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    KoblenzEin Belgier ist neuer Pächter beim RZV

    Erik Ceulemans heißt der neue Pächter der Reitanlage des RZV Koblenz-Metternich - und er konnte sich bereits ein gutes Bild machen, was im Verein gut läuft und wo er noch Herausforderungen vor sich hat. "Ich bin sehr geradeaus, daran muss man sich vielleicht gewöhnen", sagt der Belgier über sich und hat schon Gemeinsamkeiten festgestellt. Schließlich hat er die Koblenzer schon schätzen gelernt. "Ich mag die Art der Leute hier, sie sind sehr offen und ganz geradeaus."

    Erik Ceulemans, der neue Pächter der Reitanlage des RZV Koblenz-Metternich, auf Windspiel von Besitzerin Andrea Morjan. "Ich mag die Art der Leute hier", sagt Ceulemans. Foto: Ute Lisges
    Erik Ceulemans, der neue Pächter der Reitanlage des RZV Koblenz-Metternich, auf Windspiel von Besitzerin Andrea Morjan. "Ich mag die Art der Leute hier", sagt Ceulemans.
    Foto: Ute Lisges

    Mit 21 Jahren verließ Ceulemans Belgien, um in Deutschland die Ausbildung zum Pferdewirt und später zum Pferdewirtschaftsmeister anzutreten. "Die Qualität dieser Ausbildung ist in Deutschland sehr gut." Dann ist er hierzulande "hängen geblieben". Er lernte seine jetzige Frau Ulrike kennen, die Töchter Lia (12) und Maja (9) komplettieren das Quartett. Das ist derzeit der Wermutstropfen für den Neu-Koblenzer: "Die Sonntagabende, bevor die Familie wieder heimfährt, sind schon hart." Nächster Lichtblick ist Ostern, in den Sommerferien wird dann die Schule gewechselt und die Ceulemans' sind in Koblenz vollständig.

    Denn eines ist klar: "Einen solchen Betrieb kann man nur leiten, wenn die ganze Familie mitzieht." Ceulemans, der bisher als angestellter Betriebsleiter tätig war, ist in Koblenz erstmals als Pächter aktiv. "Das ist schon aufregend", meint der Reitlehrer. Zunächst einmal waren Schulpferde zu erwerben: "Die müssen sehr nervenstark sein und sich auch einiges bieten lassen." Für ihn gilt es, sich zwischen den Bedürfnissen der Privat- und der Schulreiter aufzuteilen. Unterschätzen wird er den Schulbetrieb nicht: "Das ist der Einstieg."

    Derzeit gibt der Nachfolger von Johannes Eiden, der sich verkleinern wollte und daher die große Koblenzer Anlage verließ, alle Schulstunden selbst. Solange dies zeitlich möglich ist, wird er dies so beibehalten. Doch auch wenn einmal zusätzliche Hilfe erforderlich ist, würde er dies genau beobachten, um die gemeinsame Richtung sicherzustellen. "Wir sind Dienstleister bei einem immerhin sehr teuren Hobby", betont er. Das bedeutet: Die Pferde gut versorgen, für die Reiter mit ihren Fragen und Anliegen da zu sein und die Reiter, ob auf dem eigenen oder dem Schulpferd, gut auszubilden, sodass sie Spaß am Reiten haben. "Es ist gerade beim Reiten wichtig, sich auch über kleine Fortschritte zu freuen", betont Ceulemans. Und fügt selbstreflektierend hinzu: "Das muss man übrigens auch als Reitlehrer lernen."

    Die Arbeit an der Basis ist Ceulemans sehr wichtig. Die Kinder müssen eine halbe Stunde vor der eigentlichen Reitstunde da sein und bekommen den Umgang mit dem Pferde, auch von älteren Kindern, von der Pike auf erklärt. "Immerhin ist das ein großes Tier, da muss man auch selbstbewusst auftreten." Genau darin sieht er den großen Vorteil des Reitsports, der die Kinder zu Selbstbewusstsein und Verantwortungsbewusstsein gegenüber den ihnen anvertrautem Lebewesen erzieht.

    Das Hobby als Schulpferdereiter dauerhaft zu betreiben, ist neben dem eigenen Pferd nicht die einzige Alternative. Als eine weitere Aufgabe sieht Ceulemans auch, Schulreiter und Pferdebesitzer zusammenzubringen. Wenn der Schulpferdereiter ein gewisses Niveau erreicht hat, macht der Trainer sich Gedanken, zu welchem Pferd dieser passen könnte ("Nicht alle Kombinationen passen!") und versucht dann, Besitzer und Reiter zusammenzubringen. Ein Modell, das viele Vorteile für alle Beteiligten hat.

    Gerade im Schulbetrieb sieht der Reitlehrer in Koblenz noch einige Möglichkeiten. Der Betrieb hat dort einige Ressourcen, und Ceulemans freut sich über jeden neuen Schulreiter. Der Verein hat den neuen Pächter schon überzeugt mit seiner Aktivität. Ein Aufräumdienst, um die Anlage auf Vordermann zu bringen, war angesagt. Und Ceulemans verkündet mit strahlendem Gesicht: "Da waren vierzig Leute da."

    Von unserer Mitarbeiterin

    Ute Lisges

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