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    MetternichWKG zeigt sich als würdiger Finalist

    Als alles vorbei war, baute sich der Nackenheimer Vereinsvorsitzende Stephan Vielmuth vor dem Kampfrichtertisch auf und verkündete mit lauter Stimme, sodass möglichst viele ihn hören konnten: "Das war Werbung für den Ringersport, und daran haben beide Mannschaften Anteil." Ein schöneres Kompliment hätte der Alemannen-Boss der gastgebenden WKG Metternich/Rübenach/ Boden nicht machen können. Zwar hatten die Ringer des SV Alemannia Nackenheim den ersten Endkampf um die Meisterschaft der Rheinland-Pfalz-Liga in Metternich mit 23:15 gewonnen, doch die Koblenzer sicherten sich immerhin vier Einzelsiege und erwiesen sich als würdiger Finalist.

    Viel Applaus der rund 200 Zuschauer erntete Arbi Ozdarbiev, der im klassischen Weltergewicht den Nackenheimer Armin Forschner nach allen Regeln der Kunst erst auspunktete und dann schulterte. Foto: Wolfgang Heil
    Viel Applaus der rund 200 Zuschauer erntete Arbi Ozdarbiev, der im klassischen Weltergewicht den Nackenheimer Armin Forschner nach allen Regeln der Kunst erst auspunktete und dann schulterte.
    Foto: Wolfgang Heil

    Startruppe aus Rheinhessen

    Das war keineswegs selbstverständlich. Zwischen null und zehn lauteten vorher die Schätzungen, wie viele Punkte die Gastgeber wohl erringen würden. Zu stark hatte sich die Startruppe aus dem Rheinhessischen bisher gezeigt, alle zwölf Kämpfe auf der Matte gewonnen (die einzige Niederlage resultierte aus einem Aufstellungsfehler der Nackenheimer) und sogar das vermeintlich zweitbeste Team der Liga, die WKG Untere Nahe, zweimal geradezu demütigend von der Matte gefegt.

    Das gelang gegen die WKG Metternich/Rübenach/Boden nicht. Zwar stand es nach nicht einmal drei Minuten reiner Kampfzeit bereits 12:0 für die Gäste, doch dann lieferte Wladimir Schäfer gegen Dennis Forschner ebenso eine taktische Topleistung ab wie anschließend Arbi Ozdarbiev gegen Forschners Bruder Armin. Schäfer ließ den wie zu einer Schulhof-Rauferei auf die Matte gestürmten Gegner locker ins Leere laufen, punktete mit sauberen Techniken und beantwortete die mit vier Punkten belohnte einzige gelungene Aktion seines Gegners prompt mit einem schulmäßigen Überwurf, der ebenfalls vier Punkte wert war. Schließlich krönte Freistiler Schäfer seine souveräne Vorstellung mit einem Schultersieg.

    Ozdarbiev stand nicht nach. Sein Gegner hatte zwar ringerisch etwas mehr zu bieten als der Bruder, nicht aber konditionell. Der WKGler führte mit 13:1, als er die Arme hängen ließ, Forschner so zur Attacke aufforderte und den Kontrahenten dann blitzschnell per Kopfhüftzug auf die Schultern beförderte.

    "Die Forschners können aus beruflichen Gründen kaum trainieren", entschuldigte Gästetrainer Ahmet Cakici die schwache Vorstellung des Brüderpaars. Der ehemalige Weltklasseathlet Cakici hat vor den Toren von Mainz eine starke Staffel aufgebaut, die nun, sofern sie sich im Rückkampf am kommenden Samstag nicht selbst ein Bein stellt, in die Zweite Bundesliga aufsteigen darf.

    Angesichts der derzeitigen Querelen in der Szene ist allerdings fraglich, ob es in der nächsten Saison die 2. Liga überhaupt gibt oder, so eines von mehreren Planspielen, 40 (!) Mannschaften in einer viergeteilten Bundesliga antreten. Cakici ist ehrgeizig genug, um den optimalen Erfolg anzustreben: "Wenn wir zu unseren drei Syrern und drei Bulgaren noch drei, vier Topleute verpflichten, stehen wir gut da. Ich habe jedenfalls noch Spektakuläres vor."

    Den Metternichern und Rübenachern liegen solche Ambitionen fern. Bei der WKG wären sie schon froh über einen geordneten Ligabetrieb mit konkurrenzfähigen Gegnern. Zu häufig waren in der zerrissenen Rheinlandliga unvollständige Staffeln aufgetreten, zu groß waren bisweilen die Leistungsunterschiede. Thomas Ferdinand, der Klassenleiter, versprach immerhin: "Diesen Modus wird es in der nächsten Saison nicht mehr geben. Wir wollen wieder eine richtige Oberliga, vorausgesetzt, dafür melden sich genug Mannschaften an."

    Hergenröther mit Freistil-Gala

    WKG-Freistil-Ass Jakob Hergenröther bestritt gegen Nackenheim erst seinen siebten Saisonkampf auf der Matte, sechs Mal wurde er kampflos zum Sieger erklärt, weil sich für ihn kein Gegner fand. "Das ist hart, wenn man sich die ganze Woche auf den Kampf vorbereitet und dann doch nicht ringen darf", schilderte er seine Gemütslage, die er sich selbst mit einer Galavorstellung im letzten Kampf des Abends aufhellte.

    Den vierten Sieg für die WKG errang der Afghane Faridoon Malikzada bei, der beim Punktsieg gegen Danilo Bauer mehr Mühe hatte als üblich. Die punktereiche Auseinandersetzung der beiden Weltergewichtler war der spannendste Kampf dieses Ringerabends.

    Von unserem Redakteur Stefan Kieffer

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