Wintertransfers sind nicht das Ding der Weinsheimer
Bezirksliga - Die Liste der ehemaligen Bezirksliga-Tabellenführer in dieser Saison ist lang. Auch die Fußballer der SG Weinsheim durften sich kurzzeitig auf dem Thron sonnen, mussten den begehrten Spitzenplatz jedoch schnell wieder räumen und waren letztlich froh, als im Dezember die Winterpause eingeläutet wurde.
Statistik: "Alle Neune!" So lautete das SG-Motto bis zur Pause. Auf Rang neun überwinterten die Weinsheimer - mit neun Siegen und neun Niederlagen. Punkteteilungen? Die waren bei den Männern um Coach Frank Wachlinger bis dato verpönt. "Ab und zu hätten wir uns auch über ein Unentschieden gefreut. Mal sehen, ob demnächst noch was daraus wird", kommentierte der Trainer die Tatsache, dass bis dato keine Weinsheimer Partie remis endete, mit einem Schmunzeln. Gerade am zwölften Spieltag hätte der SG ein schmuckloses 0:0 gefallen - als Tabellenführer setzte es gegen den SV Winterbach stattdessen ein 0:6, die SG geriet in eine Krise, die erst kurz vor Weihnachten beendet wurde.
Das lief gut: "Die Art und Weise, wie wir in den ersten Wochen gespielt haben, hat mir gefallen", rekapituliert Wachlinger. Die ersten beiden Saisonspiele gingen zwar verloren, doch danach fing sich die SG und startete eine Serie. Wachlinger: "Außerdem war unsere mannschaftliche Geschlossenheit gut. Wir haben viele Spieler wie Moritz Jetter oder Dennis Messer integriert."
Das muss besser werden: Die personelle Situation treibt Wachlinger die Sorgenfalten auf die Stirn. Mehrere Verletzte füllten in den letzten Wochen des vergangenen Jahres das Weinsheimer Lazarett. Auch deshalb waren die Weinsheimer als Tabellenführer gegen den SV Winterbach beim 0:6 am 29. Oktober so chancenlos. Wachlinger: "Bis zu unserer Tabellenführung hat mir alles gefallen, danach nicht mehr viel." Ausnahme: Das letzte Spiel vor der Winterpause, das beim SV Weiersbach 2:1 gewonnen wurde.
Der Gewinner der Saison: Wachlinger hebt ein Team hervor, das eigentlich schon abgeschrieben war: "Wie sich der VfR Baumholder nach schwachem Saisonstart in die Spitzengruppe zurückgekämpft hat, imponiert mir." Auch der TuS Mörschied und der SV Winterbach liegen beim SG-Trainer hoch im Kurs - "wobei es schon vorher klar war, dass die Winterbacher eine starke Mannschaft haben".
Der Pechvogel der Saison: "Ich könnte einige Verletzte aus meinem Kader nennen, doch das würde den Rahmen sprengen", klagt Wachlinger. Den Ober-Pechvogel der SG hebt er dann doch heraus. Es handelt sich um die Weinsheimer Nummer eins: "Tim Jablonski hat sich im Spiel gegen Winterbach so schwer an den Rippen verletzt, dass er bis zur Winterpause ausgefallen ist. Er fängt jetzt langsam wieder an, und ich hoffe, dass er bald wieder an Bord ist."
Personalien: Wachlinger coacht die Weinsheimer Erste bereits seit fünf Jahren, davor war er Trainer der Reserve. Die Bezirksligist setzt auch weiterhin auf seine Dienste. "Der Vertrag wurde vorzeitig verlängert", verrät der Übungsleiter, der erst im Sommer wieder auf dem Transfermarkt fündig werden will: "Wintertransfers sind nicht so unser Ding. Wenn ein Spieler bei einem Verein für eine Saison zugesagt hat, sollte man das auch akzeptieren." Einen "Neuen" begrüßen die Weinsheimer dennoch (wieder) in ihren Reihen: Steffen Schatto war drei Monate aus Studiengründen in Costa Rica und hat das Training nun wieder aufgenommen.
Von unserem Mitarbeiter
Christoph Erbelding










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