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    Karbach/EmmelshausenHunsrücker Fußballfest mit neuen Vorzeichen

    Vorhang auf zum größten Fußballspiel im Hunsrück: Am Samstag (16 Uhr) stehen sich der FC Karbach und der TSV Emmelshausen am elften Spieltag der Fußball-Rheinlandliga gegenüber. Es ist das dritte Derby innerhalb von knapp 13 Monaten. Die Ausgangslage gegenüber den ersten beiden Lokalduellen hat sich diesmal verändert.

    Das Derby zwischen dem FC Karbach (in Blau) und dem TSV Emmelshausen (in Rot) steht an, aber nicht jeder, der beim letzten Duell vor rund einem halben Jahr dabei war, wird am Samstag auf dem Quintinsberg den Gegner zur Begrüßung abklatschen. Bei Karbach ist Jan Hammes (links) gen Morshausen abgewandert, Robert Wagner (rechts) hat Emmelshausen in Richtung Halle verlassen. Zudem ist beim FC Tobias Rauch (Nummer 10) verletzt. Einsatzbereit sind dagegen auf Karbacher Seite (von links) Torwart Florian Bauer, Tim Puttkammer und Jannik Koerner (Nummer 5) sowie beim TSV (von links) Marcel Christ, Sascha Hachenthal und Eric Peters. Foto: Verena Schmidt
    Das Derby zwischen dem FC Karbach (in Blau) und dem TSV Emmelshausen (in Rot) steht an, aber nicht jeder, der beim letzten Duell vor rund einem halben Jahr dabei war, wird am Samstag auf dem Quintinsberg den Gegner zur Begrüßung abklatschen. Bei Karbach ist Jan Hammes (links) gen Morshausen abgewandert, Robert Wagner (rechts) hat Emmelshausen in Richtung Halle verlassen. Zudem ist beim FC Tobias Rauch (Nummer 10) verletzt. Einsatzbereit sind dagegen auf Karbacher Seite (von links) Torwart Florian Bauer, Tim Puttkammer und Jannik Koerner (Nummer 5) sowie beim TSV (von links) Marcel Christ, Sascha Hachenthal und Eric Peters.
    Foto: Verena Schmidt

    Bisher ist der TSV Emmelshausen immer als Tabellenzweiter in das Derby gegangen - und war damit in beiden Duellen vor dem FC Karbach platziert. Am 28. September 2012 und am 30. März 2013 hieß der Sieger aber Karbach. In Emmelshausen gewann der FC vor 1850 Zuschauern 2:1, im Rückspiel in Karbach setzten sich die Gastgeber vor 1124 Fans mit einem Last-Minute-Tor 1:0 durch.

    Jetzt hat das Hunsrücker Fußballfest aber neue Vorzeichen: Karbach wird seinen Ambitionen gerecht, hat siebenmal in Folge gewonnen und die Tabellenführung übernommen. 14 Punkte beträgt der Vorsprung auf den TSV, der derzeit Zwölfter ist und in den vergangenen Wochen etwas am schwächeln ist. Die Rollen sind eindeutig verteilt.

    "Wir sind der krasse Außenseiter, der Tabellenstand sagt doch alles aus", weiß auch der Emmelshausener Coach Marco Pfeffer. "Es war überraschend, dass wir in den letzten beiden Derbys als Tabellenzweiter vor Karbach ins Spiel gegangen sind. An der derzeitigen Ausgangslage ist aber nichts mehr überraschend." Sein Karbacher Kollege Torsten Schmidt sieht das ähnlich: "Wir haben doch auch in der letzten Saison immer die Favoritenrolle angenommen, auch wenn der TSV vor uns stand. Wir haben genügend Respekt vor Emmelshausen, aber für uns zählen in einem Heimspiel nur drei Punkte."

    Interessant: Den TSV hat Schmidt viel öfter beobachtet als Pfeffer den FCK. "Ich habe nur ein Karbacher Spiel in dieser Saison gesehen", erzählt der Emmelshausener Trainer. Das war gegen Bad Breisig, als Karbach genau wie bei seinen anderen drei Heimspielen mit 1:0 gewann. Pfeffer ist in dem Spiel vor allem eine Sache vor Augen geführt worden: "Wir haben nicht die individuelle Qualität wie Karbach, wo ein Spieler den Unterschied ausmacht, wenn die eigene Mannschaft einen schlechten Tag hat." Pfeffer denkt da vor allem an Ex-Profi Thomas Klasen. "Ich weiß nicht, ob es ohne Klasen für Karbach in den vergangenen Wochen immer zum Sieg gereicht hätte." Vor allem Emmelshausens Defensivmann Nils Bast wird sich am Samstag um Klasen kümmern. Doch Pfeffer hat nicht nur Augen für den Ex-Koblenzer: "Er ist nicht der Einzige bei Karbach, der den Unterschied ausmachen kann. Der FC hat eine ganze Anzahl davon."

    Wie das Kaninchen vor der Schlange will der TSV aber auf dem Quintinsberg nicht auftreten. Pfeffer: "Wir wollen verhindern, dass wir tief stehen. Das ist uns in den ersten zwei Derbys aber nicht immer gelungen." Auch jetzt rechnet Pfeffer mit großem Karbacher Druck. "Vor allem zeichnet den FC aus, dass er, wenn es nicht so läuft, nach der Halbzeit ein bis zwei Gänge höher schalten kann." Pfeffer glaubt aber dennoch, dass seine Mannschaft dem Tabellenführer ein Bein stellen kann: "In einem Spiel ist alles möglich, wir haben nix zu verlieren. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir unsere Torchancen bekommen werden. Der FC ist anfällig."

    Allerdings bis jetzt noch nicht auf dem Quintinsberg: Vier Heimspiele, vier 1:0 Siege stehen dort zu Buche. "Gegen ein fünftes 1:0 hätte ich nichts", sagt Torsten Schmidt. "Es wird am Samstag ganz entscheidend sein, dass wir defensiv eine starke Leistung hinlegen. Vorne sind wir sowieso immer für ein Tor gut." Und was denkt Schmidt über den Gegner? "Marco Pfeffer hat Emmelshausen in dieser Saison ein anderes Gesicht gegeben, sie spielen nicht mehr so defensiv", hat Schmidt erkannt bei seinen vielen Beobachtungen: "Ich habe einige TSV-Spiele in dieser Saison gesehen, weil ich auch in Emmelshausen wohne. Manche waren besser vom TSV, manche nicht so. Aber sie waren in keinem Spiel deutlich unterlegen."

    Auch am Samstag rechnet Schmidt wie gehabt mit einem engen Duell - und mit dem besseren Ausgang für seinen FC Karbach: "Wir haben nach dem nicht so guten Start an den richtigen Stellschrauben gedreht und uns die sieben Siege und die Tabellenführung erarbeitet. Das wollen wir jetzt nicht in dem Spiel wieder herschenken."

    Für beide Trainer ist das dritte Derby beileibe noch keine Routine. "Im Spiel Karbach gegen Emmelshausen wird immer Brisanz stecken", sagt Torsten Schmidt. "Auch für mich ist das etwas Besonderes. Meine Kinder spielen beim TSV, ich wohne in Emmelshausen. Dem Derby fiebere ich entgegen." Auch bei Marco Pfeffer hat das Kribbeln schon eingesetzt: "Man ist schon angespannter als sonst, hat mehr Vorfreude und hofft, dass man seinen Verein vor der großen Kulisse gut verkaufen kann. Aber im Endeffekt gibt es auch am Samstag nur drei Punkte zu gewinnen."

    Von unserem Redakteur

    Michael Bongard

    DAS LESEN SIE IN UNSERER SAMSTAGAUSGABE:

    - So wollen sie spielen: Alles zu den möglichen Aufstellungen

    - Derby als Zuschauermagnet: Das muss der Fan wissen

    - Was denken die Anderen? Trainer der Konkurrenz geben ihre Prognose ab

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