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    DüsseldorfTischtennis: Grenzaus neues Team deutet beim 1:3 in Düsseldorf sein Potenzial an

    Der TTC Zugbrücke Grenzau hat zum Saisonauftakt in der Tischtennis-Bundesliga den Klassiker bei Borussia Düsseldorf mit 1:3 verloren, sich beim Rekordmeister aber achtbar aus der Affäre gezogen und erst nach fast drei Stunden geschlagen geben müssen. "Ich bin sehr zufrieden", sagte Grenzaus Präsident Manfred Gstettner nach dem Einstand. "Die Jungs haben richtig gut gespielt. Auch Düsseldorfs Manager Andreas Preuß hat mir gesagt: Ihr habt eine tolle Truppe."

    Auf Spitzenspieler Andrej Gacina (vorne) konnte sich Grenzaus Spielertrainer Tomas Pavelka (hinten links) verlassen. Der Tscheche glich im Düsseldorfer Hexenkessel durch einen Dreisatz-Erfolg gegen Patrick Baum aus. Auch gegen Timo Boll überzeugte Gacina, musste sich aber in drei engen Sätzen geschlagen geben.
    Auf Spitzenspieler Andrej Gacina (vorne) konnte sich Grenzaus Spielertrainer Tomas Pavelka (hinten links) verlassen. Der Tscheche glich im Düsseldorfer Hexenkessel durch einen Dreisatz-Erfolg gegen Patrick Baum aus. Auch gegen Timo Boll überzeugte Gacina, musste sich aber in drei engen Sätzen geschlagen geben.
    Foto: Marco Rosbach

    Im Auftakteinzel erstarrte der japanische Neuzugang Masaki Yoshida in den ersten beiden Sätzen allzu sehr in Ehrfurcht vor seinem großen Gegner. Der Weltranglisten-Fünfte Timo Boll beherrschte den zögerlich agierenden Grenzauer nach Belieben und gewann die Durchgänge mit 11:4 und 11:5. Erst die emotionale Ansprache von Spielertrainer Tomas Pavelka in der zweiten Satzpause veränderte die Situation grundlegend: Der 18-Jährige ging plötzlich viel mehr Risiko - und wurde dafür belohnt. Eine deutliche Leistungssteigerung und vier Netzroller führten dazu, dass er den dritten Durchgang mit 11:8 gewann. Nun fand ein Duell auf Augenhöhe statt, das zeigte, wie viel in dem Youngster aus Asien steckt. Der vierte Satz verlief völlig ausgeglichen, und Boll war am Ende heilfroh, ihn knapp mit 11:9 gewonnen zu haben. "Yoshida war am Anfang total nervös, das hat man genau gesehen. Aber das ist ja kein Wunder, wenn einem auf der anderen Seite ein Timo Boll gegenübersteht", sagte Gstettner.

    Keine Mühe hatte anschließend Spitzenspieler Andrej Gacina, der Kroate traf in Patrick Baum allerdings auf einen in den ersten beiden Sätzen total indisponierten Gegner. Doch auch als es im dritten Durchgang eng wurde, behielt Gacina die Übersicht und glich zum 1:1 aus.

    Der Faktor Nervosität galt auch für den zweiten Neuzugang der Westerwälder. Lubomir Jancarik hat bisher nur für tschechische Vereine gespielt und war von der Kulisse mit 1200 Zuschauern spürbar beeindruckt. "Ich war total nervös am Anfang", gestand der 25-Jährige, der die beiden ersten Sätze gegen den Inder Sharath Kamal Achanta verlor. Auch im dritten Durchgang lag er schon mit 5:9 hinten und hatte bei 8:10 sogar zwei Matchbälle gegen sich. Doch Jancarik "klaute" diesen Satz und präsentierte sich danach wie verwandelt. Der Tscheche glänzte immer wieder mit seinem Parade-Rückschlag, der sogenannten Rückhand-Banane, und zwang Achanta in den Entscheidungssatz.

    Hier hat er sich dann sogar einen Matchball erarbeitet, den er aber nicht nutzen konnte. "Ich habe nachher viel besser gespielt", sagte Jancarik nach dem knappen 2:3 im spannendsten Match des Abends. "Er war am Ende einfach der etwas glücklichere."

    Für Gacina wurde das Spitzeneinzel gegen Boll zum Spiel der verpassten Möglichkeiten. Der Kroate vergab im ersten Durchgang einen Satzball und im dritten sogar vier - und musste sich beim 0:3 in einem eigentlich ausgeglichenen Match deutlich unter Wert geschlagen geben. "Wenn wir 2:1 geführt hätten, weiß ich nicht, was passiert wäre", bilanzierte Gstettner. "Aber es war ein tolles Spiel unserer Mannschaft in einem Hexenkessel."

    Und wenn die neuen Spieler ihre Nervosität in den nächsten Begegnungen von Anfang an ablegen, sollte auch der erste zählbare Erfolg nicht allzu lange auf sich warten lassen. Potenzial scheint dieses Team auf jeden Fall zu besitzen, das hat ein spannender Tischtennis-Abend in Düsseldorf unter Beweis gestellt.

    Von unserem Mitarbeiter René Adler

    Düsseldorf - Grenzau 3:1

    Boll - Yoshida 11:4, 11:5, 8:11, 11:9; Baum - Gacina 5:11, 6:11, 9:11; Achanta - Jancarik 11:7, 11:8, 11:13; Boll - Gacina 12:10, 11:8, 17:15.

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