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Sören Kah läuft auch bei DM in Oelde auf Platz sechs

Leichtathletik - Seit Wochen dreht sich für Sören Kah alles um seine Premiere auf der Marathon-Distanz am 30. Oktober in Frankfurt. Das hindert den 29-jährigen Top-Athleten der LG Lahn-Aar-Esterau aber nicht daran, ganz nebenbei auch noch Top-Zeiten und Spitzenplatzierungen zu sammeln. Nicht nur in der Region, auch auf nationaler Bühne. Bei der deutschen Straßenlauf-Meisterschaft in Oelde wurde Kah am Samstag bei schwülwarmen Bedingungen Sechster in starken 29:45 Minuten. Schneller war noch kein Rheinland-Pfälzer auf dieser Strecke bei einem Straßenrennen unterwegs.

Jeder Klick ein neuer Rekord: Wenn Sören Kah die Stoppuhr anhält, dann ist in diesem Jahr Verlass darauf, dass der Läufer der LG Lahn-Aar-Esterau wieder eine Bestmarke geknackt hat. Foto: Marco Rosbach/Archiv
Marco Rosbach

"Natürlich denkt man zwischendurch, dass es diesmal vielleicht auch zu einer Medaille reicht", sagte Sören Kah am Tag nach dem Rennen. "Aber der sechste Platz ist sehr gut, ich bin sehr zufrieden mit dem Wettkampf und mit dieser Platzierung."

Von Beginn an demonstrierte der Läufer aus Birlenbach-Fachingen, dass er nicht einfach nur mitrennen will im Feld der Besten, sondern dass er auch in der Lage ist, Akzente zu setzen. Die frühe Attacke des jungen Berliners Robert Krebs konterte er zwar nicht, war aber in der Verfolgung des späteren Fünftplatzierten (hinter Christian Glatting, Vitaliy Rybak, Falk Cierpinski, und Julian Flügel) die treibende Kraft. In der Gruppe hinter dem mutigen Ausreißer machte Kah immer wieder das Tempo, rieb sich auf, um die Lücke nach vorne zu schließen. Mit Erfolg. Der Fluchtversuch von Robert Krebs war in der dritten Runde Geschichte, die Karten konnten neu gemischt werden. "Bei der 2000-Meter-Marke habe ich mal Zwischenzeiten gehört, die von den Betreuern reingerufen wurden", berichtete Kah. "Ansonsten hat die Uhr keine Rolle gespielt." Der 29-Jährige, der in diesem Jahr bei deutschen Meisterschaften nie schlechter als auf Platz sieben abgeschnitten hat, ist inzwischen selbstbewusst genug, um couragiert in Spitzengruppen die Initiative zu ergreifen. "Ich wollte es einfach wissen", so Kah. In der letzten Runde hat das vielleicht ein, zwei Plätze gekostet, aber das ist Nebensache.

Der Fokus ist längst auf die nächsten großen Ziele gerichtet. Der Halbmarathon in München am 9. Oktober ist für den Vorjahressieger ein letzter großer Test, ehe es in sechs Wochen auf die wichtigste aller Langstrecken geht.

Von unserem Redakteur

Marco Rosbach

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