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    MetternichRingen: Der Abschied soll nur vorübergehend sein

    Auch in ihrem vorläufig letzten Regionalligakampf haben sich die Ringer der WKG Metternich/Rübenach gut aus der Affäre gezogen und sogar für Überraschungen gesorgt. Doch wie meistens in dieser Runde stand unter dem Strich eine klare Niederlage. Das 14:26 bei der zweiten Mannschaft des KV Riegelsberg besiegelte den (von Anfang an erwarteten) Absturz der WKG in die Oberliga - zum ersten Mal, seit sich 1991 die Traditionsvereine ASV Eiche Metternich 1911 und ASV 1919 Rübenach zusammenschlossen, steigt die Wettkampfgemeinschaft ab.

    Courage und taktisches Geschick zeichnen Jonas Hergenröther aus - ein WKG-Aufsteiger der Saison.  Foto: Frey
    Courage und taktisches Geschick zeichnen Jonas Hergenröther aus - ein WKG-Aufsteiger der Saison.
    Foto: Frey

    Doch als Verlierer fühlen sich die Koblenzer Ringer und ihre Funktionäre nicht - im Gegenteil. "Wir wussten ja, was uns erwartet", sagt Mannschaftsführer Günter Peifer angesichts der übermächtigen Konkurrenz vor allem aus dem Saarland, "ich gehörte sogar zu denen, die befürchtet haben, dass wir ohne einen einzigen Sieg aus der Runde herausgehen." Und WKG-Vorsitzender Walter Pangsy ergänzt: "Wir wollten den jungen Athleten die Möglichkeit geben, gegen starke Ringer Erfahrungen zu sammeln."

    Das ist gelungen. "Nach meinem Endruck", bilanziert Günter Peifer, "haben sich unsere Jungs gesteigert und sind in der Rückrunde näher dran gewesen als zu Anfang der Saison." Das lag nicht zuletzt daran, dass Griechisch-römisch-Spezialist Dominik Borczyk seit seinem Comeback als Trainer den jungen Talenten ein paar seiner besten Tricks verrät. So gelangen immerhin zwei Siege, einer im Hinkampf gegen die Riegelsberger, die die Tour ans Rhein-Mosel-Eck mit einer schwachen Formation angetreten hatten, der zweite im Rückkampf bei der WKG Untere Nahe, dem einzigen Liga-Rivalen auf Augenhöhe.

    Der letzte Koblenzer Gegner KV Riegelsberg hatte aus dem Hinkampf seine Lehren gezogen und eine bestens besetzte Staffel ins Rennen geschickt. Trotzdem gelang es Jakob Hergenröther, seinen Hinkampfsieg gegen Benjamin Schiel zu wiederholen.

    Rekonvaleszent Daniel Makkai überzeugte mit einem hohen Punktsieg im Halbschwergewicht, und Freistiler Dominik Zeigermann überraschte mit einem Schultersieg bei Punkterückstand gegen Nikolai Nowizki.

    "Ich weiß nicht genau, was er da gemacht hat", gestand Peifer im Rückblick auf die kampfentscheidende Situation, "es sah aber gut aus." Sergej Baal musste gegen den erfahrenen Ralf Müller, den er im Hinkampf noch besiegt hatte, im zehnten Saisonkampf die erste Niederlage einstecken.

    Trotzdem steht er gemeinsam mit Zeigermann in der Erfolgsliste der Metternicher Ringer ganz oben (siehe Bilanz); beide werden bei der Weihnachtsfeier am Samstag entsprechend geehrt. Zu den Aufsteigern der Saison gehören aber auch die Brüder Jonas und Jakob Hergenröther sowie Pascal Martini, die gewaltige Fortschritte gemacht haben und noch längst nicht am Ziel ihrer sportlichen Entwicklung angelangt sind.

    Doch Peifer bricht auch und vor allem eine Lanze für die Sportler, die sich als willige "Nothelfer", manchmal erst in letzter Minute alarmiert, schmerzhafte Mattenerfahrungen nicht ersparten: "Ich ziehe meinen Hut vor Ringern wie Oliver Aiberspach, Christopher Radl oder Christian Perscheid. Ohne sie hätten wir mehr als einmal 0:40 verloren, weil wir nur zu acht angetreten wären."

    Nach dem eigenen Kampf sah der WKG-Tross, wie sich die Zweitligastaffel der Riegelsberger gegen Witten um den Aufstieg in die Bundesliga bemühte - letztlich vergeblich, die Gäste siegten knapp, doch die Koblenzer hatten ihren Spaß. "In der Halle war die Hölle los", berichtet Peifer, "und für unsere Jungs war es sehr lehrreich."

    Nun werden sich die Ringer bei Meisterschaften, Turnieren und vor allem im Training fit halten und verbessern, ehe im September die neue Saison der Oberliga beginnt. Auch dort warten starke Mannschaften aus dem Saarland, doch ein Platz in der vorderen Tabellenhälfte sollte erreichbar sein.

    "Wir haben sieben bis acht Stammringer, von denen die meisten Regionalliga-tauglich sind und auch in der Oberliga ihren Mann stehen werden", verdeutlicht Peifer, "doch in manchen Gewichtsklassen klaffen Lücken, die für uns nicht zu schließen sind."

    Dennoch möchte sich der WKG-Vorsitzende Walter Pangsy mit dem Bestehenden nicht zufriedengeben: "Wir suchen noch einen Schwergewichtler und wollen in der Oberliga unter die ersten drei kommen. Und mittelfristig bleibt unser Ziel natürlich die Rückkehr in die Regionalliga."

    Von unserem Redakteur

    Stefan Kieffer

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