Gladbach-Fan Komfort markiert das Ehrentor
Fußball-Stars - Peter Spira strahlte. Gern nahm der Vorsitzende von "Love of my Life", dem Rüdesheimer Fanklub von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach, die Glückwünsche und anerkennenden Worte der Umstehenden entgegen. "Das hast Du gut gemacht, Peter", kam das Lob von allen Seiten. Spira hatte im Rahmen der Sporttage des VfL Rüdesheim die Weisweiler-Elf, das Traditionsteam der Gladbacher, zu einem Freundschaftsspiel gegen eine Nahe-Auswahl in seinen Heimatort geholt. Das Ergebnis - die Weisweiler-Elf gewann 5:1 (3:0) - war fast nebensächlich.
"Es ist einfach toll", freute sich Spira. "Das Lob ist die Bestätigung für die viele Arbeit, die wir uns ein ganzes Jahr lang gemacht haben. Es ist super, wie sich die Spieler geben. Sie sind ganz aufgeschlossen, sie reden mit den Leuten. Sie sind sich für keinen Autogrammwunsch und kein Foto zu schade. Das sind Stars zum Anfassen. Das kann noch eine richtig gute dritte Halbzeit werden." Auch die Akteure der Nahe-Auswahl hatten es genossen, einmal gegen Spieler wie Oliver Neuville, Bachirou Salou, Peter Wynhoff und Karlheinz Pflipsen antreten zu können. "Das war ein schöner Saisonabschluss für uns", sagte Kay Warkus, der Spielertrainer des SV Winterbach. Er ergänzte: "Es hat richtig Spaß gemacht." Alan Zimmermann, der Spielertrainer des FSV Bretzenheim, pflichtete ihm bei: "Es war schön, gegen Ex-Profis zu spielen. Der Spaß stand im Vordergrund. Vielleicht sind wir etwas unter Wert geschlagen worden. Zum Glück haben wir zum Schluss noch den Ehrentreffer gemacht."
Das Tor war Andreas Komfort, dem Spielertrainer des Kreuznacher FC, vergönnt. Er durfte in der 90. Minute zum Handelfmeter antreten, den die Nahe-Auswahl erzwungen hatte und der ihr keineswegs geschenkt worden war. Komfort schickte Jörg Kaesmann in die falsche Ecke und verwandelte sicher. "Dass Andi Komfort als langjähriges Mitglied unseres Fanklubs das Tor geschossen hat, ist besonders schön", sagte Spira.
Die rund 700 Zuschauer hatten zuvor ein technisch hochklassiges Spiel, allerdings ohne krachende Zweikämpfe, gesehen. Auch die Spieler der Nahe-Auswahl zeigten, dass sie gepflegt mit der Kugel umgehen können, und ließen den Ball schön durch ihre Reihen laufen. Den Unterschied machte aber die Perfektion aus, mit der die Weisweiler-Elf ihr Spiel zelebrierte. Da stimmte die Raumaufteilung in Angriff und Abwehr, da wurde die nächste Spielsituation antizipiert. Pässe ohne sichtbare Kraftanstrengung aus dem Fußgelenk geschlagen, landeten über 50, 60 Meter beim Mitspieler. Die Ex-Profis hatten nichts verlernt.
Nur manchmal wollten es die Gladbacher vor dem Kasten ein bisschen zu schön machen, sonst hätten sie das ein oder andere Tor mehr schießen können. Nachdem Salou einen Kopfball an die Latte gesetzt hatte (12.), war es Neuville, der in Rüdesheim sein Debüt in der Weisweiler-Elf gab, vorbehalten, die Führung für die Ex-Profis zu erzielen. Pflipsen, der schon selbst hätte vollstrecken können, hatte auf den Ex-Nationalspieler quergelegt. Wynhoff sorgte mit einem Doppelschlag für den Pausenstand (33., 37.). Die Treffer der Gäste im zweiten Abschnitt erzielte Thomas Kastenmaier (76., 79./Foulelfmeter). "Man hat schon gemerkt, dass sie effektiver spielen", bekannte Warkus.
Von unserem Mitarbeiter
Gert Adolphi










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