sie mit ihrem ersten Start bei den Frauen, will sich für den Saisonhöhepunkt im November in Bulgarien qualifizieren. Bedingt durch Verletzungen lief es 2016 nicht optimal für die MTVlerin, doch immerhin gab es zweimal DM-Silber (im Einzel und im Team) sowie Gold im Synchron. Das wurde bei der Sportlerwahl mit 257 Stimmen und dem Bronzerang honoriert. In Bad Kreuznach fühlt sich die Cottbuserin wohl: „Wir haben mit die besten Trainingsbedingungen in Deutschland und natürlich den besten Trainer Deutschlands.“ Ein Kompliment, das ihr Coach Steffen Eislöffel gerne hörte. Tina Paare

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